COVID-19

„Äs hüärä Puff!“

21.10.2020
„Covid-Taskforce warnt vor Spital-Überlastung“

23.10.2020
„Taskforce-Leiter: ‚Kapazität Spitäler wohl Anfang November erreicht.'“

26.10.2020
„In zwei Wochen könnten IPS-Kapazitäten am Anschlag sein.“

30.10.2020
„Task-force Chef schlägt Alarm: Spitäler bald überlastet.“

06.11.2020
„Setzt sich die aktuelle Entwicklung fort, wird laut Ackermann am 10. November die maximale Kapazität der zertifizierten Intensivbetten erreicht sein.“

11.11.2020
„Zurzeit sind noch 28,6 Prozent aller Akutspitalbetten frei. Auch von den 1109 Intensivbetten seien noch 318 frei, also ebenfalls 28,6 Prozent. Corona Patienten belegen rund ein Fünftel (also die deutliche Minderheit Anm d. Red.) der Akutspitalbetten. Rund die Hälfte aller Patienten in Intensivbetten sei wegen Corona im Spital.“

13.11.2020

Quelle: https://www.vtg.admin.ch/de/organisation/astab/san/ksd/spitalkapazitaeten.html

13.11.2020

Quelle:https://www.20min.ch/story/so-klappt-der-corona-exit-702407973856

14.11.2020
„Die Spital-Kapazität ist möglicherweise schon überschritten“

Nach dem eher reisserischen Titel habe ich euch mal mit Links überhäuft, die allesamt auf unsere Spitalkapazitäten abzielen und auf die Frage, wie überlastet sind sie wirklich?

Während die Corona-Task-Force des Bundes, allen voran Prof. Dr. Martin Ackermann (PhD Mikrobiologie), seit Wochen sagt, dass in wenigen Tagen unsere Spitäler an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, erklärt am 13.11.2020 der gleiche Ackermann, es sei eine leichte Abnahme bei den Spitaleinweisungen zu verzeichnen. Und heute sagt wiederum derselbe Ackermann, die Spital-Kapazitäten seien möglicherweise schon überschritten und fordert weiterreichende Massnahmen, wie etwa die landesweite Schliessung von Bars und Restaurants…

Bin jetzt nur ich verwirrt? Ackermann spricht davon, dass die volle Kapazität der aktuell 885 Intensivbetten mit 867 Patienten bereits erreicht sei. Gemäss KSD waren am 13.11.2020 aber total 1140 IPS Betten verfügbar, davon 867 belegt und 240 Reserve. Das sind 23,95 Prozent freie IPS Betten.

Von diesen 867 belegten IPS Betten waren am 13.11.2020 511 mit Corona-Patienten belegt. Also 58,9 Prozent. Das erscheint mir zwar relativ hoch – wird aber wohl so sein. Genaueres wissen wir aber nicht – etwa wie alt die Patienten sind, welche Vorerkrankungen sie haben, etc…

Am 06.11.2020 sagte Ackermann schon, die „Massnahmen reichen nicht aus“. Obwohl Stefan Kuster, Leiter übertragbare Krankheiten im BAG bereits erklärte, es gebe erste Anzeichen, dass die Zahlen abflachen. Doppelte aber gleich nach, es sei zu früh zu urteilen ob die schweizweiten Massnahmen des Bundesrates tatsächlich greifen.

Daran zweifelt offenbar auch Martin Ackermann. Er stellt kar, es gebe „keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ausreichen“. Und er weiss auch genau wer Schuld ist: die Pendler. Gemäss Ackermann pendeln nämlich nach wie vor 29% der Schweizer Bevölkerung.

Ja Herr Ackermann, es gibt Menschen die MÜSSEN pendeln. Es haben nicht alle die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Nicht jeder Arbeitgeber hat die Möglichkeit wie der Bund, das Homeoffice anzubieten. Wie bitte sollen diese Leute dann zur Arbeit kommen?

„Den Schweizerinnen und Schweizern muss bewusst werden, was auf dem Spiel steht“. Es tut mir ja leid, aber wenn ich solche Dinge höre, könnte ich wirklich einfach nur meinen Mageninhalt vor mir auf dem Boden verteilen… Ich würde sagen: „Herr Ackermann sollte sich mal bewusst werden wer seinen Lohn bezahlt.“ Es sind nämlich wir. Herr und Frau Schweizer mit unseren Steuern. Ja, Herr Ackermann wird vom Bund fürstlich entlöhnt. Dafür erwarte ich aber, dass man ehrlich, offen und transparent mit der Bevölkerung kommuniziert.

Und wenn wir schon bei der Kommunikation sind: Diese müsse eindringlicher werden, findet Ackermann. Zwar gebe es erste Hinweisse, dass die Bevölkerung die strengeren Massnahmen befolge, aber wenn sich jetzt nicht alle daran halten, laufe man Gefahr, das nicht jeder Patient behandelt werden könnte. Am 06.11.2020, als Ackermann diese Aussage machte, betonte er auch noch, dass am 10. November die maximale Kapazität der zertifizierten Intensivbetten erreicht sein würde.

Wir haben heute den 14.11.2020 – und nichts von alldem ist eingetroffen. Danke Herr Professor Doktor Ackermann…

Und dann wundert er sich tatsächlich, dass er für seinen Alarmismus kritisiert wird: Es war Bundesrat Ueli Maurer, der die allgemeine Expertengläubigkeit bei Corona kritisiert hat. Die Experten seien einseitig.

Ackermann wehrt sich: die wissenschaftliche Taskforce sei sehr breit abgestützt und Gesundheit, Wirtschaft und Freiheit müssten in dieser Pandemie Hand in Hand gehen. Das berücksichtige die Taskforce bei ihren Empfehlungen.

Die Taskforce übrigens, die nur wenige Tage vorher (06.11.2020) erklärt hat, die Massnahmen des Bundes reichten nicht aus, erklärte am 12.11.2020, im Rahmen dieses Alarmismus-Dementi, dass sich die Lage stabilisiere und man auf neue Empfehlungen verzichte:

Quelle: SRF

Zwei Tage später, nämlich am 14.11.2020 dann der nächste Hammer: „Corona-Taskforce fordert weitere Massnahmen“.

Obwohl am 12.11.2020 noch klar gesagt wurde, man verzichte auf weitere Empfehlungen. Heute hü, morgen hott und übermorgen?

Ich frage mich natürlich schon, warum wir dieser Taskforce noch glauben, warum der Bundesrat dieser Taskforce noch vertraut. Was hat die Taskforce davon, wenn sie so einen Zickzackkurs fährt? Ist es Geltungsdrang? Ist es die Macht? Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, dann gib ihm Macht. Gut danke, ich habe verstanden wie Ackermann funktioniert, ihr könnt ihn wieder versorgen. Dahin wo er hergekommen ist – ins Labor.

Dort macht Martin Ackermann als Mikrobiologe bestimmt gute und auch ganz wichtige Arbeit. Das zweifelt niemand an. Aber die Führung dieses Landes gehört sieben anderen Personen – Personen, die von Volksvertretern gewählt werden. Nicht von Lohnempfängern der Eidgenossenschaft.

An dieser Stelle möchte ich dann doch noch die breit abgestützte Corona-Taskforce etwas anzweifeln. Das Leitungsteam besteht aus:

Prof. Dr. Martin Ackermann (PhD), Mikrobiologe
Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Bütler, Doktorin der Ökonomie und Professorin für Volkswirtschaftslehre
Prof. Dr. med. Samia Hurst, Medizinerin und Ethikerin, Direktorin des Instituts für Biomesizinische Ethik an der Universität Genf
Prof. Dr. med. Manuel E. Battegay, Chefarzt am Unispital Basel, Infektiologie und Spitalhygiene.

So, da haben wir als Mediziner auf dem Papier mal Frau Dr. med. Samia Hurst. Sie war Assistenzärztin, wollte Onkologin werden. Doch ihr Chef empfahl ihr damals, nicht in Richtung Onkologie zu gehen, sondern sich auf Bioethik zu spezialisieren. Nach dem Erwerb des Facharzttitels in innerer Medizin, holte sie sich das bioethische Rüstzeug am Departement für Bioethik des National Institute of Health in Bethesda in den USA (Quelle: Tagi). Respekt, die Frau hat Medizin studiert und sich anschliessend im Bereich Ethik spezialisiert. Ich wage allerdings zu behaupten, dass Hurst nach ihrem Erwerb des Doktortitels in Medizin, mit Medizin so viel zu tun hatte, wie ich mit dem kaufmännischen Bereich seit meinem HMS-Abschluss… Ich stelle mir die Frage, wie viel Patientenkontakt hat Frau Professor Doktor Hurst wirklich noch?

Und dann der zweit Arzt: Prof. Dr. med. Manuel E. Battegay. Er ist Chefarzt am Universitätsspital in Basel im Bereich Infektiologie und Spitalhygiene. In dieser Tätigkeit ist Battegay auch involviert in die Betreuung von Patienten mit meist schweren Infektionskrankheiten.

Ihn kann man wenigstens als praktizierenden Arzt zählen. Eigentlich der einzige in der Leitung der Taskforce. Hat sich schonmal jemand überlegt, auf Ärzte zu hören, die tagtäglich mit Otto-Normalverbraucherpatient zu tun haben? Wie eben Frau Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf?

Der Ebikoner Facharzt Andreas Heisler etwa musste ein Aufsichtsverfahren über sich ergehen lassen, weil er an Anti-Corona-Demonstrationen teilnahm und im Netz verbreitete, dass er gegen Schutzmasken sei und Dispensationen ausstelle, damit seine Patienten keine solche tragen müssen. Aber warum er das tut, warum er diese Überzeugung hat, diesbezüglich hat ihn niemand angehört (Quelle: pilatustoday).

Auch in den Kantonen St. Gallen, Graubünden und Aargau wurden Verfahren gegen Ärzte eingeleitet. Diese Ärzte sind nicht mehr und nicht weniger Mediziner als jene in der Taskforce – aber sie vertreten nunmal eine andere Meinung. Warum das aber so ist, lässt man sie nicht sagen.

Dieser, Ende September veröffentlichte Artikel, spricht schon von einer wachsenden Anzahl Corona-kritischer Ärzte. Doch anstatt diese anzuhören, verbietet man ihnen den Mund. Und der der Verband FMH hat offenbar in einem Schreiben festgehalten, dass man vollumfänglich hinter den Corona-Schutzmassnahmen stehe. Wo bleibt da die Meinungsfreiheit? Wo bleiben da die Expertenmeinungen? Ich als Laie vertraue doch eher den Aussagen meines Hausarztes oder meines behandelnden Arztes (z.B. wegen meiner MS), als einem Petrischalen-Kafeesatz-Leser, der mir mit Aussagen wie: „Wir haben keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ausreichen“, was für mich nichts anderes heisst als: „Eigentlich haben wir keinerlei wissenschaftliche Hinweise darauf, ob die Massnahmen überhaupt etwas nützen“.

Für mich ist die ganze Übung basierend auf „try and error“. Wir tun es mal, frei nach dem Motto „nützt nüt, schad’s nüt“. Aber das stimmt so eben nicht: Wie viele Menschen kämpfen mit psychischen Problemen? Wie viele Menschen können nachts nicht schlafen, weil sie Existenzängste haben? Wie viele, vor allem ältere, Menschen sterben, weil sie vereinsamen? Darüber spricht niemand. Das BAG hat zwar die Auswirkung der Covid-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung wissenschaftlich untersucht – aber eben wieder nur auf dem Papier. Corona verkommt immer mehr zum Papiertiger. Zugegebenermassen ein bissiger Tiger, aber dennoch: Papier. Papier, Macht und Geld dominieren in diesen Krisenzeiten.

Das zeigt die Aussage von Roche-Chef Christoph Franz, der sich für einen Impfzwang ausspricht. Mich würde es ja nicht wundern, wenn Roche den Impfstoff zurückbehält, führt der Bundesrat den Impfzwang nicht ein…

Ich bin kein Impfgegner, aber Zwang? Und wenns so kommen sollte: Erpressung? Das kann ich nicht befürworten.

In Österreich übt derweil Kanzler Kurz den Diktator: „Treffen Sie niemanden!“

In Italien wollen Sie die Weihnachtsfeiern einschränken – die spinnen, die Römer:

Und was macht die Schweiz? Dümpelt weiter orientierungslos vor sich hin und wartet darauf, dass der Bundesrat merkt, dass ihm sein „Arbeitgeber“ – das Volk – in keinster Weise mehr vertraut.

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