COVID-19

Und schon wieder falsche Zahlen

Heute Sonntag, 02.08.2020 hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schon wieder Zahlen zu den Ansteckungen korrigieren müssen.

Während bis anhin der grösste Ansteckungsherd mit 41,6 Prozent der Ansteckungen die Clubs waren, schrumpft diese Zahl auf lediglich 1,9 Prozent. Auch in den Restaurants sollen sich gemäss neuesten Ergebnissen nicht 26,8 sondern lediglich 1,6 Prozent aller positiv getesteten Personen angesteckt haben. Das zeigen die Berichterstattungen von Blick online und 20 Minuten.

Ein furchtbarer Aufreger, wenn man bedenkt, welche Folgen die vorangegangenen Mitteilungen gehabt haben. So hat etwa der Kanton Genf alle Clubs wieder schliessen lassen. War das also gar nicht nötig?

Ausserdem schürten diese Aussagen in der Bevölkerung den Hass gegenüber der jungen Generation, die sich das Feiern und Ausgehen nicht nehmen lassen wollte. Zu unrecht?

Zum Thema freie Meinungsäusserung ist noch zu sagen, dass 20 Minuten auf seinem Portal zu diesem Thema die Kommentarfunktion deaktiviert hat.

Es ist dies nicht die erste Kommunikationspanne des BAG. Schon in früheren Mitteilungen gab es Fehler. So musste mitte Mai ein Tweet mit falschen Zahlen korrigiert werden.

Ende April, also am Ende des ersten Peaks, war das BAG noch der Überzeugung, dass eine allgemeine Maskenpflicht nicht nötig ist – heute wollen sie Masken in Innenräumen zur Pflicht erklären. Der Widerspruch ist offensichtlich.

Am 28. April 2020 berichtet der Tagesanzeiger über einen Fehler in der Corona-Statistik, nach welcher ein 9-jähriges Mädchen und ein 27-jähriger Mann an den Folgen des Virus gestorben seien. Im Wortlaut (für alle die kein Online-Abo des Tagis besitzen) heisst das:

„Ist in der Schweiz erstmals ein Kind an Corona verstorben? Am letzten Samstag tauchte in der Todesfallstatistik des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ein 9-jähriges Mädchen auf. Wenige Tage bevor der Bundesrat am Mittwoch definitiv entscheiden wird, ob und wie die Schulen ab dem 11. Mai wieder öffnen sollen. 

Die Aufregung auf der Redaktion war gross, doch auf Nachfrage stellte sich dann bis zum Sonntag heraus: Es war ein Fehler passiert. In Wahrheit handelte es sich bei der Verstorbenen um eine 109-jährige Frau. «Wir haben bei der Erfassung des Falles das Geburtsdatum versehentlich auf 2011 statt 1911 gesetzt», teilte das Amt mit.

Es ist nicht der einzige Erfassungsfehler. Über mehrere Wochen war in der Statistik des BAG der Tod eines 27-Jährigen aufgeführt. Es wäre der bislang einzige Todesfall in der Schweiz in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gewesen. Inzwischen hat sich herausgestellt: Der Mann war in Wahrheit 87 Jahre alt. Das Geburtsjahr sei vom zuständigen Arzt im Meldeformular falsch eingetragen worden, schreibt das BAG am Dienstag. 1992 statt 1932. Oder war die Handschrift des Arztes einfach unleserlich?“

Es ist dieses Bundesamt, welches den Bundesrat in Sachen CORONA berät. Den Bundesrat, welcher in der Herbstsession im Eilverfahren das Covid-19-Gesetz durchdrücken will. Dazu aber mehr in einem separaten Artikel in den nächsten Tagen.

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