COVID-19

Übersterblichkeit: “ Ja aber…“

Liebe Leser, gerne möchte ich heute über die Übersterblichkeit sprechen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich das thematisiere (hier geht es zum letzten Bericht). Grund dafür ist die Tatsache, dass vor allem mit dieser Übersterblichkeit in der Bevölkerung Angst geschürt wird. Wenn man auf das Jahr 2020 zurückblickt gibt es zwei Themen: Covid-19 und die unglaubliche Übersterblichkeit, verglichen mit anderen Jahren. Und meist werden diese Diskussionen geführt, ohne sich wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt zu haben.

Man liest in den Medien das, was die sogenannten unabhängigen (vom Bund bezahlten) Experten sagen und zu wissen glauben. Hier etwa bei SRF, Swissinfo, Tagesanzeiger, Toponline, 20Min oder beim Blick.

Gemäss der Handelszeitung verlieren die Kritiker mit dem Nachweis der Übersterblichkeit ihr wichtigstes Argument.

Hier müssen wir wiedermal etwas differenzieren. Die Handelszeitung schreibt „Kritiker“ und wirft damit Skeptiker, Leugner und Verschwörungstheoretiker in einen Topf. Mir gefällt das nicht (Corona-Skeptiker vs. Verschwörungstheoretiker). Von Leugnern und Verschwörungstheoretikern halte ich persönlich nichts. Aber Skeptiker bin ich selber auch. Allerdings nicht im Bezug auf die Existenz von Covid-19, sondern im Bezug auf den Umgang damit und somit auch betreffend die Massnahmen.

Wie dramatisch ist die Übersterblichkeit?

Es geht nicht darum zu behaupten, es seien nicht mehr Menschen gestorben im 2020 als in vorangehenden Jahren, sondern es geht darum, die Dinge in Relation zu setzen. Zu vergleichen. Ich habe während des vergangenen Jahres die Zahlen immer wieder geplottet und verglichen und bin zum Schluss gekommen, dass Corona nur für die Generation 65+ wirklich ein Problem darstellt. Denn vergleicht man die Sterblichkeiten der Generationen 0-64, ist schlicht kein „Coronapeak“ zu sehen (Sterben 2020 wirklich mehr Menschen in der Schweiz? / Moral und Ethik vs. Ratio).

Jetzt wo die Sterberaten des ganzen Jahres 2020, also von KW 01 bis und mit KW 53 veröffentlicht sind (hier kann man sie sich ansehen), kann man die totalen Zahlen der Jahre 2015-2020 vergleichen. Und das habe ich gemacht, weil es mich interessiert hat, wie es am Schluss wirklich aussieht. Ich habe hierfür die unter dem vorhergehenden Link publizierte Liste (Stand 16.01.2021) genommen, als erstes die Gesamtzahlen ausgerechnet (Liste) und anschliessend diese Zahlen geplottet. Das ist mein Resultat:

Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.

Hier ersichtlich ist die Tatsache, dass im Jahr 2020 8346 Menschen mehr gestorben sind, als etwa im Jahr 2019. Betrachtet man die Sterberate nach Alterskategorien (siehe weiter unten), dann erkennt man aber auch, dass von diesen 8346 Menschen, 8137 Menschen den Alterskategorien 65-79 und 80+ und davon wiederum 6706 Personen der Alterskategorie 80+ angehörten. Prozentual bedeutet das, dass 97.5 Prozent der an/mit Covid verstorbenen Personen älter als 65 waren – mehrheitlich sogar älter als 80.

Und so sieht die Statistik für die beiden eben erwähnten Altersklassen aus:

Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.
Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.

Wir sind uns also einig: Es starben überdurchschnittlich viele Menschen im Alter über 65. Woran, das geht aus dieser Statistik nicht hervor, denn sie umfasst alle Todesfälle: natürlich, Krankheit (inkl. Corona), Altersschwäche, Suizid, Unfall, etc… Also auch diese älteren Menschen, die an der Isolation seelisch zerbrachen und sich innerlich aufgegeben haben.

Betrachtet man die Alterskategorien 0-19, 20-39 und 40-64, fällt auf, dass keine Übersterblichkeit vorhanden ist, sondern dass das Jahr 2020 sich einreiht in die vorangegangenen Jahre mit den üblichen Schwankungen:

Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.
Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.
Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.

Und darum hinkt für mich die Aussage, dass mit der erwiesenen Übersterblichkeit das Argument der Skeptiker weg bricht.

Ich persönlich sehe mich in den Ergebnissen der Zahlen übers ganze Jahr, bestätigt in den Ergebnissen, die ich während des Jahres erzielt habe. Und es bestärkt mich in meiner Haltung dahingehend, dass es keinen allgemeinen Lockdown braucht, kein Kontaktverbot für die ganze Bevölkerung, keine Schliessung der Läden und Restaurants, genauso wenig wie eine allgemeine Maskenpflicht.

Es braucht kreative Lösungen, wie die Vulnerabelsten unserer Gesellschaft geschützt werden können. Aufklärung, Schutzkonzepte in Heimen ohne die Bewohner einzusperren oder von ihren Familien zu separieren.

Ich hoffe, dass sich manch einer die Zahlen anschaut, sich seine Gedanken dazu und zur Verhältnismässigkeit der vom Bundesrat auferlegten Massnahmen macht.

Ich hoffe aber auch, dass die Zahlen, wie sie hier stehen aufzeigen, dass die Panikmache der Taskforce, die nota bene lediglich ein Beratergremium darstellt, in keinster Weise gerechtfertigt ist.

Überlegen wir uns gut, wen wir am 22. Oktober 2023 als unsere Volksvertreter nach Bern wählen…

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