COVID-19

Der Wind hat sich gedreht

So langsam aber sicher werden die kritischen Stimmen gegenüber dem Bundesrat, den Massnahmen, der Maskenpflicht und der allgemeinen Corona-Panik lauter. Das freut mich persönlich sehr. Denn es gibt wirklich viele Dinge, die hinterfragt werden müssen.

Bestätigt hat mir das eine Newsmeldung von heute Morgen, in welcher stand, dass Belgien die Schweiz wieder im besseren Corona-Licht sieht: Luzern, Schaffhausen und Thurgau sind von der Risikoliste des Königreiches verschwunden. Das hat natürlich alles gar nichts mit der Aussage von Bundesrat Berset vom Mittwoch zu tun, in welcher er in Aussicht stellt, dass Belgien bald schon von der Quarantäne-Liste der Schweiz verschwinden soll…

Ich habe mich in den letzten Stunden auch gefragt, was dieses Theater mit Frankreich soll. Gemäss Blick verzeichnet das Land seit Tagen mehr als 60 Neuinfizierte. Damit ist Frankreich das erste Nachbarland, welches den Grenzwert überschreitet, welchen die Schweiz für Risikostaaten festgelegt hat. Ergo, Frankreich gehört auf die Quarantäneliste des Bundes.

Doch für Nachbarn sollen andere Regeln gelten. Auch in der Pressekonferenz vom 02. September hat BR Berset betont, dass Frankreich noch nicht auf diese Liste kommt – nicht zuletzt, weil viele Kantone auf die Grenzgänger angewiesen sind… Aha. Und diese Grenzgänger sind jetzt weniger gefährlich als andere französische Staatsbürger? Oder ist es vielmehr ein Lieferant für ein Maskenargument? Frei nach dem Motto „wir haben Grenzgänger aus einem Risikoland in der Schweiz, also ist jetz Maske an Arbeitsorten Pflicht“.

Der Bundesrat sinniert jetzt über eine Sonderlösung nach, während die EU versucht die Reisebeschränkungen innerhalb des Schengen-Raums zu vereinheitlichen.

Wir stellen fest, über Corona diskutiert wird nur noch auf politischer Ebene. Die Entscheide fallen aufgrund von politischen Überlegungen und nicht mehr aufgrund der Besorgnis um die eigene Bevölkerung. Man weigert sich, das Zepter aus der Hand zu geben. Man hat an der Macht geleckt und es hat geschmeckt.

Kehrtwende in der Berichterstattung

Sogar in der NZZ fragt man sich, wo der Wolf bleibt, den man grossartig angekündigt hat und befürchtet sogar, dass die sogenannten „Covidioten“ sogar Recht gehabt haben könnten…

20 Minuten indes berichtet über den deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn, der rückblickend die Läden nicht mehr schliessen würde und offenbar wird auch in der Schweiz der Nutzen des Lockdowns hinterfragt.

Hier stellte das Blatt Pietro Vernazza, Infektiologe und Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen, drei Fragen. Und auch sein Fazit ist klar. Zusammengefasst meint Vernazza, dass er Lockdown damals sicher notwendig war, doch er wirft ebenfalls in die Waagschale, dass man das Virus analog der Schweinegrippe womöglich überschätzt habe.

Vor diesem Hintergrund finde ich es fahrlässig, dass der Bundesrat mittels dem Covid-19 Gesetz seine Macht, die „Besondere Lage“, gesetzlich bis Ende 2021 festschreiben will. Es gibt keine Grundlage dafür, dass das in dieser Form notwendig ist.

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