COVID-19

Wie uns „das System“ das Bewusstsein klaut

Bewusstsein, was heisst das eigentlich? Ich habe, um eine einfache und verständliche Erklärung zu finden, mal ein Kinderlexikon gefragt als Erklärungen findet man da unter Anderem Aussagen wie die Folgenden:

„Wer ein Bewusstsein hat, kann fühlen, sehen, hören, schmecken, denken und vieles mehr.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Das Bewusstsein ist also ein wichtiger Unterschied zwischen einem Lebewesen und einem Ding“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Manche Maschinen wie Roboter wirken so, als hätten sie ein Bewusstsein. Das Bewusstsein wird dort aber nur durch technishe Tricks vorgegaukelt.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Das wichtigste Organ für unser Bewusstsein ist das Gehirn.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Wenn man vom Bewusstsein spricht, meint man häufig auch, dass man sich über etwas Bestimmtes im Klaren ist.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

Wer eher auf die wissenschaftliche Erklärung steht, findet hier eine mögliche Variante.

Ich komme zum Schluss, dass unser Bewusstsein durch unser Hirn gesteuert ist und dass es dafür verantwortlich ist, wie wir etwas sehen oder schmecken, warum wir Dinge tun oder eben nicht und wie wir die Welt um uns herum – und noch viel wichtiger – uns selber darin sehen.

Wie treffend für die aktuelle Corona-Situation. Es ist unser individuelles Bewusstsein, das steuert, wie wir über die Situation denken und wie wir damit umgehen wollen. Jeder für sich – ein Individuum. So weit so gut – in einem freien Land, wie ich bis anhin dachte, dass es auch die Schweiz ist.

Alles für das System

Es ist aber leider nicht überall so. In einigen Ländern – und ich nehme bewusst das Beispiel von China, Korea und Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Diese Beispiele sind aber nicht abschliessend, allerdings wohl jene, die alle verstehen.

In China und Korea ist es bis heute noch so, da gibt es de facto keine Individuen – da funktioniert und bestimmt das System. Alle Menschen funktionieren für das System. Als Beispiel: Sie akzeptieren widerspruchslos die 6-Tage-Woche, denn keiner will sich outen als einer, der gegen das System arbeitet. Vielleicht ist man nicht einverstanden damit – aber man tut es um in der Gesellschaft akzeptiert zu sein. Man kuscht aus der Überzeugung heraus, solidarisch zu sein. Aber: vielleicht ist das gar nicht notwendig. Vielleicht würde man ja den Mitmenschen einen Gefallen tun, wenn man zeigte, dass man mit etwas nicht einverstanden ist und könnte sogar Gleichgesinnte finden – wer weiss.

Ganz brutales aber sehr anschauliches Beispiel ist der Nationalsozialismus unter Hitler. Ich meine, seien wir mal ehrlich. Wirklich gut hat niemand gefunden was er getan hat. Aber man hat es grösstenteils akzeptiert. Für das System. Weil Hitler glaubhaft machen konnte, dass seine Massnahmen notwendig sind, damit es dem System wieder gut geht. Und klar hat sich niemand dagegen gewehrt, man war ja nicht lebensmüde. Und so kreierte Hitler damals eine Horde von Ja-Sagern, die ihm bildlich gesprochen kopfnickend hinterherliefen – und alle haben das eigene Bewusstssein ausgeblendet – für das System und aus Solidarität.

Die Geschichte wiederholt sich

Und was genau hat jetzt das mit der heutigen Corona-Situation zu tun? Ja, es ist vermessen Corona mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen – mindestens so vermessen, wie sie einer Spanischen Grippe gleichzustellen. Aber es geht um das Prinzip. Die Menschen funktionieren noch immer gleich. Sie hätten – und ich sage bewusst hätten – ein eigenes Bewusstsein. Ein Bewusstsein, das ihnen sagt „ja, ich glaube Covid-19 ist furchtbar gefährlich und all diese Massnahmen sind für mich verhältnismässig und darum befolge ich sie“ oder ein Bewusstsein, welches ihnen sagt: „Ja, an Covid-19 zu erkranken ist sicher nicht angenehm, aber krank zu sein ist nie ein Spass, aber vielleicht ist das jetzt einfach eine neue Krankheit (wie es die Influenza auch einmal war), mit der wir nun leben müssen und solange wir keine Impfung haben, machen Schutzmassnahmen sicher Sinn. Soll jeder schauen wie er sich schützt, ich persönlich fürchte mich nicht so davor und brauche daher auch keine Maske zu tragen. Weder im ÖV noch beim Einkaufen oder sonst wo.“ Und dann gibt es die Dritten, deren Bewusstsein vielleicht sagt: „Das ist alles künstlich kreiert, wir werden nur angelogen, alles Manipulation.“ – Auch eine Sichtweise.

Worauf ich hinaus will ist: Jeder beurteilt seine Situation doch individuell. Kann sich eine eigene Meinung bilden und sein Verhalten entsprechend anpassen. So wie es für ihn stimmt.

Anders sieht das im Moment unsere Regierung. Der Bundesrat und das BAG diktieren Massnahmen vor, die vielleicht gerechtfertigt sind – aber doch nicht zwingend. Dass sie uns eine Empfehlung abgeben ist ja noch okay und dann soll jeder für sich entscheiden, wie und ob er sich schützen will. Aber das BAG und der Bundesrat (vor allem das BAG, wenn wir ehrlich sind), haben es geschafft, dass die Bevölkerung gar nicht mehr weiss wie es ist, ohne Maske im ÖV zu sitzen, sich zur Begrüssung die Hand zu geben, sich nicht nur mit 1,5 Metern Abstand zu begegnen, ohne komische Plexiglasscheiben überall zu leben. Ich wage fast zu behaupten, diese Dinge wurden der Bevölkerung indoktriniert.

Nun, warum hat das so vorzüglich geklappt? Weil die Leute Angst hatten. Das verstehe ich – wir wussten alle nicht, was uns da mit diesem Covid-19-Virus erwartet. Aber man hat diese Angst ausgenutzt. Den Moment abgepasst und die Menschen in eine Situation der subjektiven Sicherheit gedrängt. Ohne zu wissen, ob die Masken wirklich nützen. Ohne zu wissen, wo die meisten Ansteckungen tatsächlich passieren. Aber im Wissen, dass vor allem ältere und bereits vorerkrankte Menschen gefährdet sind und dann an die Solidarität aller anderen appelliert haben: „Ihr tragt die Maske nicht für euch, ihr tut das für eure Mitmenschen, für die Gesundheit der Gesellschaft.“ Oder übersetzt: Für das System. Merkt ihr etwas?

Es wird der Bevölkerung ein schlechtes Gewissen eingeredet. „Wenn ihr das nicht tut, sterben Menschen.“ Und wir tun es. Ohne uns im Klaren zu sein, warum eigentlich. Und nun bin ich wieder beim Anfang: Wir verlieren das Bewusstsein. Im Wörterbuch wird „Bewusstsein“ auch erklärt als: „Gesamtheit der Überzeugungen eines Menschen, die von ihm bewusst vertreten werden.“

Dieses Bewusstsein haben wir verloren. Der springende Punkt für mich ist „eines Menschen“ – es heisst nicht, eines Systems sondern „eines Menschen“. Doch wir verdrängen unser eigenes Bewusstsein und damit auch unser Bedürfnis nach Individualität, da wir inzwischen darauf getrimmt sind, alles für die anderen und für das System zu tun.

Klarer Bewusstseinsverlust

Ein Beispiel: Kürzlich wurde in der NZZ eine Kolumne publiziert, die zu Diskussionen anregte. Warum? Der Kolumnist hat es gewagt, die Frage zu stellen, was denn sei, wenn all die „Covidioten“ Recht behalten. Das Resultat: Der Artikel wurde x-tausend Mal angeklickt, geteilt und erntete viel Beifall. Nicht von Verschwörungstheoretikern (von denen ich übrigens auch nicht viel halte), sondern von Menschen, die einfach Fragen stellen – Fragen, die niemand beantworten kann oder will.

Doch heute dann wird bekannt: Es war die letzte Kolumne, die der Kolumnist, der doch immerhin sechs Jahre bei der NZZ war, für die Zeitung geschrieben hat. Man hat ihn geschasst. So etwas ist ungeheuerlich. Da schreibt ein Journalist im Auftrag einer der renommiertesten Zeitungen der Schweiz einen Text. Dieser wird von der Redaktion für gut befunden und publiziert und danach wird ihm gekündigt? Echt jetzt? Ich meine, da hat sich jemand bewusst dafür entschieden, den Text zu publizieren. Warum? Weil er neutral war, mit kritischen Fragen aber nicht ausschliesslich und weil genau da die Aufgabe der Medien ist: beide Seiten gleichermassen aufzuzeigen, Fakten darzulegen, zu hinterfragen, so dass sich der Leser seine eigene Meinung bilden kann. Guter Entscheid.

Schlechter Entscheid hat die NZZ offenbar einige Tage danach beschlossen. Warum? Das System akzeptiert solche Artikel nicht. Kritisch hinterfragen? Noch werden wir dafür nicht standesrechtlich erschossen…. aber dafür gekündigt. Und Schuld ist: das System.

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