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Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen

Eine Einschätzung von Frau Dr. Kathrin Meffert-Ruf, Fachärztin FMH für Kinder- und Jugendmedizin.

Als schulmedizinisch orientierte Kinder- und Jugendärztin gehöre ich zu den klaren Impfbefürwortern. Impfungen sind eine Nutzen-Risiko-Abwägung.  Impfen ist ein persönlicher Entscheid. Das hat sich für mich auch in Zeiten von Corona nicht verändert.

Meine Meinung zur SARS-CoV-2-Impfung von Kindern – und Jugendlichen: Wer ein hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hat – also Betagte und Vulnerable – soll sich impfen lassen, wenn er oder sie es möchte. Denn schwere Verläufe sind bei Geimpften reduziert.  Für Kinder und Jugendliche ist Covid-19 medizinisch gesehen aber kaum je ein Problem.  Die Verläufe sind milde.  Insbesondere bei der aktuell vorherrschenden Delta- und Omikron-Varianten ist ein Grossteil der Verläufe bei Kindern und Jugendlichen asymptomatisch, PIMS (Ueberreaktion des Immunsystems ein paar Wochen nach Covid-19) gibt es kaum noch. Ein persönlicher medizinischer Vorteil durch die Impfung ist für die Kinder also nicht in ausreichendem Masse gegeben.  

Wie sieht es aus mit dem Benefit für die Anderen? Dieser ist auch nicht gegeben. Denn auch Geimpfte können sich anstecken, krank werden und ansteckend sein. Dass sich das Zertifikat-Regime, welches auf der Annahme basiert, dass Zertifizierte nicht ansteckend sind, immer noch halten kann, obwohl die Grundlage sich nicht als wahr herausgestellt hat, ist mir ein Rätsel und erschreckt mich.

«Kinder und Jugendliche müssten auch geimpft werden, um die Pandemie beenden zu können». Diese Aussage basiert auf der fälschlichen Annahme, dass eine Herdenimmunität erreicht werden könnte.  Coronaviren mutieren aber ständig und kommen auch im Tierreich vor.  Eine Herdenimmunität ist somit unmöglich.  Auch das BAG weiss das und spricht bei den Impfzielen u.a. von einer «Reduktion der Krankheitslast» und nicht von einer Elimination des Virus.  Was die Medien und Politiker aber nicht daran hindert, der Bevölkerung einzutrichtern, dass die Pandemie beendet werden könnte, wenn sich nur alle impfen liessen.

Zurück zur Nutzen-Risiko-Analyse der Corona-Impfungen.  Ob die Corona-Impfungen schaden – was viele Impfskeptiker glauben – weiss ich nicht.  Ich hoffe es nicht.  Was sicher gesagt werden kann:

  • Die Meldungen über unerwünschte Wirkungen sind um ein Vielfaches angestiegen, seit es Corona-Impfungen gibt.
  • Sogenannt harmlose Nebenwirkungen wie hohes Fieber, Glieder-, Kopfschmerzen sind nach Corona-Impfungen deutlich häufiger als bei herkömmlichen Impfungen.
  • Die Moderna-Impfung wurde in vielen europäischen Ländern für unter 30 Jährige zurückgezogen wegen häufiger Herzmuskelentzündungen.
  • Langzeitdaten existieren noch nicht, da es die Impfung erst seit 12 Monaten gibt.  
  • mRNA-Impfstoffe werden zwar schon seit Jahren erforscht, bisher hat es aber noch kein Impfstoff mit dieser neuen Technologie zur Zulassung geschafft.  Die Corona-Impfungen sind die ersten mRNA-Impfungen, die -noch nicht regulär – zugelassen worden sind.

Nicht sehr vertrauensfördernd ist die Tatsache, dass:

  • die Corona-Impfungen nach wie vor nicht regulär zugelassen sind, da die Voraussetzungen für eine reguläre Zulassung nicht erfüllt sind;
  • die Hersteller von ihrer Haftpflicht bei Schadensforderungen befreit wurden.

Aktuell wird immer noch die unveränderte Impfung gegen Covid-19 verimpft, auch bei den Boostern , obwohl das Virus schon mehrfach mutiert ist.  Die häufigen Impfdurchbrüche bezeugen, dass die Impfung nicht so lange und gegen die aktuellen Varianten wahrscheinlich nur noch eingeschränkt wirksam ist. 

Angesichts der geringen gesundheitlichen Bedrohung durch Covid-19 für Kinder und Jugendliche, der eingeschränkten Wirkung und der fehlenden Langzeitdaten kann ich die aktuellen Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche nicht empfehlen.

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