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Perspektive | Blickwinkel

«Betrachtungsweise oder -möglichkeit von einem bestimmten Standpunkt aus; Sicht, Blickwinkel.»

Duden

Auf meiner Startseite habe ich versprochen, eine Plattform zu bieten, auf welcher sich auch meine Leser äussern können. Sie haben dies nicht mittels Kommentarfunktion auf der Webseite, sondern wer sich mit einem der Themen auf dieser Webseite auseinandergesetzt und sich eine differenzierte Meinung dazu gebildet hat, ist dazu eingeladen, mir die Texte und/oder Bilder zu Mailen.

Nach eingehender Prüfung werde ich diese Texte mit Bildern gerne unter der entsprechenden Rubrik publizieren. Änderungen bzw. Anpassungen an den Texten finden nur in Absprache mit dem Autor statt.

Es ist darauf zu achten, dass keine Persönlichkeitsverletzungen vorliegen, dass der Text in einer für den Durchschnittsbürger verständlichen Sprache abgefasst ist und keine Copyrights verletzt werden (Quellenangabe).

Es geht primär darum, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die hier folgenden Beiträge müssen nicht mit meiner Meinung übereinstimmen.

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Aufruf an die Politiker der Schweiz

Die Schweiz ist ein souveränes selbständiges Land, auf welches wir immer Stolz waren. Die Mündigen Bürger Thurgau rufen die Regierung dazu auf, in der Corona-Krise einen eigenen Schweizer Weg, heraus aus der Krise, gemeinsam mit der Bevölkerung zu gehen. Es geht um Mut und Vertrauen in die Bevölkerung. Wir haben unsere Politiker gewählt und ihnen Vertrauen geschenkt. Das ist keine Einbahnstrasse! Jetzt ist es an der Zeit, dass die Politiker dem Volk vertrauen!

Der Schweizer Weg heisst, der Bevölkerung ihre Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zurück zu geben und eine weitere Schwächung unserer Wirtschaft zu verhindern. Wir haben folgende Punkte, die zurück zur Eigenverantwortung führen:

  • Sofortige Abschaffung der Maskenpflicht vor allem bei Kindern aller Altersstufen, weil es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gibt, im Gegenteil die Gesundheit gefährdet.
  • Keine Tests bei gesunden Menschen, da der PCR-Test keine Evidenz besitzt und keine Infektion nachweisen kann.
  • Sofortige Beendigung des Lockdown und Öffnung aller Gastro-Betriebe und Detailhändler, weil diese Schliessungen einen grösseren Schaden in unserer Wirtschaft erzeugen, als durch die Corona-Krise selbst entsteht. Andernfalls fordern wir die Regierung auf, ihre Entscheidung für diese Massnahmen zu begründen. Studien oder andere fundierte Grundlagen vorzulegen, die zu dieser Entscheidung geführt haben und welche Abwägungen getroffen wurden.
  • Freie Impfentscheidung und auch kein indirekter Impfzwang durch Druck von Arbeitgebern, Veranstaltern usw. Diese Impfentscheidung muss nach umfänglicher Aufklärung freiwillig sein!

Wir sind sicher, dass ein Zurück zur Eigenverantwortung durch unsere Forderungen von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen werden! Niemand braucht eine Bevormundung oder das Einmischen in seine Eigenverantwortung für die Gesundheit. Ein Volk kann nicht über Verordnungen und Beschränkungen auf Dauer regiert werden. Schon jetzt gibt es eine Spaltung bei uns in der Schweiz, die muss wieder überwunden werden.

Ein gespaltenes Volk ist ein schwaches Volk!

Gehen wir gemeinsam einen eigenständigen Schweizer Weg wieder heraus aus der Krise!

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Wussten Sie, dass…

Ein Beitrag von Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf, Kinderärztin, Corona-Realistin vom 26.01.2021

…über 95 Prozent der Menschen mit Covid-19 einen milden Verlauf haben (ohne Hospitalisation), 30 Prozent sogar ohne Symptome (Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe Kantonsspital BL (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382)).

…bei gut eingestellten Risikofaktoren (z.Bsp. Asthma, Diabetes, Bluthochdruck) die PatientInnen beruhigt werden können – ein schwerer Covid-19 Verlauf ist deswegen nicht zu erwarten (Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe Kantonsspital BL (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382)).

  • Schon im April wurden die Risiko-Kategorien für Erwachsene deutlich eingeschränkt.  Die entsprechende Liste war schwierig zu finden (Der Bundesrat > Bundesrecht > >COVID-19-Verordnung 2). Im Zusammenhang mit den Impfempfehlungen ist diese Liste der  Kategorien besonders gefährdeter Personen wieder wichtig geworden.  Sie ist zu finden in «Impfempfehlung für mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 (Stand 12.01.21)» von BAG und EKIF auf S. 8.  Menschen mit gut eingestelltem Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma werden nicht als wirkliche Risikopatienten betrachtet.

…auch Senioren über 80 Jahre in 9 von 10 Fällen nach Covid-19 wieder gesund werden.

…Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch SARS-CoV-2 kaum je gefährdet sind (Ausnahmen sind solche mit schwerer Immunschwäche), sie haben häufig wenig oder keine Symptome. Kinder sind nicht Treiber der Pandemie. Corona-Ausbrüche in Schulen mit einer Häufung von Infektionen über alle Klassen und Stufen hinweg gibt es nicht. (Ciao-Corona-Studie Uni ZH) 

…Schulschliessungen den Kindern schadet, v.a. den eh schon benachteiligten, und die  Pandemie nicht relevant beeinflussen (was in Deutschland zu sehen ist).  Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) rät in einem Schreiben an den Bundesrat von einem Verbot des Präsenzunterrichts an obligatorischen wie weiterführenden Schulen ab. (NZZ 21.01.21)

…SARS-CoV-2 am ansteckendsten ist bei Symptombeginn und ein bis zwei Tage davor – nach Symptombeginn nimmt die Ansteckungsgefahr und die Viruslast im Nasopharynx sukzessive ab (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382).  

…das postvirale Syndrom auch nach anderen schweren Virusinfektionen vorkommen kann.  Die Erschöpfung und die Atemnot etlicher Post-Covid-Patienten sind nicht objektiv nachweisbar. (NZZ 16.1.2021)

…sehr viele Menschen Covid-19 schon gehabt haben (in der Schweiz über 500’000 positiv Getestete, die effektive Zahl ist um ein Vielfaches höher).

…Menschen mit durchgemachter Covid-19-Infektion und Menschen mit positiven Corona-Antikörpern in den allermeisten Fällen vor einer erneuten Infektion mit SARS-CoV-2 geschützt sind (in der gleichen Saison) (Lumley et al, online 23.12.20).  Diese Menschen zu impfen oder in die Quarantäne zu schicken ist ohne Evidenz (Prof. Dr. med. Pietro Vernazza, Jan 03, 2021, infekt.ch)

…viele Viren (Influenza, Corona) ständig mutieren und gelegentlich vom Tier auf den Menschen überspringen können (Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, MERS). Der natürliche Verlauf von Viren ist, dass sie durch zufällige Mutationen tendentiell infektiöser, aber weniger gefährlich werden.

…das Immunsystem des Menschen auch für neue Viren gewappnet ist.

…die neue Virusmutante aus Grossbritannien schon seit mindesten Anfang Dezember in der Schweiz nachgewiesen wurde.  Sie soll etwas ansteckender sein, aber nicht gefährlicher. Falls diese Virusmutante wirklich eine grundlegend neue Situation darstellt, welche eine Strategieanpassung erfordert – nämlich Abweichen vom bisherigen massvollen «Schweizer Weg» hin zum Lockdown – müsste aufgrund des Verlaufs der Neuinfektionszahlen dies ersichtlich sein, was nicht der Fall ist.

…2020 mehr Menschen in der Schweiz gestorben sind als in den letzten Jahren (total 74’100), dass aber auch die Gesamt-Bevölkerung und der Anteil der Senioren zugenommen hat. (Analysen, Grafiken Covid-19 Schweiz – 18.01.2021)

…2020 das Sterberisiko für über 65 Jährige geringer war als in den Jahren 2015 (schwere Grippewelle) und 2013.  (Analysen, Grafiken Covid-19 Schweiz – 18.01.2021)

…die beiden Wellen der SARS-CoV-2 Epidemien nicht der einzige Grund für die Erhöhung der Sterblichkeitsrate im Jahr 2020 sind.  Zieht man nämlich die Zahl der mit oder an Covid-19 Verstorbenen von der Gesamtsumme der Todesfälle ab, zeigt sich in den beiden kritischen Phasen auch eine     Übersterblichkeit bei Verstorbenen ohne Corona-Diagnose  (Weltwoche Nr. 02.21). Gründe dafür sind infolge der Massnahmen verschobene Operationen oder Vorsorgeuntersuchungen, Verzicht auf körperliche Betätigung, Mangel an Lebensperspektive, Suizide etc.).

…der Bundesrat per 18.01.2021 gegen den Willen der Kantone und der Sozialpartner präventiv einschneidende Massnahmen verhängt hat (Ladenschliessungen, Home-Office-Pflicht) trotz deutlich rückläufigen Fallzahlen, Hospitalisationen, Todesfälle und R-Wert (NZZ 21.01.21).

…Deutschland trotz rigorosen, seit Wochen andauernden Lockdown-Massnahmen seit dem 07.01.2021 anteilsmässig mehr Covid-19-Todesfälle verzeichnet als die Schweiz. (NZZ 21.01.21)

Wie Sie Ihr Immunsystem stärken können:

  • Gesunde Lebensweise:  ausgewogene Ernährung, täglich genügend Bewegung an der frischen Luft, kein Übergewicht, genügend Schlaf (mindestens 7 Stunden)
  • Verzicht auf gesundheitsschädigende Substanzen (Rauchen, zu viel Alkohol)
  • Vitamin-D-Substitution
  • Echinacea-Einnahme prophylaktisch
  • Freude, gute psychische Verfassung (Angst schwächt das Immunsystem)

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Weshalb jetzt Lockdown

Ein Beitrag von Frau Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf (Stand vom 19.01.2021)

Gegen den Willen der Kantone verschärft der Bundesrat die Massnahmen gegen das Coronavirus. Ab 18.1.21 werden in der Schweiz die Läden geschlossen, und es gilt eine Home-Office-Pflicht.  Weshalb schickt der Bundesrat jetzt die Schweiz in einen zweiten Lockdown?

Auf welchen Grundlagen basieren diese Entscheide, wie schlimm ist die Lage wirklich?

Der Bundesrat stellt bisher ab auf Fallzahlen, Spitalauslastung, Todesfälle und Reproduktionszahl. Aktuell entscheidend ist aber die Coronavirus-Mutation. 

Schauen wir uns mal die Zahlen an:

  1. Fallzahlen

Kommentar:  Die Fallzahlen waren Ende Oktober auf einem Höchststand (mehr als 4 mal so hoch wie jetzt) (2210 im 7-Tageschnitt) und sind seither – mit einer Stagnation anfangs Dezember – regredient. Die befürchtete Zunahme der Fälle über die Festtage ist ausgeblieben, die täglich gemeldeten Neuinfektionen dieser Woche betragen 33% weniger als in der Vorwoche.

Dass das SARS-CoV-2 im nasskalten Dezember nicht einfach verschwindet, erstaunt nicht, da es sich um ein saisonalen Atemwegsvirus handelt.  Im Winter gab es immer schon gehäuft Schnupfen, Husten, Fieber.  Ist der Höhepunkt der Infektionswelle aber überschritten, sind die Zahlen wieder rückläufig.  Das ist bei jeder Grippewelle so.  Auch ohne jegliche Massnahmen.

2. Spitalauslastung

Kommentar: Die Spitalauslastung war Mitte bis Ende November auf einem Höchststand (über 4000 Hospitalisierte) und ist seither rückläufig, im Vergleich mit der Vorwoche um 17% auf aktuell 1997 Hospitalisierte. Die Auslastung der zertifizierten Intensivbetten beträgt 84%, was normal ist, die Auslastung inklusive der Ad-hoc Betten 73%.  Problem sind nicht die Anzahl Betten, sondern der Pflegepersonalmangel, welcher vorbestehend ist und politisch angegangen werden muss unabhängig von Corona. Zudem ist zu erwähnen, dass es neben den aus medizinischen Gründen hospitalisierten COVID-positiven Patienten (also zum Beispiel Patienten mit Sauerstoff-Bedarf oder gar Beatmung) auch solche gibt, die aus sozialer Indikation hospitalisiert sind (vorwiegend alleinstehende Betagte, die nur milde erkrankt sind, aber niemanden haben, der sie während der Isolation zum Beispiel mit Essen versorgt).

3. Reproduktionszahl

Die effektive Reproduktionszahl R gibt an, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Der neuste Wert gilt für den 8. Januar und steht bei 0,81. Das bedeutet, dass hundert Neuinfizierte im Schnitt 81 Personen ansteckten.
Der R-Wert welcher heute berechnet wird, bildet das Infektionsgeschehen schweizweit von vor ca. 10 Tagen ab und ca. 14 Tage für Kantone wegen der Verzögerung zwischen Ansteckung und positive Testergebnis. 

In den meisten Kantonen liegt R aufgrund der bestätigten Fälle (Median) derzeit immer noch über dem von der Swiss National COVID-19 Science Task Force vorgeschlagenen Zielwert von 0,8, welcher zu einer Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen führt, so die Taskforce.

Kommentar:  Die Reproduktionszahl R hinkt der Realität 10-14 Tage hinterher und ist ein sehr ungenauer Wert.  Ob R geeignet ist als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen, ist sehr fraglich.

4. Todesfallzahlen

Kommentar:  Die Zahl der Corona-Verstorbenen war im November auf einem Maximum (bis 100 pro Tag), ist seit Mitte Dezember deutlich rückläufig, aktuell minus 22% im Vergleich mit der Vorwoche. 

Bei der Beurteilung der Zahl der Corona-Toten muss berücksichtigt werden, dass nicht unterschieden wird, ob jemand mit oder an Corona verstorben ist.  Die EU-Definition eines Corona-Toten besagt, dass alle Verstorbenen, welche in den 28 Tagen vor dem Tod einen positiven Corona-Abstrich hatten, als Corona-Tote gelten.  Egal ob sie an Krebs, an einem Herzinfarkt oder wegen Abbruch der Dialyse sterben.  Somit wären es de facto viel weniger Menschen, die effektiv an Corona verstorben sind.

(Zur Auswertung der Todesfallzahlen 2020.)

5. Testkurve

6. Neue Mutation des Coronavirus (VU1-202012/01)

Die zuerst in Grossbritannien und dann auch Südafrika entdeckte Variante von SARS-CoV-2  war anfangs Dezember erstmals in der Schweiz nachgewiesen worden.   Die Mutation, erstmals identifiziert im September 2020, sei potenziell um 70% ansteckender als bisher bekannte Virusvarianten (NZZ 21.12.2020).

Viele Viren mutieren ständig. SARS-CoV-2 verändert im Durchschnitt ein bis zwei DNA-Bausteine pro Monat.  VU1-202012/01 besitzt eine überdurchschnittlich hohe Zahl von genetischen Veränderungen und hat diese zudem in sehr kurzer Zeit angesammelt. Es heisst, die neue Variante könnte sich möglicherweise bis zu 70% schneller ausbreiten als bisher bekannte Coronaviren.  Darauf deuten zum einen die festgestellten Mutationen, von denen manche eine bessere Bindung an menschliche Zellen ermöglichen.  Zum anderen hat sich die neue Virusvariante seit anfangs Dezember in Südengland und London sehr schnell ausgebreitet und wurde dort zur dominierenden Variante.  Erste Daten zeigen, dass die Mutation nicht mit einer erhöhten Infektionsschwere und Sterblichkeit in infizierten Personen einhergeht (NZZ).

Sind die neuen Impfstoffe gegen die Coronavirusmutante bereits wirkungslos?  Dafür gibt es bisher keine Anhaltspunkte. Dies wird derzeit in Zellkulturstudien analysiert.  Zwar sind manche der Mutationen in genau in dem Spike-Protein, das Bestandteil der Impfung ist.  Doch das Impfprotein löst im Körper die Bildung eines Cocktails an Antikörpern aus, die an unterschiedliche Stellen des Spike-Proteins oder auch andere Virusbestandteile andocken.  Selbst wenn nun also manche Antikörper weniger gut an das mutierte Spike-Protein der neuen Virusvariante binden sollten, so bietet dieses trotzdem noch ausreichend Angriffsflächen für andere Antikörper. Zudem gibt es im Körper eine zweite Verteidigungsmannschaft, die sogenannten T-Zellen.  Diese erkennen mit SARS-CoV-2 infizierte Zellen und vernichten sie.  Diese Reaktion ist allenfalls teilweise durch ein  mutiertes Spike-Protein abgeschwächt (NZZ).

Es könnte sein, dass neue Vakzine notwendig sein werden, wenn sich das Virus noch weiter verändert, gemäss bisherigen Erkenntnissen aber nicht in den kommenden Monaten.  Influenza-Viren verändern ganze Abschnitte ihres Genoms, weshalb es jeden Herbst eine neue Impfung braucht. 

Kommentar:

Es wird Angst gemacht mit der Aussage, die neue Corona-Virus-Mutante könnte potenziell um 70% ansteckender sein.  Gefährlicher sei sie nicht. Mittlerweile ist das neue Virus seit mindestens 6-7 Wochen in der Schweiz nachgewiesen.  Gut 2% der aktuellen SARS-CoV-2 Fälle seien auf dieses Virus zurückzuführen.  Das ist nicht gerade viel nach mindestens 6-7 Wochen Zeit, sich auszubreiten und widerspricht etwas der Behauptung, dass die Mutante sehr viel ansteckender sei.

Fazit:

Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Bundesrat gegen den Willen der Kantone jetzt auf eine Verschärfung der Massnahmen drängen, obwohl die Zahlen rückläufig sind und die Corona-Impfung da ist.  Die Strategie der ersten Welle war die Verhinderung des Kollaps des Gesundheitssystems.  Dies ist zum Glück weder in der ersten noch in der zweiten Welle, welche den Zenit hinter sich hat, eingetreten.  Die Zahlen der Neuinfektionen, der Hospitalisationen und der Todesfälle waren im November deutlich höher als jetzt.  Die Intensivstationen (inkl. Ad-Hoc-Betten) waren nie über 81% belegt.  Die Reproduktionszahl R hinkt der Realität 10-14 Tage hinterher, ist sehr ungenau und deshalb als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen nicht geeignet.

Laut Bundespräsident Guy Parmelin sind es nun nicht die Fallzahlen, sondern die neuen, leichter übertragbaren Virusvarianten, die den Bundesrat umtreiben.  Eine rapide Vermehrung wie in Grossbritannien oder Irland wäre hierzulande besonders riskant, weil die gesamten Fallzahlen schon heute hoch sind und das Gesundheitssystem schnell überlastet wäre. Deshalb sei es trotz den enormen Kosten und wirtschaftlichen Schäden besser früh und hart einzugreifen als abzuwarten.

Dass Corona jetzt im nasskalten Dezember nicht einfach verschwindet, erstaunt nicht, da SARS-CoV-2 ein saisonales Atemwegsvirus ist.  Im Herbst und Winter gab es immer schon häufiger Schnupfen, Husten, Fieber und selten auch Komplikationen mit Lungenentzündungen.

«Am ehesten wird sich das pandemische SARS-Coronavirus-S bleibend in die winterlich-endemisch auftretenden respiratorischen Viren wie Influenza und RSV einreihen», so Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe am Kantonsspital BL (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382).

Es kann nicht sein, dass die Swiss National COVID-19 Science Task Force sich unrealistische Ziele setzt (Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen, R unter 0,8), die Aufgrund der Natur des Virus nicht zu erreichen sind.  Und dass der Bundesrat krampfhaft versucht, diesen unrealistischen Zielen mit Massnahmen, die offensichtlich kaum was bewirken, auf dem Buckel der Bürger nachzurennen.  Koste es was es wolle.

Es kann nicht sein, dass die Kriterien für Veränderung der Massnahmen dauernd geändert werden.  Aufgrund der noch vor einem Monat geltenden Kriterien Fallzahlen, Hospitalisationen, IPS-Betten, R-Wert müssten nämlich jetzt Lockerungen erfolgen.  Dass nun Corona-Virus-Mutanten als Grund für Verschärfungen herangeführt werden, erstaunt, da Corona-Viren – wie auch die Influenza-Viren – ständig mutieren. Ansteckender heisst nicht automatisch gefährlicher.  In punkto Wirksamkeit der Impfung auch gegen die Corona-Virus-Mutanten hiess es ja, die Impfung wirke auch gegen die mutierten Viren. Falls dem so ist, müssen auch die Aber-Tausenden von Menschen (500’000 positiv Getestete, Dunkelziffer um ein Vielfaches höher), welche COVID-19 schon gehabt haben, keine Angst haben.  Denn die Krankheit selber hat immer eine mindestens so gute Immunität wie die Impfung zur Folge. Falls diese Virusmutante wirklich eine grundlegend neue Situation darstellt, welche eine Strategieanpassung erfordert – nämlich Abweichen vom bisherigen massvollen «Schweizer Weg» hin zum Lockdown – müsste aufgrund des Verlaufs der Neuinfektionszahlen dies ersichtlich sein, was nicht der Fall ist.  Der Verweis, dass der gute Verlauf auf die strengeren Massnahmen (Läden zu, Home-Office-Pflicht) zurückzuführen sei, kann nicht gelten gelassen werden, zeigt doch ein Blick nach Deutschland und Frankreich, dass diese Massnahmen offensichtlich keinen relevanten Effekt haben. 

«Manche Politiker können sich ein Leben ohne Bevormundung der Bürger offenbar nicht mehr vorstellen.  Sie möchten den Ausnahmezustand künstlich verlängern», schreibt der NZZ-Chefredaktor Eric Gujer am 8.1.2021.  Die Grundrechte sind ausser Kraft.  Man muss sich zuerst mit tiefen Zahlen dafür qualifizieren.  Das Sagen in der Schweiz hat nicht mehr der Souverän, das Volk, sondern Politiker, die ihre Macht durch neue Gesetze (COVID-19-Gesetz) legitimieren und erhalten, auch wenn die Pandemie-Kriterien gar nicht mehr erfüllt sind. Es besteht zudem der Verdacht, dass sie sich viel zu sehr beeinflussen lassen durch das nahe Ausland.  Dessen Politiker kämen in Erklärungsnotstand, wenn sich deren Zahlen trotz hartem Lockdown zunehmend nicht mehr unterscheiden von jenen der Schweiz, wo die Schulen offen sind, die Menschen skifahren und bis vor kurzem auch noch ins Restaurant gehen konnten.

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Eine Meditation von Helene Lanz

Gelesen von der Hamburger Schauspielerin Iris Minich.

Unser Leben und Corona

«Und sie sägten die Äste ab, auf denen sie sassen und schrien sich ihre Erfahrungen zu, wie man schneller sägen könnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe und sägten weiter.»

Bertold Brecht

Wo sind wir denn gelandet, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zugrunde richten? Und wie können wir Menschen uns selbst dazu bringen, in unser eigenes Überleben einzuwilligen?

Zurückkehren zur Normalität?

Fast alle Menschen wünschen sich wieder Normalität. War das, was wir vorher lebten, denn «normal»? Oder war es einfach Gewohnheit und Bequemlichkeit? Was heisst denn Normalität? Dass alles wieder so wird, wie es war? Ein Hamsterrad?

Die momentanen Zustände sprechen für sich.

«Wir können unseren Schmerz, den physischen und den emotionalen, als Katalysator benutzen, um einen Heilungsprozess einzuleiten, der über das Kurieren von Symptomen hinausgeht. Sonst kehren wir bloss auf den Weg zurück, auf dem wir waren, bevor wir erkrankten. Heilung dagegen bedeutet Transformation. Unser Schmerz und unser Leiden werden zum Vehikel der Veränderungen unseres Lebens. Wir heilen unseren inneren Schmerz, unsere Beziehungen, unsere Herzen und unsere Seelen.»

Dean Ornish

Die Aufforderung des Virus

Wo dieses Virus auch herkommt und was für Hintergründe es auch haben mag – eigentlich müssten wir ihm trotz allem dankbar sein. Dankbar, dass es unsere Welt stillegt, um nachdenken und nachspüren zu können. Um zu erleben, dass es auch anders geht. Das war im ersten Lockdown. Jetzt können wir „dem Virus“ dankbar sein, weil das, was er jetzt auf dieser Erde auslöst, Jeden von uns herausfordert, unsere Macht, im Sinne von Kraft, wieder zu uns zurück zu nehmen. In unsere Eigenverantwortung zu stehen und laut und deutlich „Nein“ zu sagen zu diesen unverhältnismässigen Beschränkungen, die uns die Regierungen versuchen aufzudrängen. Und  die Lügen zu sehen hinter den Dingen.

Es ist an der Zeit herauszufinden, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Nicht nur für Augenblicke oder Wochen, sondern für unsere ganze Lebenszeit und für alle, die nach uns auf diesem Planeten leben werden. Die Erde, das Leben ist ein Geschenk. Der Erde ist es egal, wenn es uns nicht mehr gibt.

Das Virus ist eine eindeutige Aufforderung, unsere Umwelt, unser unablässiges Wachstum der Wirtschaft, unser Gesundheitssystem, unser Geldsystem, unser Schulsystem, die immer grösser werdenden Dimensionen von Überwachung und unser ausbeuterisches Verhalten gegenüber Mensch, Tier und der gesamten Natur auf unserem Planeten zu überdenken. Jetzt wirklich hinsehen und uns den Auswirkungen bewusst zu werden, die unser Tun und Handeln bewirken –persönlich wie global. 

Corona: Krone, Heiligenschein. Das bedeutet, verbunden sein mit der göttlichen Kraft. Cor: Herz Co: Miteinander, Gemeinschaft. Also keine Trennung, Isolierung, die schwächt, sondern ein Miteinander, das stärkt.

Angst, Panik, Trennung, Einsamkeit schwächen uns, Liebe, Freude, Vertrauen, Nähe Verbundenheit stärken uns.

Wir waren und sind immer noch daran, unser eigenes Grab zu schaufeln, dabei können wir so schlecht mit dem Tod umgehen. Wollen wir weiterschaufeln? Wir sind ziemlich gespalten, traumatisiert und verletzt – als Individuen wie auch als Völker. Wir werden zurzeit persönlich und kollektiv zutiefst mit unseren Ängsten konfrontiert.

Die Zeit ist definitiv reif, uns selbst bewusst zu werden und den Auswirkungen, die wir hervorrufen. Alles ist miteinander verbunden. Wir sind nicht getrennt vom Äusseren. Was da in der Welt gerade passiert, passiert auch zutiefst in unserem Innern.

Ein Umdenken ist Not- Wendig, vom Mangeldenken in die Fülle, vom Feinddenken zum Friedensdenken. Ständig kämpfen wir gegen oder für etwas. Stattdessen könnten wir uns unterstützen. Unseren Körper, unser Immunsystem und unsere Seelen. Disbalance bringt Krankheit. Lernen wir, in der Weise für uns zu sorgen, wie es eine liebevolle Mutter tut. Uns zu entscheiden für mehr Menschlichkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl. Mit den Füssen fest auf der Erde, tief verbunden mit der spirituellen Kraft.  

Was kann ich in meinem persönlichen Leben tun, um gleichzeitig in der Welt eine Veränderung zu bewirken? 

  • Mich selbst und meine Geschichte akzeptieren, anerkennen, ohne zu urteilen oder zu verurteilen. Lernen, einfach zu beobachten. Meine Traumata, meine Verletzungen wollen ans Licht gebracht, gesehen, gewürdigt und geheilt werden. Wo sitzen sie denn, meine tiefsten Ängste, meine grössten Verletzungen? Spüre ich mich? nehme ich mich wahr? Vertraue ich mir? Ist da Wut, Empörung, Verzweiflung, Ohnmacht? Was mache ich damit? Projiziere ich es nur nach Aussen oder kann ich erkennen, dass es auch meine persönlichen Themen sind?
  • Meinem Körper und meiner Seele zuhören, wenn sie sprechen, bevor ich krank werde. Und somit die volle Verantwortung für mein Leben übernehmen.
  • Freiwillig aus meiner Komfortzone heraustreten und erfahren, dass Verzicht auch Gewinn, ja sogar Freiheit bedeuten kann. Weniger ist mehr. Dinge ausprobieren und anders machen als bisher. Einen Schritt ins Ungewisse, Unbekannte wagen, erfahren wie es sich anfühlt, mutig zu sein.
  • Alle Informationen und Medienberichte kritisch hinterfragen. Nachforschen und differenzieren. Selber denken und Meinungen nicht einfach übernehmen. 
  • Überprüfen: Wie denke ich? was denke ich? was glaube ich? was für Glaubenssätze habe ich? Woher habe ich sie? Stimmt wirklich, was ich glaube, und welche Auswirkungen hat es in mir? Fühle ich mich eingesperrt in meine Denkmuster oder fühle ich mich frei? Wir erschaffen uns unsere Welt mit unseren Prägungen, Gedanken und unserer Absicht.

In diesem Sinne wünsche ich uns Menschen eine gesunde, angstfreie, heilende und transformierende Zeit. Mögen wir zusammen eine friedvolle Welt kreieren.

Helene Lanz
Langenthal

Bild: Swiss Mountain Clinic
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Newsletter einer Chefärztin

Der Nachfolgende Newsletter von Dr. med. Petra Wiechel, Chefärztin der Swiss Mountain Clinic, wurde an eine Leserin meiner Webseite versendet. Diese leitete ihn mir zur Publikation weiter, weil sie sich sehr mit der darin enthaltenen Aussage identifizieren kann.

Sehr geehrte Damen und Herren
Lassen Sie mich mit ihnen meine Gedanken teilen. Dieses Jahr neigt sich zum Ende und wir stehen alle an einem neuen Anfang. Liegt es in unteren Händen, was morgen geschieht?Niemals im Leben fühlte ich mich als Ärztin und Mensch so gedemütigt.
Kritisches Bewusstsein, hinterfragen, erlangtes Wissen und vor allem Erfahrungen zeigten mir den Weg. Mein Lehrer war das Leben.

Es berührt mich zutiefst, was wir Menschen derzeit erfahren.
Niemand bezweifelt die Existenz von Covid-19. 2020 sollten wir als Menschen einer viralen Bedrohung gegenüberstehen, die so nie existiert hat! Sie ist eine politisch inszenierte Pandemie, dessen Werkzeug heute Covid-19 ist und morgen Covid-21. Ja, es sind Viren, die uns heute zu dem haben entwickeln lassen, was wir sind, die uns in der Auseinandersetzung mit unserem Immunsystem zu einer starken Abwehr verholfen haben. Viralen Erkrankungen mit Isolation zu begegnen, Hilflosigkeit, Angst und Panik zu schüren sind politisch lange geplant und gewollt. Es gibt dazu keine medizinisch notwendige Indikation.

Vergessen wir nicht: In Panik macht, wer Grund hat, sich zu fürchten. Und Panikmacher eignen sich nicht fürs Regieren.

Willy Brandt

Aber wundert Sie das?

Ist die Masse nicht auch zufrieden, mit der Aussage, dass chronisch krank nicht veränderbar ist, die symptomatische Behandlung Goldstandard. Wo hinterfragen wir heute noch ehrlich Krankheit? Leitlinien geben die Richtung an. Diese sind für alle gleich. Fern jeglicher individuellen kausalen Ursachen.

Und Krebs: Prof. Otto Warburg konnte bereits 1938 den wissenschaftlichen Nachweis führen, dass Tumorzellen einem anderen Energiestoffwechsel folgen. Dafür erhielt er in den 60er Jahren den Nobelpreis. In seiner Rede war er tief bestürzt, wie wenig dieses Wissen in der Onkologie Einzug fand. Und heute?

Heute wird bald jeder 3. im Laufe seines Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert. Wann legen wir endlich die Aggression ab, der wir ihm und uns begegnen. Wann bemühen wir uns sein Entstehen zu verstehen? Es ist jeweils meine Krankheit, sein entstehen war in meinem Körper möglich? Lange Jahre hat unser Köper allein versucht die Entwicklung zu einer Krebserkrankung aufzuhalten. Ihm fielen die Waffen aus der Hand.

Dennoch zielt unsere therapeutische Strategie nach wie vor ausschliesslich auf Zerstörung ab.

Warum interessiert das niemanden?

Wir supprimieren die Immunabwehr, wenn sie in ihrer Reaktion überschiessen muss. Wir halten durch die symptomatischen Therapien alles warm und am Laufen. Wir Ärzte schaffen die Abhängigkeiten zu Medikamenten und damit den Nährboden für neue Krankheiten.Die Umgehens Weise heute mit einer Virusinfektion zeigt die Hilflosigkeit der Medizin. Man baut auf Medikamente, die man nicht hätte (was korrekt falsch ist), man baut auf eine suspekte Impfung.Unsere > 80-jährigen lieben Alten, denen wir unseren Wohlstand verdanken, sind für den Feldversuch nicht zu schade. Sie leben seit Monaten isoliert, wie Verbrecher. Aufrichtiger Schutz ist anders! Mir bricht das Herz das zu beobachten.Unser Immunsystem ist von Moment zu Moment für uns im Einsatz, um eine Reaktivierung von Viren, um das Auftreten von pathologischen (krankmachenden) Keimen und die Entwicklung von Pilzen im Gleichgewicht zu halten. Dieser Kraft dürfen wir 24 Stunden vertrauen. Bereits von Geburt an verfügt der Mensch über eine angeborene (unspezifische) und erworbene (spezifische) Abwehr. Diese baut sich erst durch den täglichen Kontakt mit Erregern auf und wird ständig aktualisiert.

Unser Immunsystem verwendet 50’000’000jahre alte Infektionen, um uns gesund zu erhalten.

Jeremy Sheer

Zur Natur gibt es keine Alternative

Eine zentrale Bedeutung im Rahmen einer intakten Immunabwehr obliegt dem Vitamin D. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung hoch genug, um die Vitamin D Produktion des Körpers anzuregen, im Winter bedarf es einer Substitution. Dieses Vitamin D reguliert die Abläufe in den Blutstammzellen, es wirkt entzündungshemmend und es ist beteiligt am Aufbau von Enzymen, Proteinen, Bodenstoffen und Zellen.Wer seinen Vitamin-D-Spiegel nicht kennt, handelt verantwortungslos sich selbst gegenüber. Besonders heute.

Ebenfalls ist ein Immunsystem auf Vitamin A, B 6, B12, Eisen, Selen, Zink, Kupfer und Folsäure angewiesen! Selbstverständlich auch Vitamin C. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung mit Obst, Gemüse, pflanzlichen Ölen, fermentierten Lebensmitteln, wie Sauerkraut, können wir eine gesunde Bakterienvielfalt in unserem Darm ermöglichen und gewähren damit 80% einer ausreichenden Immunität.
Bei Stress schüttet unser Körper Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, dass regt die Killerzellen an, um eine direkte Kampfansage gegen Eindringliche zu starten. Das ist akut wertvoll. Jeglicher chronische Stress aber, wie wir ihn derzeit erleben, weil die Angst, der Zorn, die Wut, die Sorge oder die Hilflosigkeit langsam die Cortisol Spiegel dauerhaft erhöhen, richtet sich langfristig gegen uns und damit unsere Gesundheit. Folge: der Körper bildet weniger Abwehrzellen, er rutscht langsam in eine Erschöpfung: wir werden anfälliger.

Unser Immunsystem basiert auf der Intaktheit unserer Lymphozyten Abwehr, das sind Th1 und Th2 Zellen. Th1 Zellen aktivieren das zelluläre Abwehrsystemmit Killer- und Fresszellen. Sie sind in der 1. Linie für die Virenbekämpfung zuständig. Aber was sind denn Viren?

Viren sind keine Mikroorganismen! Viren leben in der Zelle. Viren bestehen aus einem DNA oder RNA- Faden mit Proteinhölle. Diese Strukturen können sich verändern und damit vermehren. Auslösende Faktoren für diese Reaktivierung von Viren sind heute wissenschaftlich belegt wie:

  1. Das Versagen einer ausreichenden intrazellulären Immunität durch z.B. Zink- oder Vitamin D Mängel
  2. Mobilfunk (5G),
  3. Toxine, wie Herbizide, Pestizide u.a.
  4. Schwermetalle und
  5. Psychische Probleme, wie Angst, Depression, Stress.

Was aber müssen wir, politisch angeordnet, tun um uns „vor einer Corona Infektion zu schützen“?

Nichts, was uns die Chance gibt Kraft und Abwehr zu stärken.
Wir sollen uns nicht begegnen, miteinander reden, nicht umarmen, uns werden der Mund und das Wort verboten. Eine natürliche Herdenimmunität, wie sie verantwortungsvoll und langfristig immer das Mass aller Dinge war, dürfen wir nicht aufbauen.Massnahmen wie wir sie alle erleben durch den „Anstieg von Infizierten“, getestet durch PCR Test, ist wissenschaftlich peinlich, mehr noch: kriminell.
Diese Teste sind für klinische Verläufe paradox, finden ihre Anwendungen z.B. in der Kriminalistik, da Genschnipsel analysiert werden, um einen evtl. Täter zu überführen.Nochmals: ein positiver PCR Test bedeutet nicht: Infiziert krank!!Eine virale Infektion kann erst entstehen, wenn Viren sich vermehren konnten und das bindet sich an die benannten Voraussetzungen, die sie bereits lesen konnten.

Wussten sie eigentlich, dass bis heute keine Viren im Blut nachweisbar sind?

Wir stellen uns im Rahmen der derzeitigen Massnahmen, die politisch aufgezwungen worden sind. gegen das Leben. Gegen unser Leben!!  Und Leben braucht zum Erhalt Sauerstoff, Wasser, gesunde Nahrung und Liebe.Wir Ärzte kennen Leid, wir kennen Intensivbetten, wir kennen Sterbende. Wir wissen, dass jede Krankheit Ausdruck einer eigenen körperlichen Dysbalance bedeutet. Niemand wird einfach krank dessen Körper in Balance ist. Und wenn ja, dann ist es die Antwort des Körpers den Weg zur Gesundheit wieder zurückzufinden (Symptome, wie Entzündung, um die virale oder bakterielle Last abzubauen, um ein Beispiel zu nennen).

Unser Körper macht nie einen Fehler!

Heute wissen wir um die Ursachen dieser weltweiten Pandemie, doch niemand erklärt Sie uns aufrichtig und offen. Norwegen, als einziges nicht verschuldetes Land, schaut entspannt auf die Welt.   Alle anderen Staaten sind hoch finanziell verschuldet und damit erpressbar geworden. Corona ist das grosse geplante Ablenkungsmanöver im Rahmen eines weltweiten wirtschaftlichen Umbruchs. 

Was es jetzt braucht?

Ein kritisches Bewusstsein. Für das was jeder tut und was er vielleicht doch lieber nicht tun sollte. Für morgen. Für uns und für unsere Kinder. Es braucht unseren ungebrochenen Zusammenhalt. Die grösste Gefahr in dieser Zeit, die ich sehe ist, dass leise die Liebe zwischen uns Menschen geht.

Die Liebe hatte sich versteckt unter viel Unrat, Belanglosigkeiten und Verpflichtungen. Das hatte sie nicht ausgehalten. Die Liebe macht sich unsichtbar, wenn man sich nicht um sie kümmert. Wenn die Lieblosigkeit zu lange währt, dann geht sie ganz fort und niemand bemerkt es. 
Immer wieder gibt die Liebe selbst Hinweise. Wenn man diese nicht bemerkt, ist die Liebe irgendwann unwiederbringlich verloren. Manchmal nimmt sie wie eine Tsunamiwelle Alles mit sich fort. Manchmal hinterlässt sie Trümmer oder Unordnung und manchmal auch einfach nichts.

(M.-F. Bukowski „Autorin spurlos verschwunden“)

Nutzen wir die Zeit zwischen den Jahren…

…unseren Familien und unseren Freunden und Bekannten nahe zu sein. Wenn nicht direkt, dann aber gedanklich. Denn es tut gut verstanden zu sein.  Verständnis und Wissen geben Ruhe. Unverständnis und Unwissenheit schüren Angst. 

Befreien Sie sich von Ängsten. Werden Sie aktiv und unterstützen Sie Ihren Körper.  Wir Menschen im 21. Jahrhundert sind erwachsen und mündig. 
Unser Körper dient und folgt uns bedingungslos. Er passt sich uns an, er gewährt uns die Kraft, die wir benötigen. Er allein erkennt Viren, startet ein grandioses Abwehrprogramm. Grundlage: Er kann auf unsere Liebe zu ihm bauen, sich gut durch uns versorgt und beschützt wissen. 

Sein grösster Feind aber ist und bleibt die Angst. Sie hebelt leise und unbemerkt wichtige Stoffwechsel- und Immunprozesse aus. 

Ich wünsche uns, dass der Frieden in uns wieder einzieht und wir uns in Liebe verbinden. 
Egal wo wir leben.

CORONA darf nicht, wie KREBS zum 2. Schreckenswort erkürt werden.  
Wir Menschen machen diese Krankheiten zu dem, was sie nie sind. 
Wir Menschen allein. 
Weil wir nicht verstehen, wie kostbar und verletzbar Leben ist. Und dass sich Gesundheit, wie auch Krankheit immer an Voraussetzungen in uns binden, sowohl physische als auch psychische.

Wir sollen derzeit glauben, dass die Natur uns Böses will. 
Das glaubt nicht einmal ein Kind.

Dr. Petra Wiechel

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Interview mit Pflegefachkräften

Die Vereinigung „Mündige Bürger Thurgau“ hat in Eigeninitiative ein Interview mit Pflegefachkräften aus Spital und Spitex zur aktuellen Corona-Situation geführt.

Das betreffende Spital wird zum Schutz der Interviewten nicht genannt.

Die „Mündige Bürger Thurgau“ stellen klar, dass es sich hier um subjektive Meinungen handelt, die sie gerne jederzeit zur Diskussion stellen.

Wie lange seid ihr in diesem Beruf, also wie viel Berufserfahrung habt ihr? 

Wir haben ca. 30 Jahre Erfahrung in unserem Beruf als Pflegefachfrau/Pflegefachmann. Wir können also auf eine lange Zeit der Erfahrung zurückblicken und haben auch viele kritische Situationen erlebt. 

Wie schätzt ihr die momentane Situation bezüglich Corona ein? 

Wir erleben einen extremen Unterschied zwischen unserer täglichen Arbeit und der Darstellung in den Medien. Wir machen unsere Arbeit eigentlich wie immer und die Überbelastung in unserem Job ist unser Alltag. Den Hype, der um Corona gemacht wird, können wir nicht nachvollziehen. Wir haben eine Situation, wie jedes Jahr im Herbst/Winter. Wir arbeiten am Anschlag und Überstunden sind an der Tagesordnung, aber eben das ist normal zu dieser Jahreszeit. 

Was könnte man tun, um der generellen Überbelastung des Personals entgegen zu wirken? 

Wir wünschen uns eine echte Aufarbeitung unserer Situation im Gesundheitswesen. Wir haben chronischen Personalmangel und das schon seit Jahren. Da müssen Konzepte entwickelt werden, die das Wohl des Menschen in den Vordergrund stellen. Es darf nicht um Gewinnmaximierung oder Profit gehen, sondern um die Gesundheit des Menschen. Natürlich muss auch eine bessere Bezahlung des Personals debattiert werden. Das ist alles unabhängig von Corona. Diese Krise zeigt uns nur die Schwachpunkte auf, die schon lange im Raum stehen. 

Ist nach eurer Meinung Covid-19 vergleichbar mit einer saisonalen Grippe oder ist es schlimmer als in den anderen Jahren? 

Die Symptome von Covid-19 sind die gleichen, wie bei einer Influenza- Grippe. Aber der Umgang mit den Patienten ist ein anderer. Für Covid-19-Patienten gelten besondere Schutzmassnahmen. Für jeden Covid-19-Patienten müssen die Kleidung und das andere Schutzmaterial, wie Handschuhe, Mundschutz usw. ständig gewechselt werden. Diese Massnahmen sind das Problem. Sie nehmen enorm viel Zeit in Anspruch und sind u.E. nicht verhältnismässig und sollten überprüft werden. Unserer Meinung nach würden Schutzmassnahmen, wie sie ohnehin im Spital (Intensiv) Vorschrift sind, völlig ausreichen. Weiterhin kommen Menschen zu uns, die völlig verängstigt sind und bei denen ein PCR-Test gemacht werden soll. Das ist in vielen Fällen völlig unnötig und bindet unsere Kapazitäten. Diese allgemeine Verängstigung der Bevölkerung muss beendet werden. Die Medien berichten jeden Tag über absoluten Fallzahlen ohne diese in eine Relation zu setzen. Der Bundesrat sollte diese Panikmache unterbinden und bei der Beurteilung der Situation auf eine angemessene Beruhigung der Lage hinwirken. Panik schadet in solchen Situationen, schafft Ängste, die verheerende Auswirkungen haben. Die Psychologen und Therapeuten haben Hochkonjunktur. So werden sogenannte Kollateralschäden erzeugt, die u.E. weitaus grössere Auswirkungen haben als die Krankheit selbst. Zumindest muss dies berücksichtigt und in den Fokus gerückt werden. Wir regen eine entsprechende Auswertung an, die zu einer Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Massnahmen beitragen würde. 

Wie sieht es mit den Intensivbetten aus? Was könnt ihr dazu sagen? 

Die Auslastung der Intensiv-Plätze entspricht der Herbst/Wintersaison. Es ist zu dieser Jahreszeit immer eine Auslastung von 80 bis 85% normal. Bisher gibt es aus unserer Sicht noch keine andere Situation als in den anderen Jahren. 

Wie ist nach eurer Erfahrung der Altersdurchschnitt der Covid-19- Patienten in eurer Einrichtung/Arbeitsumfeld? 

Der Altersdurchschnitt liegt eindeutig bei 80+ (Anm d.Red.: dies wird bestätigt durch einen Blick Artikel, der fünf Covid-Verstorbenen gedenkt). Die Situation stellt sich für uns so dar: Es werden vorwiegend Patienten aus Alten-und Pflegeheimen eingeliefert. Diese Menschen haben Vorerkrankungen und sind z.T. auch in der Palliativ-Therapie. Diese Erkrankten sollten weiterhin, auch mit positivem PCR-Test, palliativ behandelt werden und nicht ins Spital eingeliefert werden. So sind auch Besuche von Angehörigen fast nicht mehr möglich, was eine höhere Belastung für diese Menschen darstellt und nicht zur Genesung beiträgt. Es fehlt die menschliche Nähe und Wärme.

Es muss verstärkte Schutzmassnahmen für Alten- und Pflegeheime geben, aber kein wegsperren bzw. vollkommene Isolation dieser älteren Menschen

Jetzt ist ja geplant, auch das Pflegepersonal vorrangig gegen Covid-19 impfen zu lassen. Würdet ihr persönlich das tun und wie schätzt ihr bei euren Kollegen diese Bereitschaft ein? 

Nein, wir würden uns nicht impfen lassen. Hier geht es um eine neuartige mRNA-Impfung, die gar nicht ausreichend getestet sein kein. Der Zeitraum für solch eine Testung ist viel zu kurz, vor allem um Langzeitschäden zu beurteilen. Ausserdem wurde solch eine mRNA-Impfung noch nie beim Menschen angewendet. Hier ist uns der Schutz unserer eigenen Gesundheit wichtig, zumal der nachhaltige Nutzen überhaupt noch nicht nachgewiesen ist. Hier muss mehr Aufklärungsarbeit über diese neuartige Impfung geleistet werden. Es müssen auch alle Inhaltsstoffe, die in dieser Impfung enthalten sind, publik gemacht werden. Diese Meinung wird u.E. mehrheitlich bei unseren Kollegen auch so vertreten. 

Was würdet ihr in der jetzigen Situation von den Politikern erwarten bzw. euch wünschen? 

Wir würden gern erreichen, dass die Politiker sich beim Personal, die direkt „an der Front“ arbeiten, erkundigen, wie die Situation aussieht. Es müssen Ärzte, Fachpersonal angehört werden, die aktiv in diesen Bereichen tätig sind. Wir möchten einen echten Diskurs, nur so kann man einen Konsens finden und angemessene Massnahmen erlassen. 

Die Politiker können die Situation nicht beurteilen und auch die Taskeforce ist nicht direkt am Geschehen in den Spitälern und bei den Kranken beteiligt. Wir wünschen uns einen breiten Austausch mit allen Experten, die auf diesem Gebiet arbeiten. Wir brauchen hier weniger Theorie oder Statistik, aber mehr Praxiserfahrung, auch von kritischen Stimmen. Wir wollen keine Konfrontation oder nur kritisieren, das bringt uns nichts! Wir wollen den bestmöglichen Weg in dieser Situation und dafür brauchen wir kompetente Stimmen und Meinungen aus der Praxis. 


Anmerkung: 

Wir regen an, einen Runden Tisch mit Teilnehmern aus den Spitälern, Arztpraxen und Gesundheitsexperten aus der gesamten Schweiz zu bilden und Lösungen zu finden, die verhältnismässig sind und der Situation gerecht werden. 

Wir bitten den Bundesrat, dies umsetzen, da nur so eine win-win-Situation erreicht werden kann. Die Bevölkerung wird durch direkte Vertreter von praxisnahen Fachleuten beteiligt und der Bundesrat gestärkt. So werden die Massnahmen von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen.

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Wo bleiben Verhältnismässigkeit, Wissenschaftsdiskurs und gesunder Menschenverstand?

Ein Text von Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf, Kinderärztin.

Als «brave Bürgerin» und praktizierende Kinderärztin halte ich mich an die Vorgaben von Bund und Kanton. Ich verfolge aufmerksam die Entwicklung im Zusammenhang mit Corona in der Realität (Praxis, Alltag), im Gespräch mit betroffenen Menschen und in den Medien.  Meine Strategie ist, möglichst viel über SARS-CoV-2 in Erfahrung zu bringen, um mir ein eigenes Bild machen zu können.

Die Pandemie stellt die verantwortlichen Politiker vor ein ethisches Dilemma.  Denn sowohl das Virus als auch die Massnahmen, die die Bevölkerung vor einer Infektion schützen sollen, fordern Opfer.  Haben die Medien anfangs Jahr nur über die eine Seite berichtet, sind nun auch zunehmend Stimmen zu hören, welche die Opfer der Massnahmen zum Thema haben.  In der Politik – zumindest in der öffentlich wahrnehmbaren – ist diese Diskussion aber noch nicht angekommen.

Das Virus spaltet, auch die Wissenschaft.  Es irritiert ungemein, wenn hochintelligente Experten sich teilweise diametral widersprechen.  

Dr. med. kathrin meffert-ruf

Geht es nach den Initiatoren der «Great Barrington Declaration», welche am 4. Oktober von Professoren aus Harvard, Oxford und Standford formuliert und mittlerweile von über 51’000 Ärzten und Wissenschafter weltweit unterschrieben worden ist, überwiegt bislang der Schaden, der durch die Schutzmassnahmen verursacht wird. https://gbdeclaration.org/.  

Nach ihrer Ansicht hat die bisherige Lockdown-Politik kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit:  niedrigere Impfraten bei Kindern, schlechtere Verläufe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Verfassung.  Dies werde in den kommenden Jahren zu einer erhöhten Übersterblichkeit führen.  Schüler von der Schule fernzuhalten sei eine schwerwiegende Ungerechtigkeit.  Die Beibehaltung dieser Massnahmen, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, werde irreparablen Schaden verursachen, wobei die Unterprivilegierten unverhältnismässig stark betroffen seien. 

Lockdowns hätten in der Geschichte noch nie zu zur Ausrottung eines Virus geführt.  Im besten Fall verzögerten sie die Zunahme der Infektionen, mit hohen Kosten, für begrenzte Zeit.  Dagegen verursache die Lockdown-Politik verheerende Schäden für die geistige und körperliche Gesundheit.   

So schätze die UNO, dass infolge des Lockdowns weitere 130 Mio. arme Menschen von Hunger bedroht würden, weitere 400’000 Menschen stürben an den Folgen unzureichender Tuberkulose-Behandlungen, in vielen Ländern seien aufgrund des Lockdowns Impfkampagnen gegen Diphtherie und Polio ausgesetzt worden.  

Statt des Lockdowns schlagen die Forscher vor, der Pandemie mit einer Strategie «gezielten Schutzes» (Focused Protection) zu begegnen, bei dem besonders gefährdete Personengruppen vor Infektionen bewahrt würden.  So könnten Pflegeheime Personal mit erworbener Immunität (d.h. COVID-19 schon durchgemacht) einsetzen und häufige PCR-Tests bei anderen Mitarbeitern und allen Besuchern durchführen.  Rentner sollten sich Lebensmittel nach Hause liefern lassen und Familienmitglieder eher draussen als drinnen treffen.  

Diejenigen, die nicht schutzbedürftig sind, sollten hingegen sofort wieder ein normales Leben führen dürfen.  Einfache Hygienemassnahmen wie Händewaschen und der Aufenthalt zu Hause im Krankheitsfall sollten von allen praktiziert werden, um den Schwellenwert für die Herdenimmunität zu senken (d.h. es braucht eine geringere Anzahl an Menschen, die es schon gehabt haben, um die Vulnerablen auch schützen zu können).  

Universitäten, Sport, Kultur sollten normal stattfinden. Menschen, die stärker gefährdet sind, können teilnehmen, wenn sie dies wünschen. Durch die Herdenimmunität (d.h. der Tatsache, dass es die vielen anderen Nicht-Gefährdeten schon gehabt haben) sind auch die Vulnerablen geschützt.  

Bei anderen Wissenschaftlern stiess die «Great Barrington Declaration» dagegen auf massive Kritik.  Fast 7000 von ihnen haben inzwischen das «John Snow Memorandum» unterzeichnet, das Mitte Oktober in der medizinischen Fachzeitschrift «The Lancet» publiziert wurde.  Darin wird die Lockdown-Strategie verteidigt.

Situation in der Schweiz

Die Zahlen in der Schweiz sind – nach einem Maximum Ende Oktober – rückläufig.  In der letzten Woche sind sie wieder leicht angestiegen. Die Auslastung der IPS-Betten beträgt 80%. Gewisse sagen:  „dank den Massnahmen“.  Andere sagen:  „mit oder ohne Massnahmen sind die Zahlen rückläufig“.  Wer hat recht?

Optimisten sagen, es ist bald vorbei, das normale Leben kommt zurück.  Pessimisten sehen schon die dritte Welle im Anzug, so wie in Südkorea und Japan, und wehren sich gegen Lockerung der Massnahmen.

Der Bundesrat hat es auch nicht einfach. Glücklicherweise hört er nur teilweise auf die Ratschläge seiner Taskforce.  Politische Parteien monieren den föderalistischen Flickenteppich der Massnahmen und fordern einheitliche klare Regeln aus Bern, wünschen sich gar die Rückkehr aus der besonderen in die ausserordentlichen Lage.

Nachdem der Bundesrat gewisse Kantone mit steigenden Fallzahlen zu strengeren Massnahmen gedrängt hat, diese auch gehorchten und die neuen Massnahmen kaum kommuniziert hatten, wurden sie – wie ein ungehorsames Kind – vom Bundesrat durch landesweit geltende Massnahmen brüskiert.    

Dabei stellen sich immer wieder neue Fragen, wie etwa:

Wie gefährlich ist SARS-CoV-2 wirklich?

Sind die Massnahmen verhältnismässig?

Sollen Kinder Masken tragen?

Und: Was ist mit der Impfung?

Der Schweizer Infektiologe Prof. Dr. med. Philipp Tarr kommt in einem Übersichtsartikel über «COVID-19, Influenza und grippeähnliche Erkrankungen», publiziert im Primary and Hospital Care von dieser Woche (2020:20(12):377-382) zum Schluss, dass «COVID-19 in 10-30% ohne Symptome verlaufe, in über 95% mit einer milden Klinik (ambulante Behandlung) einhergehe, in unter 5% zu Spitaleintritten führt und selten eine Intensivbehandlung nötig mache.  Klinisch kann COVID-19 von Influenza (Grippe) und anderen respiratorischen Viren (z.Bsp. endemische Coronaviren, RSV, Rhinoviren und Metapneumoviren) häufig nicht unterschieden werden. Influenza und COVID-19 imponieren klinisch nicht selten nur als Erkältung.» 

Noch ein Wort zum PCR-Test

Ein Hauptproblem ist, dass die ganze Strategie auf einem Test beruht, der nicht für die klinische Anwendung entwickelt wurde und der nicht validiert ist.  Es ist nicht festgelegt, wie viele Zyklen (Kopiervorgänge im Reagenzglas) durchgeführt werden sollen, bis gesagt werden, kann, der Test sei positiv oder negativ.  Experten sagen, wenn nach 30 Zyklen kein positives Signal aufleuchtet, ist der Test negativ.  In der Schweiz werden in den Labors bis 40-45 Zyklen durchgeführt. Dadurch besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass quasi eine Verunreinigung zu einem positiven Resultat führen wird.  Als wir in unserer Praxis bei unserem Labor angerufen haben und nachgefragt haben, wie viele Zyklen sie durchführen, wurden wir mit dem Chef verbunden, welcher zur Auskunft gab, dass das Betriebsgeheimnis sei.  

Beschwerden und Klagen werden zunehmen, dass sämtliche Massnahmen der Corona-Srategie auf einem unzuverlässigen Test beruhen. Lesen Sie dazu den Entscheid des portugiesischen Berufungsgericht vom 11.11.2020:
https://tkp.at/2020/11/17/portugiesisches-berufungsgericht-haelt-pcr-tests-fuer-unzuverlaessig-und-hebt-quarantaene-auf/

Mein Fazit

Das Virus spaltet die Gesellschaft und die Wissenschaft.  Ein Dialog findet nicht statt.

Coronaviren hat es immer schon gegeben. Dass sie mutieren und alle paar Jahre mal vom Tier auf den Menschen überspringen können, ist nichts neues (SARS, MERS).

Neue Viren und Pandemien sind in der Natur nichts neues.

Viele Daten zu SARS-CoV-2 sind vorhanden.  Die Behauptung, man wisse noch zu wenig, trifft nicht zu.

Immer noch denken viele Menschen, dass sie einer Risikogruppe angehören, obwohl schon im April die Liste mit den «Kategorien besonders gefährdeter Personen“ deutlich eingeschränkt wurde. Ein gut entstellter Bluthochdruck ohne Endorganschäden, ein gut eingestelltes Asthma bronchiale, ein gut eingestellter Diabetes mellitus sind zum Beispiel kein Risiko.  Auch Alter >65 Jahren ist per se kein Risiko.  Das BAG betreibt keine Anstrengungen, die Bevölkerung darüber aufzuklären.  Wohl aus der Befürchtung, die Menschen könnten ihre Angst verlieren.

Die Liste ist nur sehr schwer zu finden, und zwar in der COVID-19  Verordnung 2 im Kapitel Bundesrecht.
https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20200744/index.html  

Die Strategie und die Massnahmen wurden aufgrund der Annahmen der ersten Welle erstellt.  Glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 deutlich überschätzt wurde, zudem haben verbesserte Behandlungsmöglichkeiten die Letalität verringert.  Die Case Fatality Rate der zweiten Epoche in der Schweiz liegt nur wenig höher als jene von Influenza.  Berücksichtig man die weitgefasste Definition der Corona-Toten (positiver Abstrich in den letzten 28 Tagen), liegt die Sterblichkeit von COVID-19 im Bereich jener von Influenza.  

Die Bevölkerungsgruppe der unter 65J. ist nicht relevant betroffen.  Für sie sollten alle Massnahmen gestoppt werden.  

Die Bevölkerungsgruppe über 65J. ist betroffen, v.a. die über 80Jährigen und Immungeschwächten. Wobei unter den Betagten im Jahr 2020 ein geringerer Anteil gestorben ist als im schweren Grippejahr 2015 (2015 sind bis und mit Kalenderwoche 47 3.54% der Altersgruppe 65+ gestorben, 2020 waren es 3.39%).

Die Betagten und Vulnerablen sollen selber entscheiden dürfen, ob sie – unter Inkaufnahme eines gewissen Risikos – normal leben oder sich schützen wollen.  So wie die Selbstbestimmung auch in anderen Bereichen – zum Beispiel in der Patientenverfügung – zum Tragen kommt.   Für Spitäler und Altersheime sind Schnelltests für das Personal mit Krankheitssymptomen und Hygiene- und Distanzmassnahmen eine Option.

Herdenimmunität ist das Ziel. Nicht durch Impfung, sondern durch Durchseuchung, welche aktuell eh schon voll im Gange ist.  Bis eine Impfung endlich da ist, werden viele von uns SARS-CoV-2 bereits gehabt haben.  Weil viele von uns bereits infiziert worden sind und in der gleichen Saison nicht mehr erkranken können, werden auch die Vulnerablen geschützt (= Herdenimmunität).  Dass das funktioniert, sehen wir am Beispiel von Schweden, wo es dank frühzeitiger Durchseuchung aktuell – im Gegensatz zur Schweiz – ohne geschlossene Restaurants und Geschäfte und ohne Maskenpflicht – keine Übersterblichkeit gibt.

Die nachstehenden Graphiken betreffen alle Alter und sind entnommen aus https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/.

Eine Impfung für Alle gegen eine Krankheit, die bei einem Grossteil der Bevölkerung milde oder ohne Symptome verläuft, ist übertrieben.  Eine wirksame und sichere Impfung für die Vulnerablen wäre wünschenswert.  Die Langzeitnebenwirkungen der Phase IV der Impfstoffentwicklung erst bei der Impfung der ganzen Weltbevölkerung erfassen zu wollen, kann keine Option sein.

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Auf die Dauer social distancing zu verlangen, ist unmenschlich und unrealistisch. 

Masken in Schulen und Gymnasien haben keinen relevanten Effekt.  Aus dem Grunde, dass es nichts bringt, wenn die Jugendlichen in der Schule die Maske tragen und in der Freizeit die Köpfe zusammen stecken.  

Die Reduktion der universitären Ausbildung auf Online-Vorlesungen hat eine massive Qualitätseinbusse der Ausbildung einer ganzen Generation zur Folge.  Von der de facto Abschaffung des Studentenlebens und der Unmöglichkeit, Kommilitonen kennen zu lernen, ganz zu schweigen.

Der Verlauf der Kurve der Positiv-Getesteten in der Schweiz zeigt, dass sie unabhängig von den Massnahmen ihren Lauf nimmt:  im Sommer gab es trotz lockeren Massnahmen nur sehr wenige Fälle, im Herbst stiegen die Zahlen dann rasant an trotz Verschärfung der Massnahmen.

Lockdownmassnahmen haben keinen nachhaltigen Effekt auf den Verlauf der Pandemie.  Sie führen jedoch zu massiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden.  Die Armen der Welt werden noch ärmer.

Die direkten und indirekten Kosten für die Corona-Pandemie belaufen sich in der Schweiz auf 138 Milliarden Franken (NZZ 28.11.2020).  Es werden unsere Kinder und Enkel sein, die die Schulden zurückzahlen müssen.

Es ist zu befürchten, dass permanentes Desinfizieren und Maskentragen unsere Immunabwehr längerfristig schwächen wird.  

Ich möchte allen Ärzten und Pflegenden, welche auf Intensiv-Stationen und Allgemeinabteilungen unter erschwerten Bedingungen COVID-19-Patienten behandeln und pflegen, ganz herzlich danken.  Der Pflegenotstand auf Intensiv-Stationen ist ein schon vorbestehendes Problem, welches aktuell aggraviert ist.  Es ist Aufgabe der Politiker, dieses Problem anzugehen durch Steigerung der Attraktivität dieses Berufes. Die Kosten zur Behebung des Pflegenotstandes stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten, die der Gesellschaft durch die Massnahmen zugemutet werden.

Den Angehörigen der 63’205 Menschen in der Schweiz, die dieses Jahr aus dem Leben scheiden mussten (bis Wo 47), möchte ich mein herzliches Beileid aussprechen.  Auch den Angehörigen der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind.  Jeder Tod hinterlässt eine grosse Lücke.  Möge die Diskussion um Corona helfen, den Betagten ein würdevolles Leben und Sterben zu ermöglichen als Teil unserer Gesellschaft.

Im Moment ist die Lage in der Schweiz noch recht ruhig, da für viele der Geschädigten Geld fliesst, welches ruhig hält.  Dies im Unterschied zu Revolten in Neapel oder Turin, wo der erneute Lockdown vielen Leuten die Lebensgrundlage raubt, ohne dass der Staat zahlt.

Dass man nicht mehr frei Hochzeiten oder Beerdigungen feiern kann, dass bestimmt wird, mit wievielen Personen Weihnachten gefeiert und ob gesungen werden darf, dass man nicht mehr frei reisen kann, dass v.a. den älteren Menschen die Entscheidunsgfreiheit genommen wird, dass die Menschen mit Masken herumlaufen und jeden Mitmenschen als potentielle Gefahr anschauen – das lässt mich an totalitäre Staaten wie die DDR denken. Dass wir in unserer Schweiz einmal solche Zustände haben würden, hätte ich mir nie träumen lassen.

Ich bin ein optimistischer Mensch mit grossem Vertrauen in unseren Staat.  Deshalb bin ich weiterhin zuversichtlich, dass unsere Entscheidungsträger zur Vernunft kommen werden, ohne dass das Volk eine juristische Klage nach der anderen starten muss oder gar offen rebelliert.

Helfen Sie mit, dass ein Dialog stattfinden kann!

Für die unzähligen Briefe und Mails, die ich auf meinen ersten offenen Brief hin erhalten habe, möchte ich mich ganz herzlich bedanken!  

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Weshalb jetzt in Richtung Lockdown

Ein Text von Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf (Stand: 15.12.2020)

Der Bundesrat soll schon am Freitag 18.12.2020 schärfere Corona-Massnahmen verfügen.  Das fordern jetzt die kantonalen Gesundheitsdirektoren, präsidiert durch Lukas Engelberger.  Im Zentrum steht die Schliessung der Restaurants (NZZ 15.12.2020).

Auf welchen Grundlagen basieren diese Entscheide, wie schlimm ist die Lage wirklich?

Der Bundesrat basiert auf objektiven Kriterien wie Reproduktionszahlen, Fallzahlen und Spitalauslastung.  Schauen wir uns diese Zahlen mal an:

  1. Fallzahlen:  

Kommentar:  Die Fallzahlen waren Ende Oktober auf dem Höchststand und haben sich seither halbiert.  Aktuell stagniert der weitere Rückgang. 

Dass SARS-CoV-2 im nasskalten Dezember nicht einfach verschwindet, erstaunt nicht, da es sich um ein saisonalen Atemwegsvirus handelt.  Im Winter gab es immer schon gehäuft Schnupfen, Husten, Fieber.

2. Spitalauslastung:

Kommentar:  Die Spitalauslastung war Mitte bis Ende November auf einem Höchststand (über 4000 Hospitalisierte) und ist seither rückläufig, im Vergleich mit der Vorwoche um 5%. Die Auslastung der Intensivbetten beträgt 79%, was normal ist.  Die knapp 900 zertifizierten IPS-Betten sind zwar voll, die Nicht-Zertifizierten IPS-Betten sind aber bei weitem nicht ausgeschöpft.  Problem ist der Pflegepersonalmangel, welcher vorbestehend ist und politisch angegangen werden muss unabhängig von Corona.

3. Reproduktionszahlen:

Die effektive Reproduktionszahl Re gibt an, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Der neuste Wert gilt für den 4. Dezember und steht bei 1,13 (1,11 – 1,14). Das bedeutet, dass hundert Neuinfizierte im Schnitt 113 Personen ansteckten.
Der Re Wert welcher heute berechnet wird, bildet das Infektionsgeschehen schweizweit von vor ca. 10 Tagen ab und ca. 14 Tage für Kantone wegen der Verzögerung zwischen Ansteckung und positivem Testergebnis. Der aktuellste Re Wert in der Abbildung ist mit einem Stern markiert.

In allen 7 Grossregionen liegt Re aufgrund der bestätigten Fälle (Median) derzeit deutlich über dem von der Swiss National COVID-19 Science Task Force vorgeschlagenen Zielwert von 0,8, welcher zu einer Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen führt, so die Taskforce.

Kommentar:  Die effektive Reproduktionszahl Re hinkt der Realität 10-14 Tage hinterher und ist ein sehr ungenauer Wert.  Ob Re geeignet ist als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen, ist sehr fraglich.

Schauen wir uns zusätzlich noch weitere Kurven an:

Kommentar: Schaut man die parallelen Kurven der durchgeführten Tests und der positiv Getesteten an, wird man den Verdacht nicht los, dass es sich – zumindest teilweise – um eine Testwelle handelt.

Kommentar:  Die Zahl der Corona-Verstorbenen war im November auf einem Maximum und ist rückläufig.  

Bei der Beurteilung der Zahl der Corona-Toten muss berücksichtigt werden, dass nicht unterschieden wird, ob jemand mit oder an Corona verstorben ist.  Die EU-Definition eines Corona-Toten besagt, dass alle Verstorbenen, welche in den 28 Tagen vor dem Tod einen positiven Corona-Abstrich hatten, als Corona-Tote gelten.  Egal ob sie an Krebs, an einem Herzinfarkt oder wegen Abbruch der Dialyse sterben.  Somit wären es de facto viel weniger Menschen, die effektiv an Corona verstorben sind.

Epidemiologische Lagebeurteilung Swiss National COVID-19 Science Task Force 14.12.2020 (Auszug)

«Über die ganze Schweiz zeigt die SARS-CoV-2-Epidemie einen stabilen bis ansteigenden Verlauf. Die effektive Reproduktionszahl Re beträgt:

• 1,13 (95% Unsicherheitsintervall, UI: 1,11-1,15) aufgrund der bestätigten Fälle (per 3.12.2020) 

• 0,89 (95% UI: 0,8-0,98) aufgrund der Hospitalisationen (per 28.11.2020) 

• 0,96 (95% UI: 0,83-1,09) aufgrund der Todesfälle (per 22.11.2020) 

Re aufgrund der bestätigten Fälle befindet sich deutlich über der kritischen Schwelle von 1 und deutet damit auf ein exponentielles Wachstum der Epidemie hin. Diese Analyse wird gestützt durch die beobachteten Verdopplungs- bzw. Halbwertszeiten der bestätigten Fälle und Hospitalisationen über die letzten 14 Tage. Die Anzahl der COVID19-Patienten auf Intensivstationen (463-495)3 und der täglichen Todesfälle (57-88)4 bleiben über die letzten 14 Tage auf hohem Niveau relativ stabil. Die kumulierte Anzahl der bestätigten Fälle über die letzten 14 Tage liegt bei 655 pro 100’000 Einwohner.»

«Die regionalen und kantonalen Unterschiede im Verlauf der SARS-CoV-2-Epidemie sind beträchtlich. Die kumulierte Anzahl der täglich bestätigten Fälle über die letzten 14 Tage pro 100’000 Einwohner liegt zwischen 345 (Jura) und 952 (St. Gallen). In allen 7 Grossregionen liegt Re aufgrund der bestätigten Fälle (Median) derzeit deutlich über dem von der Swiss National COVID-19 Science Task Force vorgeschlagenen Zielwert von 0,8, welcher zu einer Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen führt.»

«Nach dem raschen Anstieg der SARS-CoV-2-Epidemie im Oktober 2020 und einem Rückgang im November 2020, zeigt sich auf nationaler Ebene seit mehreren Wochen ein stabiler bis ansteigender Verlauf. Schweizweit liegt Re für all drei Indikatoren oberhalb des von der Swiss National COVID-19 Science Task Force vorgeschlagenen Zielwerts von 0,8. Es zeigen sich zudem starke regionale Unterschiede. Während einzelne Kantone/Grossregionen einen leichten Rückgang der Epidemie aufweisen, zeigt der Grossteil der Kantone/Grossregionen einen ansteigenden Verlauf. Aufgrund von Meldeverzögerungen, der hohen Testpositivität und einer variierenden Anzahl Tests müssen die einzelnen Schätzwerte von Re mit Vorsicht interpretiert werden. Die kumulierte Anzahl der täglich bestätigten Fälle über die letzten 14 Tage liegt in allen Kantonen deutlich über der Schwelle von 60 pro 100’000 Einwohner. Die Testpositivität ist deutlich über dem von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Schwellenwert von 5%. Die aktuelle Belastung für das Gesundheitssystem und die Zahl der täglichen Todesfälle ist in vielen Kantonen nach wie vor hoch. Es ist davon auszugehen, dass die sinkenden Temperaturen und die durch den Wintersport und die Weihnachtsferien zu erwartende Mobilität und zunehmenden Kontakte zu vermehrten Ansteckungen führen werden.»

Mein Fazit:

Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Bundesrat und die kantonalen Gesundheitsdirektoren jetzt auf eine Verschärfung der Massnahmen drängen. Die Strategie der ersten Welle war die Verhinderung des Kollaps des Gesundheitssystems.  Dies ist zum Glück weder in der ersten Welle noch in der zweiten Welle, welche den Zenit hinter sich hat, eingetreten.  Die Zahlen der Neuinfektionszahlen, der Hospitalisationen und der Todesfälle waren im November höher als jetzt. Die Intensivstationen waren nie über 81% belegt.  Die Reproduktionszahl Re hinkt der Realität 10-14 Tage hinterher, ist sehr ungenau und deshalb als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen nicht geeignet.

Dass Corona jetzt im nasskalten Dezember nicht einfach verschwindet, erstaunt nicht, da SARS-CoV-2 ein saisonales Atemwegsvirus ist.  Im Herbst und Winter gab es immer schon häufiger Schnupfen, Husten, Fieber und selten auch Komplikationen mit Lungenentzündungen.

«Am ehesten wird sich das pandemische SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) bleibend in die winterlich-endemisch auftretenden respiratorischen Viren wie Influenza und RSV einreihen», so Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe am Kantonsspital BL   (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20(12):377–382).

Es kann nicht sein, dass die Swiss National COVID-19 Science Task Force sich unrealistische Ziele setzt (Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen, Re unter 0,8), die Aufgrund der Natur des Virus nicht zu erreichen sind.  Und dass der Bundesrat krampfhaft versucht, diesen unrealistischen Zielen mit Massnahmen, die offensichtlich kaum was bewirken, auf dem Buckel der Bürger nachzurennen.  Koste es was es wolle.

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Von „Klaus“ zu „Klaus“

Ein Brief des Nikolaus „Klaus“ an Professor Klaus Schwab.
Geschrieben von Hans-Rudolf Koch, Hofstetten (BL)

Sehr geehrter Herr Professor Schwab

Zu Ihrem Namenstag will ich im Auftrag von Sankt Nikolaus einige Worte an Sie richten. Seit einiger Zeit lassen Sie uns wissen, dass Sie eine neue Weltordnung installieren werden. Ich zweifle nicht daran, dass Sie dies mit Hilfe Ihrer wohlhabenden amerikanischen Freunde zustande bringen werden. Als ich Ihre Interviews in englischer Sprache hörte, fragte ich mich allerdings, ob es vielleicht Verständigungsprobleme oder gar Missverständnisse mit Ihren englisch sprechenden Freunden gab. Auf Youtube empfehle ich folgende Videos zu verinnerlichen.

 

Weitere Gespräche zwischen Ihnen und Ihren Vertrauten auf Youtube würden gewiss geschätzt. Vielleicht sind Sie der griechischen Sprache mächtig. Damit würde es Ihnen eventuell gelingen, die Bedeutung des Wortes «Demokratie» zu ergründen. Aha, ich höre Sie erwidern, die Demokratie sei ein alter Zopf, nicht mehr zeitgemäss. Haben das nicht Andere vor Ihnen auch gedacht? Wie ging das schon wieder aus? 

Wenn es mit dem Englischen und mit dem Griechischen vielleicht etwas Mühe macht: wie wär’s denn mit Mandarin? Könnten Sie in Erfahrung bringen und uns mitteilen, wie denn die Chinesen den Corona-Virus in den Griff bekommen haben? Mit diesem nützlichen Tipp könnten Sie richtig punkten. A propos: die erste Phase ist ja nach Plan abgelaufen. War ja auch nicht schwierig. Denn mit Angst – die weitaus stärkste aller Emotionen – kapert man die Menschen und natürlich besonders die Regierenden. Sie liessen uns wissen, dass selbst nach erfolgreicher weltweiter Impfaktion keine Rückkehr zur Normalität möglich sei. Riskieren Sie da nicht etwas viel? Rechnen Sie nicht mit ansteckenden Unruhen, die leicht in Bürgerkriege oder gar in internationale Konflikte ausarten könnten? Bis Sie und Ihre Freunde die neue Weltordnung installiert haben werden, dauert es schlicht zu lange, so lange kann der jetzige Ausnahmezustand nicht aufrecht erhalten werden. Es wird sonst brandgefährlich. Mit Ihren Einflussmöglichkeiten könnten Sie doch die Regierenden davon überzeugen, dass die Menschheit mit diesem Virus leben kann, genau wie wir mit den schon längst bekannten anderen Viren zurecht kommen. Gleichzeitig sollten Sie die Regierenden ermächtigen, die Einschränkungen zurück zu fahren. Ausserdem sollten die PCR-Tests in geordnete Bahnen gelenkt werden, dazu sollten die Verantwortlichen aufgefordert werden. 

Dann werden Sie in einer zweiten Phase die Chance erhalten, die neue Weltordnung, an der Ihnen ja so gelegen ist, zu etablieren. Die Einschüchterung der Bevölkerung mit Hilfe der Angst würde bestimmt wieder funktionieren. Bedenken Sie, dass Unruhen und Kriege die Wirtschaft massiv schädigen; Ihre Freunde, die ja in Grossunternehmen grosszügig investiert sind, würden sich dann gewiss ärgern. Wollen Sie solche Risiken wirklich eingehen?

Und noch etwas: weise Leute in Ihrer Alterskategorie konzentrieren sich i.d.R. auf grossartige kulturelle Errungenschaften der vergangenen Jahrhunderte, seien es wundervolle Dichtungen z.B. eines Johann Wolfgang Goethe, der prächtigen und herzergreifenden Musik eines Wolfgang Amadeus Mozart, der herrlichen Bilder eines Rembrandt van Rijn usw. Weltumstürzlerische Konzepte sollten wir älteren den jüngeren Menschen überlassen. Denn diese müssen mit deren Folgen leben. 

Sozusagen von Klaus zu Klaus wünsche ich Ihnen, sehr geehrter Herr Professor, dass Sie am Fest der Besinnung zu Sinnen kommen mögen. Wär‘ das nicht ein grossartiges Geschenk für Sie und für die Menschheit? 

Ihr treu ergebener Sankt Nikolaus. 

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Reaktion auf den offenen Brief

Auf Bitten von Frau Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf und mit Einverständnis des Schreibenden, der für die Öffentlichkeit anonym bleiben möchte (Name der Red. bekannt), publiziere ich nachstehend eine positive Reaktion eines Lesers auf den offenen Brief:

Sehr geehrte Frau Meffert

Mit Ihrem offenen Brief auf der Webseite „coronadifferenziert.ch“ sprechen Sie mir vollkommen aus dem Herzen. Herzliche Gratulation für Ihren Mut und Ihre klaren, unmissverständlichen Formulierungen!

Als Mitarbeiter eines Medizintechnik-Unternehmens stehe ich tagtäglich zwischen meinen persönlichen Ansichten und der offiziellen Haltung meines Arbeitgebers und der Kunden (zumeist Spitäler).
Das Schlimme daran ist, dass ich meine Meinung im beruflichen Umfeld nicht äussern kann, weil ich sonst im schlechtesten Fall um meinen Job fürchten müsste, wie Sie es auch von gewissen „angestellten“ Spitalärzten schreiben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin Mut, Ihre Tätigkeit so auszuführen, wie Sie (und die Evidenz) es für richtig halten.

Hoffen wir, dass die politischen Entscheidungsträger auch aufwachen, und zwar schnell!

Freundliche Grüsse

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