COVID-19

Gelobt seien die Lieferdienste

So, jetzt hat es also auch mich erwischt. Ich lebe im Kanton Wallis und ab dem 31.08.2020 herrscht in Einkaufsläden Maskenpflicht. Im gleichen Atemzug heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung aber: „Die Zahlen sind zurzeit nicht alarmierend, aber es müssen Anstrengungen unternommen werden, um diesen Anstieg zu kontrollieren und so die Notwendigkeit schärferer Massnahmen zu vermeiden.“

Der Kanton begründet also die Makenpflicht auf „nicht alarmierenden Zahlen“. Ja, das klingt logisch. *Ironie aus*

Es fehlt allerdings die Angabe, wie lange diese Maskenpflicht gelten soll. Einen Monat, wie im Kanton ZH? Der hat die Maskenpflicht vorerst bis Ende September eingeführt. Ende Jahr? Sowie im Kanton Basel-Stadt? Man lässt es bisher (Stand 6.08.2020, 2245) offen.

Ich für meinen Teil habe ganz klar entschieden, ich werde, wenn es nicht sein muss, keinen Laden mehr betreten. Und Onlineversand sei Dank MUSS ich auch nicht mehr in Läden einkaufen gehen. Von Lebensmitteln über Werkzeuge, Möbel, Kleidung, Schmuck, Beautyartikel bis hin zu Medikamenten kann ich mir alles liefern lassen.

Ich habe heute mal damit angefangen, dass ich in die Apotheke meines Vertrauens ging, wo für diverse Medikamente, die ich regelmässig einnehmen muss (eigentlich sind es Vitamine wie Calcimagon und Vi-De3), ein Rezept auf meinen Namen hinterlegt ist. Ich habe gleich von allen Medikamenten zwei Schachteln mitgenommen – so spare ich mir den Gang in die Apotheke sicher bis Ende Jahr – und bis dahin sieht vielleicht alles schon wieder ganz anders aus.

Mir tun halt nur die KMU leid, die keinen Versand anbieten können – die davon gelebt haben, Kunden zu beraten. Aber wenn keine Kunden mehr kommen, weil keiner Maske tragen will, dann gehen diese Unternehmen ein. Das scheint aber irgendwie keiner wirklich zu bedenken. Ja klar, soeben hat mir einer auf Facebook den Vorwurf gemacht, es sei nicht fair, wenn ich jetzt die Läden boykottiere, die können ja nichts dafür. Das ist richtig, aber ich habe nunmal die Hoffnung, dass wenn viele so handeln wie ich und den Läden wirklich die Kunden fehlen, dass die Ladenbesitzer endlich aus ihren Schneckenhäusern gekrochen kommen und sich bemerkbar machen, sich gemeinsam mit mir und den Menschen die gleich denken wie ich (und ich glaube es sind mehr als es zugeben) gegen diesen willkürlichen Mist aufstehen.

Solidarität zeigt sich nicht mit einer Maske sondern darin, dass man gemeinsam für unsere Rechte einsteht!

Viren machen Halt vor Restaurants und Bars

Wie komme ich dazu, das Ganze willkürlich zu nennen? Im Kanton Wallis (es ist nicht überall gleich) ist es so, dass diese Maskenpflicht nicht in „Hotel- und Gaststättengewerbe und den Betrieben, die dem Gesetz über die Beherbergung die Bewirtung und den Kleinhandel mit alkoholischen Getränken“ unterstellt sind. So, in Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und wie sie alle heissen, müssen wir Masken tragen, weil wir uns da in der Regel so nah und so lange aneinandergedrängt aufhalten, dass eine Infektion mit Covid-19 sehr wahrscheinlich ist.

In einem Hotel- Restaurant- oder Barbetrieb ist das natürlich ganz anders. Die Viren verdienen ja kein Geld, die können sich Hotel- und Restaurantaufenthalte gar nicht leisten. Ergo, im Restaurant und in der Bar können wir zu vielt mehrere Stunden, relativ nahe beieinander verbringen und müssen uns nicht vor einer Ansteckung fürchten. *Ironie aus*

Bitte entschuldigt, wenn mein heutiger Blog etwas ironisch daherkommt, aber ehrlich gesagt weiss ich so viel Arroganz echt nicht mehr viel entgegenzusetzen als Ironie.

Ich betone es gerne immer wieder: Auch wenn das Covid-19-Gesetz des Bundesrats etwas entschärft worden ist. Es will die aktuell stattfindende Willkür für über ein Jahr gesetzlich festschreiben. Die Übermacht des Bundesrats wäre dann verschriftlicht und ob er sich dann Ende 2021 tatsächlich von der Macht lösen kann, wage ich noch zu bezweifeln.

Bitte liebe Politiker (und Leute die Politiker kennen), nehmt Einfluss. Sorgt dafür, dass das Parlament endlich und wahrhaftig beweisen kann, dass sie das sind, was sie eigentlich sein sollten: VOLKSVERTRETER.
Das Volk macht das Theater nämlich nicht mehr mit. Uns reichts.

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