Multiple Sklerose

Es kommt auf die Einstellung an

So, jetzt komme ich mal dazu auch etwas im MS-Blog zu schreiben – bisher hat sich ja alles nur um Covid-19 gedreht. Und seien wir mal ehrlich diesen Blog gibt es zwar dank der Krise, weil ich irgendwie das Bedürfnis hatte, meine Meinung, meine Recherchen los zu werden… Aber eigentlich könnte ich über vieles mehr berichten.

Es endet aber leider so, dass ich als MS-Betroffene notgedrungen immer wieder mit dieser Covid-19-Thematik konfrontiert werde. In der Zwischenzeit haben wenigstens meine Neurologen verstanden und akzeptiert, dass ich mich nicht als Risikopatient sehe – vor allem aber nicht als solcher fühle.

Ich lebe noch immer im kindlichen Glauben, das Virus nimmt vor meinem Immunsystem schreiend Reissaus. Mein Immunsystem wartet doch nur darauf, etwas anzugreifen, das wirklich böse ist. Dann hat es wenigstens etwas zu tun und greift nicht mich an….
Ja, es ist eine kindlich/bildliche Vorstellung. Aber wisst ihr was? Mir hilft sie. Mir hilft es allgemein, wenn ich positiv eingestellt bin zu der ganzen Sache.

Okay, ich hatte ja auch noch verhältnismässig Glück. Die Medikamente schlagen (nach einer Odyssee 2019) gut an und ich habe ausserhalb der Schübe kaum feststellbare Defizite, ausser meinem Gleichgewicht. Aber das passt schon irgendwie. Da ist es natürlich einfacher, positiv zu bleiben.

Seelische Gesundheit hilft dem Körper

Ich könnte mich jetzt natürlich auch in irgend ein Loch verkriechen, mich selber bemitleiden wie schrecklich alles ist. Meine Überzeugung ist, dass es mir dann wirklich schlechter gehen würde. Wir fangen ja irgendwann mal an zu glauben, was wir uns einreden…(ups, und schon sind wir wieder bei Covid-19).

Nein, ganz ehrlich, jeden Tag geniessen, ihn nehmen wie er kommt und wenn man mal nicht so fit ist, dann ist es eben genau der richtige Tag um mit dem Schatz auf dem Sofa rumzulungern und Filme zu schauen. Und an einem besseren Tag macht ihr vielleicht eine Wanderung in den Bergen. Die Bilder unten sind übrigens alle 2019 in Engelberg entstanden.

Macht einfach worauf ihr Bock habt und macht es mit ganzem Herzen. Dann zieht Euch auch eine monatliche Tysabri-Infusion nicht runter – nicht mal die Menschen mit Gesichtswindel.

Und weil ich ebenfalls einfach mache, worauf ich Bock habe, muss ich jetzt diesen Blogartikel beenden, weil meine Infu ist durch und ich habe Bock auf ein Tattoo…. und das gibt es heute Nachmittag.

„….uf widerläse.

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