COVID-19

Dementi von Waeber-Kalbermatten

Ohalätz! Da schlug eine Nachricht aber gewaltige Wellen. Die Nachricht, ein über 80-jähriger Patient mit starken Covid-19–Symptomen sei in Sitten abgewiesen worden (die NZZ berichtete) hat sich verbreitet wie ein Lauffeuer.

Jetzt hat sich die Walliser Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten zu Wort gemeldet: „Genügend Platz auf Intensivstation“ titelt 1815.ch mit einem Zitat der SP-Staatsrätin.

Es würden keine Covid-Patienten abgewiesen im Wallis, das stimme nicht. Und auch wenn die Lage angespannt sei und sowohl Ärzte als auch Pflegepersonal unter grossem Druck stünden, Intensivbetten habe es im Kanton genügend.

Auch dass in Sitten die Ärzte bereits eine Auswahl treffen müssten, wer aufgenommen wird und wer nicht, stimme nicht. Jeder Patient bekomme die Behandlung, die er brauche.

Seien wir mal ehrlich. Jede andere Aussage einer Gesundheitsdirektorin hätte überrascht. Frau Waeber-Kalbermatten sagt hier exakt das, was man von ihr erwartet. Ob es wahr ist, weiss ich nicht.

Es gibt ergo zwei gegensätzliche Aussagen, nämlich die von Bienvenido Sanchez aus dem Spital Sitten und die seiner obersten Chefin, der Walliser Gesundheitsdirektorin.

Aus neutraler Beobachtersicht steht es also Aussage gegen Aussage.

Ich masse mir an dieser Stelle nicht an, zu entscheiden, wer nun Recht hat und wer nicht. Ich stelle mir nur die Frage, welchen Grund hätte der Leiter der Intensivabteilung des Spitals Sitten, solche Aussagen zu machen, wenn es gar nicht stimmt? Wird es für ihn Konsequenzen haben, sollte er wirklich gelogen haben? Ich meine, für jeden anderen Angestellten in jedem anderen Betrieb wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung…

Fest steht auch, dass Vorfälle wie dieser, unabhängig davon, wer gelogen hat, das Vertrauen in unsere Regierung und in unser Gesundheitssysstem nicht fördern. Und das ausgerechnet jetzt, wo dieses Vertrauen so wichtig wäre….

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