COVID-19

Tagi hetzt gegen Marco Rima

Erst kürzlich habe ich einen Blog geschrieben, in welchem es darum geht, dass die Meinungsfreiheit beschnitten werden soll und der Bund ein Gesetz gegen Fake News prüft. Darin geht es unter anderem darum, dass Hetz-Influencer keine Chance haben sollen. Man will dem Beispiel Deutschland folgen, wo etwa Hassreden und Fake News von den sozialen Netzwerken gelöscht werden müssen. Nun, was ich davon halte, darüber habe ich mich inzwischen zu genüge ausgelassen.

Aber ich muss schon sagen, dann müsste man konsequent sein und auch vom Tagesanzeiger (im Folgenden kurz Tagi genannt) verlangen, dass er seine Artikel, welche gegen bestimmte Personen hetzen, vom Netz nimmt. Und sollte ein solcher Artikel in einer Printausgabe veröffentlicht worden sein, ist eine Richtigstellung zu verlangen. Denn jemanden, nota bene eine Person des öffentlichen Lebens, als „Clown“ und „Verschwörngsmystiker“ zu bezeichnen ist nichts anderes als eine öffentliche Denunzierung, persönlichkeitsverletzend, Rufmord und im Fall von Marco Rima könnte es sogar geschäftsschädigend sein. Im Normalfall würde dies strafrechtlich verfolgt.

Marco Rima – nicht alle finden ihn lustig. Ich persönlich mag seinen Humor. Ich finde dafür andere Komiker nicht wirklich unterhaltsam. Namen nenne ich hier keine. Geht niemanden etwas an und ich will auch niemanden in irgendeiner Weise schlechtmachen. Für einmal hat sich Rima aber nicht nur von seiner lustigen, sondern auch von einer ernsthaften – ja fast schon melancholischen – Seite gezeigt. In düsterer Stimmung spricht er über die aktuelle Situation in unserem Land. Über Corona, die Krise, den Lockdown, die Maskenpflicht und er hinterfragt. Überzeugt Euch selbst:

Das erste Video von Marco Rima zur Corona-Krise.
„Ich weiss es nicht“ – das Video von Marco Rima ging viral.

Was Marco Rima hier tut, ist nichts anderes als Fragen aufzuwerfen. Fragen, auf die uns bis heute niemand Antwort gegeben hat. Und ja, er zieht es mit der penetranten Wiederholung von „ich weiss es nicht“ bis zu einem gewissen Grad ins Lächerliche. Aber er darf das. Warum? Weil er Komiker ist. Weil man es von ihm auch erwartet.

Marco Rima beweist hier viel Mut, sich als Person des öffentlichen Lebens gegen den Strom zu stellen. Nicht einfach alles abzunicken was aus Bundesbern kommt, braucht heutzutage eine gewisse Selbstüberzeugung. Aber Rima beweist nicht nur Mut, er macht auch Mut. Er bestärkt die Bevölkerung darin, zu hinterfragen, den eigenen Verstand einzuschalten. Etwas, das in unserer Bundesverfassung festgeschrieben steht.

Er macht sich die „Meinungsfreiheit“ zu Nutze. Noch gilt diese nämlich in unserem Land. Und da gibt es kein Richtig oder Falsch. Rima leugnet weder die Krankheit noch die Pandemie. Er unterstellt auch niemandem, dass dies eine künstlich herbeigeführte Pandemie sei. Nein. Er stellt lediglich fest. Er stellt Tatsachen fest, welche jeder Einzelne von uns auf der Webseite des BAG nachlesen kann. Tatsachen, die sich nicht leugnen lassen.

Wir stapelten keine Leichen, unsere Spitäler waren zu keinem Zeitpunkt überfüllt (überfordert schon, fragt sich nur womit), die Sterberate in der Schweiz ist während der Coronakrise im Vergleich zu den Grippejahren 2015 und 2017 nicht höher – schon gar nicht bei den U65-Jährigen.

Da sind gewisse Vorschriften und Handlungsrichtlinien, die vom Bundesrat herausgegeben werden, schon fragwürdig. Fragwürdig heisst aber nicht zwingend schlecht oder falsch. Es heisst lediglich: sie sind es würdig hinterfragt zu werden. Das Ergebnis ist offen. Jeder kann sich darauf seine eigene Meinung bilden. Das Material wäre da, die Zahlen des BAG und des BFS sind öffentlich. Man müsste sich nur mal damit befassen. Sich Gedanken dazu machen, wie sinnvoll es ist, wenn man im Zug alleine im Viererabteil sitzt mit Maske und anschliessend mit Freunden im Restaurant essen geht…

Roger Schawinski ist nicht für den zimperlichen Umgang mit seinen Interviewgästen bekannt. Jeder, der sich auf ein Interview mit Schawinski einlässt, ist sich im Klaren darüber, worauf er sich einlässt und kann damit umgehen. Schawinski ist nun mal extrem. Paradox, dass ausgerechnet er in seinem Gespräch Rima „extrem“ nennt. Aber wie gesagt, von Schawinski erwarten wir alle nichts Anderes.

Dass anschliessend der Tagi einen vernichtenden, nota bene wertenden Artikel über die Sendung schreibt, der im kommentierenden Stil verfasst aber nicht als Kommentar gekennzeichnet ist, erachte ich als skandalös. Es ist nicht am Tagi zu entscheiden, ob die Sichtweise bzw. die Meinung von Rima richtig oder falsch ist. Dennoch finden sich folgende Aussagen in diesem Artikel, den ihr hier als Kopie nachlesen könnt:

  • „Rimas Ausführungen sperren sich jeglicher Logik…“
  • „…wie Rima auf dem Höhepunkt seiner einstündigen Selbstdemontage….“
  • „…in der er sich endgültig zum traurigen Corona-Clown der Verschwörungsmystiker machte.“

Einen solchen Artikel, bei allem Respekt vor der Medienfreiheit, zu publizieren zeugt von absoluter Unprofessionalität, Verzweiflung und Hörigkeit gegenüber dem Staat. Mit unabhängigen Medien hat das nichts mehr zu tun. Und für die direkte Demokratie ist die Unabhängigkeit der Medien essenziell. Das sagt sogar der Verlegerverband Schweizer Medien.

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