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Der Nonsens mit der Maske

Die Maske – was bringt sie eigentlich? Übrigens, bin ich die einzige, die den „Joker“ vor Augen hat, wenn sie „Maske“ hört? Oder Jim Carrey im Film „Die Maske“?

Ein Kanton nach dem anderen ist nachgezogen mit der Maskenpflicht in den Läden und in öffentlich zugänglichen Räumen. Als letztes am Dienstag die Kantone Schwyz und Schaffhausen. Seit Montag gelten im Kanton Bern die neben dem Tessin strengsten Regeln. Als erster Kanton hat Bern die Regeln bis Ende Januar erlassen. Masken sind seit dem 12. Oktober Pflicht in Bahnhöfen (inklusive Perrons und Unterführungen), Bibliotheken, Geschäften und Einkaufszentren, Gotteshäuser, Kinos, Museen und…und…und… die detaillierte Liste könnt ihr hier einsehen.

Das Dokument liest sich ehrlich gesagt wie Verfassung von Absurdistan. So herrscht etwa in Innenräumen von öffentlichen und privaten Schulen, welche der Aufsicht der Bildungs- und Kulturdirektion untersehen keine Maskenpflicht. Ebenso wenig an den Hochschulen.

Ebenfalls keine Maskenpflicht herrscht in den Trainingsbereichen von Sport- und Fitnesseinrichtungen – jedoch im Empfangs-, Garderoben und Verpflegungsbereich schon. Okay, ich stelle mir das bildlich vor. Die Geschichte mit dem Empfangsbereich geht ja noch, dann gehe ich in die Garderobe, bevor ich diese betrete: Maske auf. Dann ziehe ich meine Trainingssachen an, verlasse die Garderobe: Maske ab. Ich trainiere, schwitze, gehe zurück in die Garderobe: Maske auf. Ich ziehe mich aus, gehe zur Dusche, in der Dusche ziehe ich die Maske dann wieder ab (nehme ich an), wenn ich aus der Dusche komme, Maske wieder an, bis ich angezogen bin. Anschliessend verlasse ich die Garderobe: Maske ab. Und nun habe ich Hunger und Durst und begebe mich in den Verpflegungsbereich. Essen. Trinken. Aber hier herrscht Maskenpflicht. Merkt ihr was?

Etwa in dasselbe Horn bläst die Schule in Heimisbach mit diesem Schreiben:

Da frage ich mich schon, ob man in so eine Welt noch Kinder setzen will….

Schwammige Formulierung im Kanton Schwyz

In der Verordnung des Kantons Schwyz, in welcher der Maskentragepflicht in Läden übrigens kein Enddatum gesetzt wird, heisst es:

Eine Maskentragepflicht gilt grundsätzlich dann, wenn der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann:

  • an öffentlichen und privaten Veranstaltungen mit bis zu 50 teilnehmenden Personen;
  • in Gastronomiegebieten, einschliesslich Bars, Diskotheken, Clubs und Tanzlokalen;
  • in öffentlich zugänglichen Innenräumen, namentlich Verkaufslokalen, Postschalter, Kinos und Gotteshäuser.

Wenn ich also in die Migros fahre und sie dort ja wie seit Beginn der Pandemie richtig zählen und im Griff haben, wie viele Leute den Laden betreten, brauche ich ergo auch keine Maske zu tragen – weil: Abstandhalten möglich.

Warum pochen alle auf die Maske?

Der Kanton Bern hat nachgezogen, kurz davor der Kanton Zug. Jetzt auch noch Schwyz und Schaffhausen. Dort gilt, wie in der gesamten Westschweiz, Zürich, Basel-Stadt und Solothurn, eine erweiterte Maskenpflicht. Dies, weil die Fallzahlen so rasant steigen und man mit der Maskenpflicht die Fälle eindämmen und die Zahlen senken will. Aha.

Schaut man sich die Grafik des BAG allerdings an, fällt auf, dass den stärksten Anstieg der Fallzahlen jene Kantone verzeichnen, welche als erstes die Maskenpflicht in den Läden eingeführt haben:

Interessant ist, dass hier die Tendenz überall zu sinken scheint – wenn auch nach einem deutlichen Anstieg – auch in den Kantonen, welche schon länger eine Maskenpflicht in Läden kennen:

Die Zahlen stammen übrigens aus dem Wochenbericht des BAG, KW 40.

Was schliessen wir daraus, wenn die Zahlen trotz Maskenpflicht in den Läden steigen? Klar, eine Maskenpflicht in Läden schützt nicht vor steigenden Fallzahlen und die Umkehrüberlegung, logisch: KEINE Maskenpflicht in Läden ist nicht verantwortlich für steigende Fallzahlen.

Somit könnte man diese Maskenpflicht auch gleich weglassen. Finde ich zumindest. Ich für meinen Teil vermeide Einkaufsläden. Seit der Kanton Wallis die Maskenpflicht eingeführt hat, habe ich keinen Laden und keine Tankstelle mehr von innen gesehen. Wir haben neben LeShop und Coop@home auch farmy.ch für uns entdeckt. So haben wir frisches Gemüse, Früchte, Fleisch und Käse vom Bauernhof zu Hause.

Für Kinder unter 12 ist die Maske keine Pflicht

Der Bundesrat hat damit angefangen, als er im ÖV die Maskenpflicht ausrief: Kinder unter 12 Jahren brauchen keine Maske zu tragen. Das steht in all diesen Verordnungen, die online bei den Kantonen zu finden sind: VS, FR, BS, ZH, VD, JU, GE, SO. Zu Genf habe ich jetzt keine so explizite Aussage gefunden – aber angesichts dessen, dass Genfer Forscher fordern, dass man AUCH Kinder unter 12 mit Maske ausrüstet, heisst für mich. dass die Ursprungsidee war, Kinder unter 12-Jahren nicht zum Maskentragen zu zwingen.

Und dennoch sieht man immer wieder Kinder mit Maske im Gesicht. Ein schreckliches Bild. So etwa im Inselspital, wo mir kürzlich eine Mutter mit drei Kindern begegnet ist. Drei Mädchen, ich schätze zwischen fünf und sieben Jahren. Alle drei mit Maske im Gesicht. Es war den Mädchen deutlich anzusehen. Ihre Näschen „suchten“ immer wieder den Weg über die Maske hinweg – die Mutter zupfte die Maske sofort wieder zurecht. Immer wieder wollten die Mädchen die Maske instinktiv ausziehen – doch die Mutter griff sofort harsch ein. Das müsse nun jetzt so sein und auf keinen Fall dürften sie die Masken ausziehen. Weinend stand eines der Mädchen vor der Mutter, sie habe heiss und bekomme kaum Luft (und wieder wollte das Näschen über den Maskenrand nach frischer Luft schnappen). Die Mutter zog dem Kind die Jacke aus und zog ihm die Maske wieder richtig ins Gesicht.

Daneben spielten zwei Jungs einer anderen Familie, im ähnlichen Alter wie die Mädchen. Sie neckten sich, rannten herum, lachten, kuschelten mit der Mutter (die übrigens wie es sich im Spital gehört, natürlich Maske anhatte) – doch beide trugen keine Maske. Weil sie nicht müssen. Weil die Eltern begriffen haben, dass es einen Grund gibt, warum man Kindern unter 12 Jahren keine Maske ins Gesicht drücken soll.

Ich behaupte nämlich – und das ist jetzt wirklich eine reine Behauptung – bzw. mein Bauchgefühl – dass Kinder unter 12 Jahren nicht darum von der Maskenpflicht befreit sind, weil sie weniger ansteckend sind oder weniger gefährdet – sondern weil es in der Psyche eines Kindes schreckliche Narben hinterlassen kann, wenn ihm eingetrichtert wird, dass es gefährlich ist, Krankheiten übertragen kann und es vielleicht sogar Schuld daran sein könnte wenn die Grosseltern sterben. Das grenzt für mich an psychologische Kindsmisshandlung. Im Alter von 12 Jahren ist ein Kind oder ein/e Jugendliche/r meist schon so weit, dass es die Zusammenhänge versteht und die Situation besser einordnen kann.

Dieses Gefühl bestätigen verschiedene Quellen, wie etwa diese: Psychologe warnt vor Einfluss der Masken auf Kinder. Auch Ärzte sehen die Situation kritisch: Soll mein Kind jetzt auch Schutzmaske tragen?

Doch auch das Tragen von Gesichtsmasken im Umfeld von Kindern, kann für die kleineren Kinder verstörend sein. So sagt etwa Kang Lee, Professor für angewandte Psychologie und menschliche Entwicklung an der Universität von Toronto: „Als Erwachsene betrachteten wir die Gesichter als Ganzes. Wenn Sie eine Maske tragen, kann ich Sie immer noch erkennen. Obwohl die Hälfte Ihres Gesichts bedeckt ist, kann ich immer noch die Struktur Ihres Gesichts erkennen. Kleine Kinder könnten das noch nicht. Sie müssten erst lernen, Informationen von Gesichtern auszuwerten. Angefangen vom Alter des Menschen über die Emotionen, die jemand empfindet, bis hin zur allgemeinen Frage der Anerkennung und Identität. All diese Wahrnehmungsfähigkeiten entwickeln und verbessen sich erst im Lauf der Kindheit.“ Lee untersucht die Entwicklung von Gesichtserkennungsfähigkeiten bei Kindern.

Im selben Artikel äussern sich Experten aus den USA dazu, wie man denn die Kinder an die Maske gewöhnen soll. Wenigstens sagt ein Experte, Dr. Harold Koplewicz, dass es wichtig sei, den Kindern nicht zu suggerieren sie wären gefährlich. Immerhin.

Auf „Apotheke ad-hoc“ habe ich einen Artikel gefunden, der die seelischen Schäden bei Kindern anspricht. Sie leiden darunter, nicht nach draussen zu können, sie leiden darunter ihre Freunde nicht sehen, geschweige denn unbeschwert mit ihnen spielen zu können. Klar, mit ein Grund dürfte sein, und das geht aus dem Artikel deutlich hervor, dass viele Kinder einfach vor den elektronischen Medien parkiert worden seien, während die Eltern im Homeoffice arbeiteten. Das ist weder körperlich noch geistig fördernd.

Aber ich bin überzeugt, dass die psychischen Probleme deutlich grösser sind, als man annimmt. Nicht nur bei den Kindern, auch bei den Erwachsenen. Ich nehme mich da nicht aus. Auch ich kämpfe zwischendurch mit psychischen Problemen – naja, Probleme – es sind mehr Angstzustände. Nicht Angst vor dem Virus – die Angst davor, wie man damit umgeht. Ich finde, man sollte diese Dinge nicht ausser Acht lassen und sich vielleicht überlegen, ob eine allgemeine Maskenpflicht in Läden, öffentlichen Gebäuden oder sogar in der allgemeinen Öffentlichkeit, wie zurzeit in Italien, wirklich notwendig ist.

Die Bevölkerung ist sich bewusst, dass das Virus da ist. Sie ist sich bewusst, dass man sich und andere schützen sollte. Das kann und wird jeder tun soweit es ihm möglich ist und soweit er es will. Aber die Masken drücken – da bin ich überzeugt, sehr auf die Psyche. Und das ständige Argument, Ärzte während OPs tragen die Masken ja auch stundenlang ist so schlecht wie billig und ausgelutscht. Da ist es „part of the game“. Das bringt der Beruf mit sich, wie andere Berufe andere Dinge mit sich bringen. Doch dafür entscheidet man sich freiwillig bei der Berufswahl. Also aufhören, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Ausserdem, hat sich schon jemand überlegt, dass die Masken die Bevölkerung in einer falschen Sicherheit wiegen könnten? Alle meinen mit Maske sei nun alles unproblematisch und das Virus weg. Das ist es aber nicht – doch diese falsche Sicherheit bewegt die Menschen dazu, leichtsinnig zu werden. Sie achten viel weniger auf alle anderen Massnahmen, die eingehalten werden müssten. Und das ist unter dem Strich kontraproduktiv. Wenn die Menschen nicht mehr das Gefühl hätten, die Maske schütze sie dann schon vor allem Bösen, dann würden sie sich vielleicht wieder mehr auf Dinge wie Hygiene und Abstand konzentrieren…

Aber ob sonst schon jemand soweit gedacht hat? Ich weiss es nicht….

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Es geht auch ohne…

Es ist still geworden um mich und meinen Blog in der letzten Zeit. Und ja, irgendwie habe ich schon ein schlechtes Gewissen deswegen, weil ich ja eigentlich regelmässig über die aktuelle Covid-19 Diskussion berichten und Fragen stellen möchte – Fragen, die mir nach wie vor niemand beantworten kann.

Auf der anderen Seite habe ich die mehr oder wenige Coronafreie Zeit auch genossen – muss ich ehrlich sein. Nun, wie kam es dazu? Ich hatte kürzlich, bei einem Besuch bei Freunden auf dem Camping am Lago Maggiore mein Handy versenkt – und das am Samstag, früher Nachmittag. Ja, versenkt. Es ist quasi ertrunken. Und mit ihm all die Push-Meldungen zu neuen Infektionszahlen, zu neuen schrecklichen Zukunftstheorien, zu völlig unverständlichen Maskenpflichten und… und… und…

Es dauerte anschliessend drei oder vier Tage, bis ich wieder ein Handy hatte und in dieser Zeit blieb ich völlig Coronafrei. Dies nicht zuletzt, weil ich zurzeit Nachrichten meide (ausser ich recherchiere für meinen Blog) und auch seit der Einführung der Maskenpflicht in Läden im Kanton VS keinen einzigen Laden mehr von innen gesehen habe. So umging ich natürlich die Konfrontation mit der Situation. Das ist wohl nicht die Lösung – aber gut getan hat es trotzdem.

Während rund fünf Tagen habe ich so kaum gemerkt, dass Corona noch da ist. Es war fast wie das Leben davor – bis auf die Einkaufstouren, die natürlich fehlen.

Was schlussfolgere ich daraus? Würden wir von den Medien nicht dermassen bombardiert mit Meldungen zu Corona, wüssten wir gar nicht, dass es dieses Ding gibt. Oder: wir wüssten es, würden uns aber nicht tagtäglich damit beschäftigen und es ins Zentrum unseres Lebens stellen. Oder seht ihr das anders? Wir würden leben, wir wären gesund, wir würden krank… wie das auch vorher war. Ganz ohne Corona, ohne Maske, ohne PCR-Test.

Diese Tests, die uns übrigens gelegentlich ausgehen, habe ich gehört. Ein Blick in die NZZ bestätigt das. Ja kein Wunder, wenn das stimmt, was in diesem Artikel steht, werden täglich rund 15’000 Tests ausgewertet. 15’000!!! Kein Wunder steigen die Fallzahlen. Okay, wir müssen ehrlich sein, auch die Positivitätsrate steigt an. Ich gehöre nicht zu den Corona-Skeptikern, die zuerst auf diese Positivitätsrate pochten und jetzt, da diese wieder ansteigt, nichts mehr davon wissen wollen. Fakt ist, wir entdecken mehr Corona-positive Menschen. Und das ist genau der Punkt. Ich versuche das mal zu erklären:

Im März hatten wir sehr hohe Positivitätsraten, trotz weniger Tests. Heute haben wir wieder ähnliche Zahlen wie im März, machen aber mehr als doppelt so viele Tests pro Tag. Dass da irgendwann auch die Positivitätsrate ansteigen muss, ist mehr als logisch. Damals (also im März 2020) haben sich vor allem jene Menschen testen lassen, die schwere Symptome gehabt haben – alle anderen hat man einfach in die Quarantäne bzw. in die Isolation geschickt – ohne Test. Die Chance, dass diese Tests auch positiv ausgefallen wären, ist relativ hoch – doch sie flossen zu dieser Zeit nicht in die Statistik ein, weil sie nicht getestet worden sind. Man sprach von einer „Dunkelziffer“ die um ein Vielfaches höher sein soll, als die effektiven Zahlen.

Nun sehen wir das als bewiesen. Denn: heute lassen sich viel mehr Menschen testen. All diese Leute, welche Corona-positiv getestet werden, aber kaum bis gar keine Symptome zeigen, sich für 10 Tage in die Isolation begeben und anschliessend wieder ganz normal arbeiten gehen, fliessen in diese hohen Fallzahlen und auch in die Positivitätsrate ein. Was wir also mit diesen immens hohen Testzahlen erreichen, ist dass wir diese Leute, die vorher in die Dunkelziffer reinrutschten, auch entdecken. Das heisst aber nicht, dass tatsächlich mehr Leute am Virus erkrankt sind. Man entdeckt sie halt jetzt einfach. Und hier kommt meine These vom Anfang der Pandemie wieder zum Tragen: Je höher die Dunkelziffer, desto besser, weil das heisst, dass es viele Leute gibt, die zwar Corona haben, aber einen sehr leichten Verlauf mit kaum oder nur sehr schwachen Symptomen – viele merken eventuell nicht mal, dass es Corona ist. Jetzt decken wir diese „Dunkelziffer“ langsam auf und jetzt plötzlich ist es ein riesen Problem. Es ging uns besser, als wir das nicht wussten. So wie es mir besser ging, als ich nicht mit all diesen Zahlen und Mutmassungen bombardiert worden bin.

Doch nun, back to life, werde ich mir die Freiheit nehmen, meinen Senf wieder dazuzugeben, in der Hoffnung etwas zum Denken anregen zu können. In meinem nächsten Blog werde ich die Frage stellen, wie sinnvoll denn die Maskenpflicht in den Einkaufsläden ist. Zug und Bern sind die letzte bzw. diese Woche nachgezogen, die Westschweizer Kantone haben analog BS verlängert bis Ende Jahr – nur SO hat nach wie vor in der entsprechenden Verordnung stehen: „längstens bis Ende Oktober“ (Ende Seite 5). Seien wir gespannt ob sie sich daran halten.

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Wie einig ist sich unsere Regierung noch?

Es sei „unredlich“, „unsinnig“ und „absurd“, dem Bundesrat diktatorisches Verhalten vorzuwerfen. Es soll „offensichtlich eine Bewegung gegen unsere faktenorientierte und demokratische Gesellschaftsform aufgebaut werden“ und „einiges an der Anti-Corona-Bewegung scheint mir aus dem Ausland importiert“ – mit diesen Aussagen im Interview mit der SonntagsZeitung wirft sich Bundesrat Alain Berset – meiner Meinung nach – in eine Opferrolle.

Warum? Ganz offensichtlich fühlt er sich unfair behandelt, obwohl der Bundesrat ja nur „einen Weg als Gesellschaft durch diese Pandemie finden will“. Er bestätigt auch, dass der Dialog und die Transparenz in dieser Krise das Wichtigste sind – doch der Einschub „wo er überhaupt auf ein Gegenüber und offene Ohren trifft“ zeigt, dass sich der Innenminsiter völlig falsch verstanden fühlt, bzw. dass er den Eindruck hat, man wolle ihm gar nicht zuhören.

Unterschied zwischen Kritikern und Verschwörungstheoretikern

Eines muss man Bundesrat Berset zugute halten. Er unterscheidet zwischen Kritikern, welche die Entscheide des Bundesrates hinterfragen und eine faktenbasierte Debatte führen wollen, was er sogar „begrüsse“ und der „Strömung“, welche das Virus negiere und eben dem Bundesrat diktatorisches Verhalten vorwirft.

Jetzt muss ich sagen, ich zähle mich persönlich zu ersterer Gemeinschaft. Zu den Kritikern. Ich habe nie behauptet, das Virus gäbe es nicht, ich habe nie behauptet, das Virus sei nicht schlimm und ich muss rückblickend sogar eingestehen, dass das Bundesratsgremium im März 2020 wohl richtig reagiert hat mit dem Lockdown. Doch was seit Mai in diesem Land passiert, kann und will ich nicht goutieren. Auch ich werfe dem Bundesrat vor, sich in eine diktatorische Richtung zu bewegen.

Warum ich ihm das vorwerfe, das ergibt sich aus meinen vorangehenden Blogs, dazu brauche ich mich hier nicht mehr zu äussern.

Ich kann ja verstehen, dass Berset die Strategie des Bundesrates verteidigt. Aber vertraut das Volk dem Bundesrat wirklich noch? „Grundsätzlich sehe ich aber nicht, dass die Bevölkerung dem Bundesrat nicht mehr vertraut. Im Gegenteil“, ist Berset überzeugt.

Das wage ich nun wirklich stark zu bezweifeln. In einer solchen Krise, mit derart einschneidenden Massnahmen, wäre es Aufgabe des Bundesrates mit Sinnvermittlung zu arbeiten. Das ist ihm am Anfang auch ganz gut gelungen – müssen wir ehrlich sein.

Doch seit den ersten Lockerungen hapert es in der Sinnvermittlung. Es wurde uns nie vermittelt, warum plötzlich Masken im ÖV und in Einkaufsläden so wichtig sein sollen – nachdem der Peak abgeflacht ist. Nota bene hat der Bundesrat das entschieden, nachdem er die Verantwortung wieder an die Kantone übertragen und die ausserordentliche Lage damit beendet hatte. Noch befinden wir uns in der besonderen Lage. Warum? Warum überträgt man in unserem föderalistischen System nicht die gesamte Verantwortung den Kantonen? Warum darf der mündige Bürger nicht selber darüber entscheiden ob und wie er sich gegen das Virus schützen will?

Schliesslich sagt Berset selbst, dass die sogenannten Hotspots abhängig sind von der Bevölkerungsdichte und davon, wie viele Arbeitsplätze und daher hohen Reiseverkehr es gibt…

Einigkeit sieht anders aus

Er Verteidigt nach wie vor die Strategie des Bundesrates. Eines Bundesrates, von dem ich mir nicht mehr sicher bin, wie einig sich dieser ist. Wann haben wir letztmals mehrere Bundesräte in Sachen Corona geeint vor den Medien gesehen? Man sieht immer nur einen – und es ist nicht der Bundespräsident, bzw. die Bundespräsidentin.

Seit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die Kantone zu sich bat – mit dem Ergebnis dass innert kürzester Zeit plötzlich ein Kanton nach dem anderen die Maskenpflicht in Läden einführte – wurde es um die Magistratin sehr ruhig. Von Ignazio Cassis hört man nur, wenn es darum geht, sich mit dem Ausland über die geltenden Einreise- und Quarantänebestimmungen zu einigen. Von Karin Keller-Sutter hört man gar nichts mehr – es ist zu hoffen, dass sie sich mit der Rechtslage was die Beschneidung der Freiheit der Bürger betrifft, befasst. Ueli Maurer äussert sich in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht mehr – auch nicht zu den Finanzen. Nur ganz leise vernimmt man, dass er die Quarantäne verkürzen will und dass die Schweiz das Geld für einen zweiten Lockdown schlicht nicht habe. Auch um Guy Parmelin wurde es ruhig, nachdem er das VBS abgetreten hatte. Eigentlich müsste er sich um unsere marode Wirtschaft, die wirklich unter der Krise und dem Lockdown gelitten hat, kümmern. Aber auch er nimmt kaum mehr Stellung zur Situation. Und dann ist da noch unsere bodenständige Walliserin: Viola Amherd. Sie ist in den Medien zurzeit omnipräsent. Das hat aber weniger mit Corona als mit der Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen zu tun. Darüber entscheidet nämlich der Stimmbürger am 27. September. Der Stimmbürger, der zwar mündig genug ist, darüber zu entscheiden, ob die Schweiz Kampfflugzeuge braucht oder nicht (und ja, sie braucht sie… ), ob der Wolf künftig unter geänderten Bedingungen geschossen werden darf, ob die Zuwanderung in die Schweiz reguliert werden muss (wird sie ja im Moment sowieso aufgrund von Corona)… und, und und – aber offenbar nicht selber entscheidungsfähig ist, wenn es darum geht, sich vor einem Virus zu schützen.

Fehlt noch der Siebte im Bunde: Gesundheitsminister Alain Berset, aka Corona-Minister. Ja, er ist der Corona-Minister. Es war immer Berset der gesprochen hat. Es war immer Berset, der die guten und schlechten Nachrichten überbracht hat. Der Gesundheitsminister. Klar, es geht um Gesundheit. Aber nicht nur. Inzwischen ist Corona zu einem weitaus grösseren wirtschaftlichen (Parmelin) Problem geworden und damit zu einem finanziellen (Maurer) Problem und damit auch zu einem sozialen (Berset) Problem. Einem Problem, gegen welches inzwischen ganze Gruppierungen mobilisieren, auf ihre Rechte pochen. Meinungsfreiheit, Entscheidungsfreiheit, etc…. plötzlich werden juristische (Keller-Sutter) Fragen aufgeworfen – auch im Zusammenhang mit dem Ausland (Cassis). Viel mehr, als gesundheitliche.

Warum also ist es je länger je mehr der Gesundheitsminister der vorne steht? Zu Beginn der Krise schien der Bundesrat geeint. Mindestens zu zweit, wenn nicht zu dritt, traten sie an den Pressekonferenzen auf. Symbolisierten Einigkeit und Stärke. Gaben dem Volk Mut und Sicherheit.

Heute sieht das anders aus. Ein verwirrt erscheinender Bundesrat Berset, mutterseelenalleine an der Pressekonferenz, bekommt noch Gegenwind aus dem eigenen Gremium mit dem Ruf von Maurer nach einer kürzeren Quarantänezeit und der Rest hält sich raus, weil sich keiner die Finger verbrennen will.

Mich würde brennend interessieren, was im Bundesrat hinter den Kulissen abgeht. Denn dass sich der Bundesrat weigert, trotz angenommenem Ordnungsantrag, bei den Verhandlungen „seines“ Covid-19 Gesetzes anwesend zu sein, spricht für mich Bände.

Quelle: 20min.ch
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Wie uns „das System“ das Bewusstsein klaut

Bewusstsein, was heisst das eigentlich? Ich habe, um eine einfache und verständliche Erklärung zu finden, mal ein Kinderlexikon gefragt als Erklärungen findet man da unter Anderem Aussagen wie die Folgenden:

„Wer ein Bewusstsein hat, kann fühlen, sehen, hören, schmecken, denken und vieles mehr.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Das Bewusstsein ist also ein wichtiger Unterschied zwischen einem Lebewesen und einem Ding“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Manche Maschinen wie Roboter wirken so, als hätten sie ein Bewusstsein. Das Bewusstsein wird dort aber nur durch technishe Tricks vorgegaukelt.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Das wichtigste Organ für unser Bewusstsein ist das Gehirn.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

„Wenn man vom Bewusstsein spricht, meint man häufig auch, dass man sich über etwas Bestimmtes im Klaren ist.“

https://klexikon.zum.de/wiki/Bewusstsein

Wer eher auf die wissenschaftliche Erklärung steht, findet hier eine mögliche Variante.

Ich komme zum Schluss, dass unser Bewusstsein durch unser Hirn gesteuert ist und dass es dafür verantwortlich ist, wie wir etwas sehen oder schmecken, warum wir Dinge tun oder eben nicht und wie wir die Welt um uns herum – und noch viel wichtiger – uns selber darin sehen.

Wie treffend für die aktuelle Corona-Situation. Es ist unser individuelles Bewusstsein, das steuert, wie wir über die Situation denken und wie wir damit umgehen wollen. Jeder für sich – ein Individuum. So weit so gut – in einem freien Land, wie ich bis anhin dachte, dass es auch die Schweiz ist.

Alles für das System

Es ist aber leider nicht überall so. In einigen Ländern – und ich nehme bewusst das Beispiel von China, Korea und Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Diese Beispiele sind aber nicht abschliessend, allerdings wohl jene, die alle verstehen.

In China und Korea ist es bis heute noch so, da gibt es de facto keine Individuen – da funktioniert und bestimmt das System. Alle Menschen funktionieren für das System. Als Beispiel: Sie akzeptieren widerspruchslos die 6-Tage-Woche, denn keiner will sich outen als einer, der gegen das System arbeitet. Vielleicht ist man nicht einverstanden damit – aber man tut es um in der Gesellschaft akzeptiert zu sein. Man kuscht aus der Überzeugung heraus, solidarisch zu sein. Aber: vielleicht ist das gar nicht notwendig. Vielleicht würde man ja den Mitmenschen einen Gefallen tun, wenn man zeigte, dass man mit etwas nicht einverstanden ist und könnte sogar Gleichgesinnte finden – wer weiss.

Ganz brutales aber sehr anschauliches Beispiel ist der Nationalsozialismus unter Hitler. Ich meine, seien wir mal ehrlich. Wirklich gut hat niemand gefunden was er getan hat. Aber man hat es grösstenteils akzeptiert. Für das System. Weil Hitler glaubhaft machen konnte, dass seine Massnahmen notwendig sind, damit es dem System wieder gut geht. Und klar hat sich niemand dagegen gewehrt, man war ja nicht lebensmüde. Und so kreierte Hitler damals eine Horde von Ja-Sagern, die ihm bildlich gesprochen kopfnickend hinterherliefen – und alle haben das eigene Bewusstssein ausgeblendet – für das System und aus Solidarität.

Die Geschichte wiederholt sich

Und was genau hat jetzt das mit der heutigen Corona-Situation zu tun? Ja, es ist vermessen Corona mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen – mindestens so vermessen, wie sie einer Spanischen Grippe gleichzustellen. Aber es geht um das Prinzip. Die Menschen funktionieren noch immer gleich. Sie hätten – und ich sage bewusst hätten – ein eigenes Bewusstsein. Ein Bewusstsein, das ihnen sagt „ja, ich glaube Covid-19 ist furchtbar gefährlich und all diese Massnahmen sind für mich verhältnismässig und darum befolge ich sie“ oder ein Bewusstsein, welches ihnen sagt: „Ja, an Covid-19 zu erkranken ist sicher nicht angenehm, aber krank zu sein ist nie ein Spass, aber vielleicht ist das jetzt einfach eine neue Krankheit (wie es die Influenza auch einmal war), mit der wir nun leben müssen und solange wir keine Impfung haben, machen Schutzmassnahmen sicher Sinn. Soll jeder schauen wie er sich schützt, ich persönlich fürchte mich nicht so davor und brauche daher auch keine Maske zu tragen. Weder im ÖV noch beim Einkaufen oder sonst wo.“ Und dann gibt es die Dritten, deren Bewusstsein vielleicht sagt: „Das ist alles künstlich kreiert, wir werden nur angelogen, alles Manipulation.“ – Auch eine Sichtweise.

Worauf ich hinaus will ist: Jeder beurteilt seine Situation doch individuell. Kann sich eine eigene Meinung bilden und sein Verhalten entsprechend anpassen. So wie es für ihn stimmt.

Anders sieht das im Moment unsere Regierung. Der Bundesrat und das BAG diktieren Massnahmen vor, die vielleicht gerechtfertigt sind – aber doch nicht zwingend. Dass sie uns eine Empfehlung abgeben ist ja noch okay und dann soll jeder für sich entscheiden, wie und ob er sich schützen will. Aber das BAG und der Bundesrat (vor allem das BAG, wenn wir ehrlich sind), haben es geschafft, dass die Bevölkerung gar nicht mehr weiss wie es ist, ohne Maske im ÖV zu sitzen, sich zur Begrüssung die Hand zu geben, sich nicht nur mit 1,5 Metern Abstand zu begegnen, ohne komische Plexiglasscheiben überall zu leben. Ich wage fast zu behaupten, diese Dinge wurden der Bevölkerung indoktriniert.

Nun, warum hat das so vorzüglich geklappt? Weil die Leute Angst hatten. Das verstehe ich – wir wussten alle nicht, was uns da mit diesem Covid-19-Virus erwartet. Aber man hat diese Angst ausgenutzt. Den Moment abgepasst und die Menschen in eine Situation der subjektiven Sicherheit gedrängt. Ohne zu wissen, ob die Masken wirklich nützen. Ohne zu wissen, wo die meisten Ansteckungen tatsächlich passieren. Aber im Wissen, dass vor allem ältere und bereits vorerkrankte Menschen gefährdet sind und dann an die Solidarität aller anderen appelliert haben: „Ihr tragt die Maske nicht für euch, ihr tut das für eure Mitmenschen, für die Gesundheit der Gesellschaft.“ Oder übersetzt: Für das System. Merkt ihr etwas?

Es wird der Bevölkerung ein schlechtes Gewissen eingeredet. „Wenn ihr das nicht tut, sterben Menschen.“ Und wir tun es. Ohne uns im Klaren zu sein, warum eigentlich. Und nun bin ich wieder beim Anfang: Wir verlieren das Bewusstsein. Im Wörterbuch wird „Bewusstsein“ auch erklärt als: „Gesamtheit der Überzeugungen eines Menschen, die von ihm bewusst vertreten werden.“

Dieses Bewusstsein haben wir verloren. Der springende Punkt für mich ist „eines Menschen“ – es heisst nicht, eines Systems sondern „eines Menschen“. Doch wir verdrängen unser eigenes Bewusstsein und damit auch unser Bedürfnis nach Individualität, da wir inzwischen darauf getrimmt sind, alles für die anderen und für das System zu tun.

Klarer Bewusstseinsverlust

Ein Beispiel: Kürzlich wurde in der NZZ eine Kolumne publiziert, die zu Diskussionen anregte. Warum? Der Kolumnist hat es gewagt, die Frage zu stellen, was denn sei, wenn all die „Covidioten“ Recht behalten. Das Resultat: Der Artikel wurde x-tausend Mal angeklickt, geteilt und erntete viel Beifall. Nicht von Verschwörungstheoretikern (von denen ich übrigens auch nicht viel halte), sondern von Menschen, die einfach Fragen stellen – Fragen, die niemand beantworten kann oder will.

Doch heute dann wird bekannt: Es war die letzte Kolumne, die der Kolumnist, der doch immerhin sechs Jahre bei der NZZ war, für die Zeitung geschrieben hat. Man hat ihn geschasst. So etwas ist ungeheuerlich. Da schreibt ein Journalist im Auftrag einer der renommiertesten Zeitungen der Schweiz einen Text. Dieser wird von der Redaktion für gut befunden und publiziert und danach wird ihm gekündigt? Echt jetzt? Ich meine, da hat sich jemand bewusst dafür entschieden, den Text zu publizieren. Warum? Weil er neutral war, mit kritischen Fragen aber nicht ausschliesslich und weil genau da die Aufgabe der Medien ist: beide Seiten gleichermassen aufzuzeigen, Fakten darzulegen, zu hinterfragen, so dass sich der Leser seine eigene Meinung bilden kann. Guter Entscheid.

Schlechter Entscheid hat die NZZ offenbar einige Tage danach beschlossen. Warum? Das System akzeptiert solche Artikel nicht. Kritisch hinterfragen? Noch werden wir dafür nicht standesrechtlich erschossen…. aber dafür gekündigt. Und Schuld ist: das System.

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Tagi hetzt gegen Marco Rima

Erst kürzlich habe ich einen Blog geschrieben, in welchem es darum geht, dass die Meinungsfreiheit beschnitten werden soll und der Bund ein Gesetz gegen Fake News prüft. Darin geht es unter anderem darum, dass Hetz-Influencer keine Chance haben sollen. Man will dem Beispiel Deutschland folgen, wo etwa Hassreden und Fake News von den sozialen Netzwerken gelöscht werden müssen. Nun, was ich davon halte, darüber habe ich mich inzwischen zu genüge ausgelassen.

Aber ich muss schon sagen, dann müsste man konsequent sein und auch vom Tagesanzeiger (im Folgenden kurz Tagi genannt) verlangen, dass er seine Artikel, welche gegen bestimmte Personen hetzen, vom Netz nimmt. Und sollte ein solcher Artikel in einer Printausgabe veröffentlicht worden sein, ist eine Richtigstellung zu verlangen. Denn jemanden, nota bene eine Person des öffentlichen Lebens, als „Clown“ und „Verschwörngsmystiker“ zu bezeichnen ist nichts anderes als eine öffentliche Denunzierung, persönlichkeitsverletzend, Rufmord und im Fall von Marco Rima könnte es sogar geschäftsschädigend sein. Im Normalfall würde dies strafrechtlich verfolgt.

Marco Rima – nicht alle finden ihn lustig. Ich persönlich mag seinen Humor. Ich finde dafür andere Komiker nicht wirklich unterhaltsam. Namen nenne ich hier keine. Geht niemanden etwas an und ich will auch niemanden in irgendeiner Weise schlechtmachen. Für einmal hat sich Rima aber nicht nur von seiner lustigen, sondern auch von einer ernsthaften – ja fast schon melancholischen – Seite gezeigt. In düsterer Stimmung spricht er über die aktuelle Situation in unserem Land. Über Corona, die Krise, den Lockdown, die Maskenpflicht und er hinterfragt. Überzeugt Euch selbst:

Das erste Video von Marco Rima zur Corona-Krise.
„Ich weiss es nicht“ – das Video von Marco Rima ging viral.

Was Marco Rima hier tut, ist nichts anderes als Fragen aufzuwerfen. Fragen, auf die uns bis heute niemand Antwort gegeben hat. Und ja, er zieht es mit der penetranten Wiederholung von „ich weiss es nicht“ bis zu einem gewissen Grad ins Lächerliche. Aber er darf das. Warum? Weil er Komiker ist. Weil man es von ihm auch erwartet.

Marco Rima beweist hier viel Mut, sich als Person des öffentlichen Lebens gegen den Strom zu stellen. Nicht einfach alles abzunicken was aus Bundesbern kommt, braucht heutzutage eine gewisse Selbstüberzeugung. Aber Rima beweist nicht nur Mut, er macht auch Mut. Er bestärkt die Bevölkerung darin, zu hinterfragen, den eigenen Verstand einzuschalten. Etwas, das in unserer Bundesverfassung festgeschrieben steht.

Er macht sich die „Meinungsfreiheit“ zu Nutze. Noch gilt diese nämlich in unserem Land. Und da gibt es kein Richtig oder Falsch. Rima leugnet weder die Krankheit noch die Pandemie. Er unterstellt auch niemandem, dass dies eine künstlich herbeigeführte Pandemie sei. Nein. Er stellt lediglich fest. Er stellt Tatsachen fest, welche jeder Einzelne von uns auf der Webseite des BAG nachlesen kann. Tatsachen, die sich nicht leugnen lassen.

Wir stapelten keine Leichen, unsere Spitäler waren zu keinem Zeitpunkt überfüllt (überfordert schon, fragt sich nur womit), die Sterberate in der Schweiz ist während der Coronakrise im Vergleich zu den Grippejahren 2015 und 2017 nicht höher – schon gar nicht bei den U65-Jährigen.

Da sind gewisse Vorschriften und Handlungsrichtlinien, die vom Bundesrat herausgegeben werden, schon fragwürdig. Fragwürdig heisst aber nicht zwingend schlecht oder falsch. Es heisst lediglich: sie sind es würdig hinterfragt zu werden. Das Ergebnis ist offen. Jeder kann sich darauf seine eigene Meinung bilden. Das Material wäre da, die Zahlen des BAG und des BFS sind öffentlich. Man müsste sich nur mal damit befassen. Sich Gedanken dazu machen, wie sinnvoll es ist, wenn man im Zug alleine im Viererabteil sitzt mit Maske und anschliessend mit Freunden im Restaurant essen geht…

Roger Schawinski ist nicht für den zimperlichen Umgang mit seinen Interviewgästen bekannt. Jeder, der sich auf ein Interview mit Schawinski einlässt, ist sich im Klaren darüber, worauf er sich einlässt und kann damit umgehen. Schawinski ist nun mal extrem. Paradox, dass ausgerechnet er in seinem Gespräch Rima „extrem“ nennt. Aber wie gesagt, von Schawinski erwarten wir alle nichts Anderes.

Dass anschliessend der Tagi einen vernichtenden, nota bene wertenden Artikel über die Sendung schreibt, der im kommentierenden Stil verfasst aber nicht als Kommentar gekennzeichnet ist, erachte ich als skandalös. Es ist nicht am Tagi zu entscheiden, ob die Sichtweise bzw. die Meinung von Rima richtig oder falsch ist. Dennoch finden sich folgende Aussagen in diesem Artikel, den ihr hier als Kopie nachlesen könnt:

  • „Rimas Ausführungen sperren sich jeglicher Logik…“
  • „…wie Rima auf dem Höhepunkt seiner einstündigen Selbstdemontage….“
  • „…in der er sich endgültig zum traurigen Corona-Clown der Verschwörungsmystiker machte.“

Einen solchen Artikel, bei allem Respekt vor der Medienfreiheit, zu publizieren zeugt von absoluter Unprofessionalität, Verzweiflung und Hörigkeit gegenüber dem Staat. Mit unabhängigen Medien hat das nichts mehr zu tun. Und für die direkte Demokratie ist die Unabhängigkeit der Medien essenziell. Das sagt sogar der Verlegerverband Schweizer Medien.

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Beschneidung der Meinungsfreiheit

Heute hat es mich wirklich fast aus den Socken gehauen, alleine schon als ich die Schlagzeile gelesen habe: „Bund prüft Gesetz gegen Fake News“.

Jetzt muss ich dazu sagen, die einzige Quelle die ich dazu habe, ist der oben verlinkte „Blick“-Artikel und über die Zuverlässigkeit von „Blick“-Artikeln lässt sich ja bekanntlich streiten. Aber ich finde, diskutieren sollte man das schon – schliesslich ist der „Blick“ nach wie vor die meistgelesene Tageszeitung der Schweiz.

Worum geht es?

Kurz zusammengefasst, prüft der Bund ein Gesetz gegen „Desinformation“. Offenbar prüft das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), ob es neue Gesetze gegen Lügen und Hass braucht und soll – im Auftrag des Bundesrates – bis im Frühjahr 2021 einen entsprechenden Bericht vorlegen. Gemäss „Blick“ sagt ein Bakom-Sprcher, dass sich der Bericht mit der Frage befassen werde, ob aus Schweizer Sicht Regulierungsbedarf besteht und welche Massnahmen geeignet wären. Irgendwo sagt er noch in einem Satz, dass verfassungsrechtliche Prinzipien wie die Meinungsfreiheit nicht verletzt werden dürften.

Gleichzeitig spricht man aber von Verschwörungsideologen, welche die Unsicherheit der Menschen in der Corona-Krise ausnutzen, von Falschinformationen, welche viral gehen und zur Folge haben, dass das Vertrauen in staatliche Institutionen und in die Medien verloren geht.

Es ist von sogenannten „Hetz-Influencern“ die Rede, welche die Krankheit leugnen, gegen die Vorsichtsmassnahmen hetzen und damit ein Millionenpublikum erreichen. Und das Beste: Es werden Corona-Skeptiker mit Neonazis vermischt, welche „nur den Umsturz“ wollen.

Wenige Zeilen weiter unten steht dann aber: „Esoteriker und Verschwörungstheoretiker Seite an Seite mit Rechtsextemisten…“ Also doch nicht nur Rechte, sondern ein netter Querschnitt durch alle Bevölkerungsschichten und Meinungsvertreter.

Was ist die Problematik?

Wohlverstanden, ich spreche hier nur für die Schweiz. Die Problematik besteht natürlich auch im Ausland, insbesondere zurzeit in der EU, wo der Aussenbeauftragte Josep Borell offenbar gesagt haben soll „Desinformation in Zeiten der Coronavirus-Pademie kann töten“.

Damit wir hier rasch Klartext sprechen: Wenn wir von Hassreden sprechen, von Aufrufen zur Gewalt, von Terrorismus oder auch sexuellen Übergriffen, die auch online stattfinden, von der Verletzung von Persönlichkeitsrechten, dann bin ich die erste, die findet, dass das verboten werden sollte. Ist aber auch klar, das alles sind rechtlich gesehen Straftaten, die ohnehin schon geahndet werden.

Und wenn es dann darum geht, dass die Plattformen rechtlich verpflichtet werden sollen, „die politische, ideologische und regligiöse Neutralität“ zu wahren, dann unterschreibe ich das sofort. Aber jetzt sind wir genau beim Punkt: die ideologische Neutralität.

Hierfür braucht es vielleicht eine kurze Erklärung zum Wort Ideologie, die ihr unter dem angegebenen Link selber nachlesen könnt. Wer nicht auf den Beschrieb des einschlägigen Online-Lexikons steht, kann das Wort auch im Bedeutungswörterbuch des Duden nachschlagen. Gemeinsam haben die beiden Beschreibungen, dass es sich dabei um soziale Gruppen mit einer gemeinsamen Weltanschauung und gemeinsamen Werten handelt. Solange diese nicht den geltenden Gesetzen widersprechen (Gewalt, Faschismus, Sexismus), ist gegen solche auch nichts einzuwenden.

Die „Covidioten“

Jetzt handelt es sich bei den sehr abschätzig als „Covidioten“ genannten Gruppierungen um Menschen, die sich, aufgrund der vorliegenden Informationen (in der Schweiz geliefert durch das BAG), eine Meinung zur aktuellen Situation bilden. Da geht es nicht darum, die Krankheit zu leugnen – denn diese ist nachweislich da. Es geht auch nicht darum grundsätzlich infrage zu stellen, ob der Bundesrat im März richtig oder falsch gehandelt hat. Er hat gehandelt. Punkt. Dies auf den ihm damals vorliegenden Tatsachen und wir wussten alle nicht, wo das noch hinführen wird.

So, wir haben also diese Handlung zur Kenntnis genommen und akzeptiert – auch wenn wir es sicher nicht alle nur gut gefunden haben. Und heute (und wohl auch die nächsten 10-15 Jahre) leben wir mit den wirtschaftlichen Konsequenzen, den ein solcher Lockdown mit sich bringt. Fair enough.

Doch irgendwann hatten wir die Situation einigermassen im Griff. Die Bevölkerung fühlte sich gut informiert und begann auf dem Weg zurück in die Normalität seinen Kopf einzuschalten. Und dann tauchten plötzlich Fragen auf wie:

  • In welcher Relation stehen die täglich gemeldeten neu positiv Getesteten?
  • Wie gefährlich ist das Virus für U65 jährige wirklich und würde es nicht reichen, wenn wir die besonders gefährdete Gruppe schützen würden?
  • Warum gab es am Peak keine Maskenpflicht im ÖV und jetzt schon?
  • Wie verlässlich ist der PCR-Test wirklich?
  • Wenn Kinder nachweislich kaum schwer an Covid-19 erkranken, warum müssen sie in den Schulen Masken tragen – im ÖV aber nicht (unter 12-Jährige)?
  • Sind positiv Getestete immer auch gleich krank?
  • Wie wird die Statistik der Corona-Toten geführt (basierend auf den Angaben des österreichischen Gesundheitsministeriums)?
  • Warum ist das Parlament so inaktiv? Warum melden sich die Volksvertreter nicht zu Wort?
  • Warum wird auf manchen Kanälen (z.B. 20 Minuten) die Kommentarfunktion zu Corona-Artikeln deaktiviert?

Beantwortet hat diese Fragen bisher noch niemand abschliessend. Zumindest nicht meines Wissens.

Jetzt frage ich mich: Ist es unredlich diese Fragen zu stellen? Hat das Volk nicht Anrecht auf eine Erklärung? Darf sich das Volk aufgrund der öffentlich publizierten Zahlen des BAG nicht auch sein eigenes Bild der Krise machen und sich damit eine eigene Meinung bilden? Was hat das mit Fake-News zu tun?

Wer entscheidet über richtig oder falsch?

Wer die aktuelle Handhabung der Krise hinterfragt verbreitet also Fake-News? Wer die Zahlen anschaut und interpretiert und das weitererzählt, verbreitet der Fake-News? Wer entscheidet denn, was richtig ist und was falsch? Hat der Bundesrat die einzige Wahrheit für sich gepachtet? Oder das BAG – welches, bei allem Respekt, als Pleiten, Pech und Pannen Bundesamt in die Corona-Geschichte eingehen dürfte?

Ist alles, was nicht nach dem Willen des Bundes geht falsch? Also erstens hat in einer direkten Demokratie wie die Schweiz sie hat noch immer das Volk Recht. Punkt. Zweitens: Jetzt sind also alle diejenigen, die sich gegen die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen aussprechen auch Verschwörungstheoretiker – weil der Bund ist ja dezidiert dafür. Also gehören Publikationen, die dagegen sprechen, verboten. Oder habe ich da etwas falsch verstanden, bzw. wird nicht mit gleich langen Ellen gemessen?

Dabei heisst es doch unter dem 2. Titel der Bundesverfassung im 1. Kapitel unter Artikel 8, Absatz 1: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ und unter Absatz 2 folgt sogleich: „Niemand darf diskriminiert werden, namentlich ncht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religösen, weltanshaulichen oder politischen Überzeuung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. „

Es folgt Artikel 9: „Jeder Mensch hat Anspruch darauf von den staatlichen Organen (Bundesrat, Bundesämter, Anm. d.R) ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden.“

Unter Artikel 15, Absatz 1 und 2 ist zu lesen: „Die Glaubens- und Gewissensfeiheit ist gewährleistet. Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.“

Womit wir wieder bei der Bedeutung der Ideologie wären…. so schliesst sich der Kreis.

Und zum Abschluss noch der bekannte Artikel 16:

„Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist gewährleistet.
Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.
Jede Person ha das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten.“

Schweizerische Bundesverfassung, Art. 16 Abs. 1-3

Fake News hat es schon immer gegeben. Seit je her ist sich die Gesellschaft gewohnt, mit Fake News umzugehen und eine direkte Demokratie, in welcher sich die Menschen ihre Meinung selber bilden sollen, lebt genau von dieser Vielfalt an Berichterstattungen. Heute gerne „Medienvielfalt“ genannt. Jeder muss für sich selber entscheiden können und dürfen, was für ihn richtig und was falsch ist.

Sollte künftig nun der Bundesrat entscheiden dürfen, was richtig und was falsch ist und dies dem Volk vordiktieren, dann hat das mit Demokratie gar nichts mehr zu tun. Mit einem solchen Gesetz, das gemäss „Blick“ geprüft wird, untergräbt der Bundesrat alles, wofür die Schweiz steht: Demokratie, Meinungsfreiheit, Gewissensfreiheit, Medienfeiheit. Dann leben wir in einer Diktatur. Wollen wir das?

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Die zweite Welle ist längst da

So, ich habe heute mal wieder die Positivitätsraten geplottet und präsentiere Euch hier die Resultate. Wie immer stammen die Zahlen offiziell vom BAG und sind nicht von mir erfunden.

Die Zahl der laborbestätigten Fälle ist stetig steigend. Wie den unteren beiden Grafiken zu entnehmen ist, stimmt das schon….

Verlauf der absoluten Zahlen, geplottet von Comm4u, Stand 06.09.2020.

….aber man darf nicht ausser Acht lassen, dass wir während der ganzen Corona-Krise noch nie so viele Tests durchgeführt haben, wie in der Kalenderwoche 35, was ebenfalls aus dem oben verlinkten Situationsbericht hervorgeht:

Es sind die absoluten Zahlen, mit welchen man dem Volk aufzeigt, wie sich das Schreckensgespenst Covid-19 weiter in der Bevölkerung verbreitet. Und man warnt eingehend vor einer zweiten Welle, die noch viel gefährlicher werden könnte als die Erste.

Diese Aussage ist so per se schon falsch. Betrachtet man nämlich die Positivitätsrate – also die Anzahl der positiv Getesteten im Verhältnis zu den total durchgeführten Tests – sieht man klar: die zweite Welle ist längst da. Sie ist sogar bereits wieder am Abflachen – sofern die Tendenz so bleibt, wie sie aktuell ist:

Verlauf der prozentualen Zahlen, geplottet von Comm4u, Stand 06.09.2020.

Es gibt wohl einige Aussreiser, aber die Welle ist klar ersichtlich und auch deren Entwicklung gegen unten ist erkennbar. Und wer dem jetzt nicht glaubt, sondern sich auf die Statistik des BAG verlassen will (obwohl meine Zahlen ja exakt vom BAG stammen), der betrachtet sich die Zahlen der Hospitalisationen und der laborbestätigten Todesfälle:

Auch hier ist die Tendenz der zweiten Welle ersichtlich und auch hier flacht sie langsam aber sicher wieder ab. Klar, wir wissen nicht ob das so bleibt und ja, es wird wohl eine dritte, vierte, fünfte Welle geben – wie es sie auch bei der Influenza saisonal bedingt gibt. Aber wir brauchen uns, angesichts der aktuellen Situation, darüber keine Sorgen zu machen.

Diese sorglose Einstellung meinerseits wird bestätigt durch die letzte Grafik, die ich Euch heute präsentieren möchte, die aus demselben Sheet des BAG stammt. Hier sind die Betten auf den IPS (Intensivpflegestationen) und deren Belegung thematisiert:

Verlauf der Bettenbelegung auf den IPS gemäss BAG, Stand 02.09.2020.

Hier wird ersichtlich, dass zurzeit rund 68% der Betten belegt sind, ergo bleiben rund 32% der Betten frei. Es wird aber auch deutlich, dass nur rund 1-2% maximal von Covid-Patienten belegt ist. Den Löwenanteil der Pflegebedürftigten auf den IPS stellen non-Covid-19 Patienten. Und bei ganz genauem Hinsehen ist auch hier die zweite Welle ganz leicht ersichtlich.

Warum zeige ich Euch diese Grafik überhaupt? Weil es mittlerweile bekannt ist, dass die Tests, die durchgeführt werden, nicht zu 100% verlässlich sind. Und selbst wenn jemand positiv getestet wird, heisst es nicht, dass die Person schwer oder gar überhaupt erkranken wird bzw. Symptome zeigt. Daher suggerieren die Fallzahlen aber teilweise auch die Positivitätsrate ein etwas verquertes Bild.

Bei den Bettenbelegungen sprechen wir allerdings von absoluten Zahlen, die nachweisbar und nicht abzustreiten sind – genauso wie bei den Todeszahlen, die übrigens auch stetig sinken. Daher ist es wichtig, sich immer möglichst vollumfänglich zu informieren und sich aufgrund des sich zeigenden Lagebildes selber eine Meinung zu bilden.

Ich empfehle Euch, den wöchentlichen Situationsbericht des BAG regelmässig zu lesen, ihn zu studieren und Euch wirklich eingehende Gedanken darüber zu machen. Es wird bald auffallen, dass sich das vom BAG herausgegebene Papier mit den in den Pressekonferenzen und in den Medien gemachten Aussagen widerspricht. Und da werfe ich die Frage auf: Warum glaubt man den Aussagen des BAG in den Medien noch, wenn doch das BAG selbst auf seiner Webseite mit seinem Situationsbericht genau das Gegenteil beweist…

Ein wichtiger Hinweis noch zum Situationsbericht des BAG: Auf der zweitletzten Seite unter Fussnote 1 ist zu lesen:

„COVID-19 Verdacht ist hier definiert als akute Erkrankung der Atemwege und/oder Fieber 38°C ohne andere Ätiologie und/oder plötzliche Anosmie und/oder Ageusie und/oder akute Verwirrtheit oder Verschlechterung des AZ bei älteren Menschen ohne andere Ätiologie.“

Situationsbericht zur epidemiologishen Lage in der Schweiz und im Fürstentum Lichtenstein, herausgegeben vom BAG.

Übersetzt heisst das:

„COVID-19 Verdacht ist hier definiert als akute Erkrankung der Atemwege und oder Fieber höher oder gleich 38°C ohne anderen zugrundeliegendem Zusammenhang und/oder plötzlichem Fehlen des Geruchsinnes und oder des Geschmakssinnes und/oder akute Verwirrtheit oder Verschlechterung des Allgemeinzustands bei älteren Menschen ohne anderen zugrundeliegendem Zusammenhang.“

Das klingt sehr verwirrlich, heisst aber nichts Anderes als: Wer 38°C Fieber hat steht bereits unter COVID-19-Verdacht. Ältere Menschen, die verwirrt sind oder deren Allgemeinzustand sich plötzlich verschlechtert, was gerade bei älteren Menschen sehr von der Tagesform abhängt, sind COVID-19-verdächtig. Es gilt also der Generalverdacht.

Das Hauptproblem ist hier meines Erachtens die Formulierung „und/oder“ und die Nennung der sogenannten „Ätiologie“, die nichts anderes bedeutet als „ohne anderen zugrundeligendem Zusammenhang“. Durch diese Formulierung wird de facto jedes Symptom, das auch auf 100 andere Krankheiten hinweisen kann (insbesondere Fieber) sofort als Covid-19-Verdacht gewertet. Finde ich – gelinde gesagt – speziell.

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Der Wind hat sich gedreht

So langsam aber sicher werden die kritischen Stimmen gegenüber dem Bundesrat, den Massnahmen, der Maskenpflicht und der allgemeinen Corona-Panik lauter. Das freut mich persönlich sehr. Denn es gibt wirklich viele Dinge, die hinterfragt werden müssen.

Bestätigt hat mir das eine Newsmeldung von heute Morgen, in welcher stand, dass Belgien die Schweiz wieder im besseren Corona-Licht sieht: Luzern, Schaffhausen und Thurgau sind von der Risikoliste des Königreiches verschwunden. Das hat natürlich alles gar nichts mit der Aussage von Bundesrat Berset vom Mittwoch zu tun, in welcher er in Aussicht stellt, dass Belgien bald schon von der Quarantäne-Liste der Schweiz verschwinden soll…

Ich habe mich in den letzten Stunden auch gefragt, was dieses Theater mit Frankreich soll. Gemäss Blick verzeichnet das Land seit Tagen mehr als 60 Neuinfizierte. Damit ist Frankreich das erste Nachbarland, welches den Grenzwert überschreitet, welchen die Schweiz für Risikostaaten festgelegt hat. Ergo, Frankreich gehört auf die Quarantäneliste des Bundes.

Doch für Nachbarn sollen andere Regeln gelten. Auch in der Pressekonferenz vom 02. September hat BR Berset betont, dass Frankreich noch nicht auf diese Liste kommt – nicht zuletzt, weil viele Kantone auf die Grenzgänger angewiesen sind… Aha. Und diese Grenzgänger sind jetzt weniger gefährlich als andere französische Staatsbürger? Oder ist es vielmehr ein Lieferant für ein Maskenargument? Frei nach dem Motto „wir haben Grenzgänger aus einem Risikoland in der Schweiz, also ist jetz Maske an Arbeitsorten Pflicht“.

Der Bundesrat sinniert jetzt über eine Sonderlösung nach, während die EU versucht die Reisebeschränkungen innerhalb des Schengen-Raums zu vereinheitlichen.

Wir stellen fest, über Corona diskutiert wird nur noch auf politischer Ebene. Die Entscheide fallen aufgrund von politischen Überlegungen und nicht mehr aufgrund der Besorgnis um die eigene Bevölkerung. Man weigert sich, das Zepter aus der Hand zu geben. Man hat an der Macht geleckt und es hat geschmeckt.

Kehrtwende in der Berichterstattung

Sogar in der NZZ fragt man sich, wo der Wolf bleibt, den man grossartig angekündigt hat und befürchtet sogar, dass die sogenannten „Covidioten“ sogar Recht gehabt haben könnten…

20 Minuten indes berichtet über den deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn, der rückblickend die Läden nicht mehr schliessen würde und offenbar wird auch in der Schweiz der Nutzen des Lockdowns hinterfragt.

Hier stellte das Blatt Pietro Vernazza, Infektiologe und Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen, drei Fragen. Und auch sein Fazit ist klar. Zusammengefasst meint Vernazza, dass er Lockdown damals sicher notwendig war, doch er wirft ebenfalls in die Waagschale, dass man das Virus analog der Schweinegrippe womöglich überschätzt habe.

Vor diesem Hintergrund finde ich es fahrlässig, dass der Bundesrat mittels dem Covid-19 Gesetz seine Macht, die „Besondere Lage“, gesetzlich bis Ende 2021 festschreiben will. Es gibt keine Grundlage dafür, dass das in dieser Form notwendig ist.

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Verloren und ohne klare Linie

Liebe Leserinnen und Leser, sprechen wir heute mal über die Kommunikation des Bundesrates. Ich persönlich fand es schon spannend, WIE der Bundesrat heute aufgetreten ist. Ganz alleine, lediglich begleitet von Bundesratssprecher André Simonazzi trat der Gesundheitsminister vor die Medien. Paul Watzlawick hat mal gesagt, „man kann nicht nicht kommunizieren“. Hinsichtlich dieses Ausspruchs wage ich eine Interpretation: Schwindet die Einigkeit im Bundesrat? Sonst treten sie ja mindestens zu zweit auf, was nicht zuletzt auch Einigkeit symbolisieren soll. Bundesrat Alain Berset wirkte heute etwas verloren vor den wenigen Medienvertretern. Auch seine Gestik und Mimik wirkten viel weniger selbstbewusst als noch zu Beginn der Corona-Krise. Das Titelbild zeigt deutlich, wie verloren der Innenminister auf seinem Stuhl sitzt und das nachfolgende Video unterstreicht seine non-verbale Unsicherheit.

Man achte sich auf die Augen von BR Berset – irgendwo muss doch Hilfe herkommen… – und wer sich die ganze Pressekonferenz anschaut sieht, dass es durchaus nicht das einzige Mal war. (Quelle: SRF)

Begonnen hat die heutige Medienkonferenz ja mit der Aussage, dass Frankreich den Schwellenwert von 60 Fällen pro 100’000 Einwohner überschritten habe. Dennoch nehme man Frankreich jetzt noch nicht auf die Risikoliste des BAG auf. Hierfür brauche es noch Zeit. Es gebe noch einige Absprachen, die mit den Kantonen getätigt werden müssten, weil es gerade in den Grenzkantonen auch viele Grenzgänger gebe. Das Ganze müsse „verhältnismässig“ sein. Ja bitte, wofür hat man dann den Schwellenwert, wenn man sich schlussendlich doch nicht daranhält? Entweder man zieht es durch oder lässt es sein. Aber es sind wieder so schwammige, nicht nachvollziehbare Aussagen und der Verdacht kommt auf, dass es sich dabei nur um einen politischen Entscheid handelt.

Berset betonte aber sofort, dass die besagte Liste des BAG natürlich laufend aktualisiert werde, so werde man etwa Belgien demnächst von der Liste entfernen. Aha.

Ob der Grund die pandemische Entwicklung in Belgien ist oder ein rein politischer Entscheid, in der Hoffnung, dass auch Belgien die Schweiz wieder von der Risikoliste streicht, bleibt offen.

Verzeiht mir den krassen Vergleich, aber irgendwie klingt das für mich nach kaltem Krieg.

Berset sprach aber auch von den Grossanlässen mit über 1000 Besuchern, die ja ab dem 01.10.2020 wieder erlaubt werden sollen – naja, wie man es nimmt. Schliesslich braucht jeder Veranstalter ein besonderes Schutzkonzept und der Kanton muss den Anlass dann noch bewilligen. So gesehen ist es nicht eine Erlaubnis solche Veranstaltungen durchzuführen, sondern einfach eine neue Einschränkung. Aber mal abgesehen davon, freuen wir uns doch auf die Veranstaltungen. Nur, so ein zwei Fragen bleiben dann doch offen:

Berset spricht von einer Sitzpflicht bei Indoorveranstaltungen – ergo, es werden, z. B. im Zürcher Hallenstadion nicht mehr gleich viele Leute Platz finden wie vorher. Ich komme jetzt wieder mit dem Sunrise Avenue – Nachholkonzert von diesem Jahr. Ich bringe dies darum immer wieder, weil ich selber betroffen bin, als Ticketinhaberin. Wenn jetzt weniger Leute ins Hallenstadion passen, wie genau wird ausgesucht, wer jetzt rein darf von den Ticketbesitzern und wer nicht? Und wenn die Sitzplätze nicht nummeriert sind, wie stellt sich das Bundesrat Berset vor? Mehrere tausend „giggerige“ Girls diskutieren friedlich mit 1,5 Meter Abstand zueinander, ob jetzt die Blonde den Sitz näher an der Bühne bei Samu Haber bekommt oder die Brünette – die Rothaarige freut sich dann und schnappt sich den Sitz während die anderen beiden streiten. Ich stelle mir dieses Bild lustig vor. Aber der Türsteher, der mir dann, obwohl ich im Besitz eines Tickets bin, erklärt, dass ich aus Gründen von Corona nun doch keinen Zutritt habe, der möchte ich nicht sein. Wobei – sein Wortschatz an Fluchwörtern würde sich bestimmt massiv erweitern – quasi exponentiell steigen.

Immerhin dürfen wir offenbar noch ein Sektlein köpfen, denn das Alkoholverbot kommt nicht – auch nicht bei den Sportveranstaltungen. Hier darf man sein Bierchen oder auch sein alkoholfreies Getränk allerdings nur sitzend konsumieren. Achso, und nebenbei gilt Maskenpflicht – auch im Fussballstadion. Und wie genau konsumiere ich jetzt am Platz sitzend und Maske tragend mein Bierchen – ganz einfach: zum Trinken darf ich die Maske dann abnehmen – ja dann trinke ich viel Bier, damit ich viel die Maske nicht aufhaben muss…. Dann wiederum haben wir in unseren Stadien ganz andere Probleme. Von diesen will aber niemand hören – vielleicht passiert’s ja dann nicht.

Die Maskenpflicht in den Stadien gilt übrigens trotz der Sitzplatzbegrenzung: Lediglich 2/3 der Plätze dürfen besetzt sein – immerhin mehr als befürchtet. Man sprach ja eine Zeit lang von der Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze. Aber: Keine Reisen an Auswärtsspiele, weil Fans der Gastmannschaft kein Platzkontingent mehr erhalten. Und damit sich auch alle brav daranhalten, wird ein Regelverstoss geahndet – wahrscheinlich etwa gleich konsequent wie beim Abbrennen von Pyros in den Fankurven.

Ausnahmen von der Sitzplatzpflicht kann es für Freiluftveranstaltungen geben. Hierbei sei aber wichtig, dass die Personenströme klar geleitet würden und an allen Anlässen eine Maskenpflicht gilt, sagt Berset weiter.
Okay…. wir sprechen von Freiluftanlässen, draussen. Wenn die Abstände von 1,5 Metern eingehalten werden können, brauchen wir warum genau die Maskenpflicht trotzdem?

Berechtigte Frage einer Journalistin war übrigens, warum kommerzielle Anlässe wie Messen von diesen Bestimmungen ausgenommen sind. Bundesrat Berset ist der Meinung, dass „bei einer Messe, die eine Woche dauert zum Beispiel, ist es viel einfacher, die Besucherströme zu steuern“. Aha. Vielleicht finde ich noch irgendjemanden, der mir das näher ausführen kann.

Sowohl Berset als auch Stefan Kuster vom BAG betonten während der ganzen Medienkonferenz immer wieder, wie wichtig es ist, dass die Kantone die Hoheit haben und die Kantone ihre Beurteilungen vornehmen und in der jeweiligen Situation reagieren können müssen.

Hier gibt es die ganze Pressekonferenz zu sehen.

Die Gesundheitsdirektorenkonferenz schiebt den Schwarzen Peter inzwischen wieder dem BAG zu. Die Bewilligungskriterien seien eine Herausforderung. Die Schutzkonzepte der Dachverbände von Sport und Kultur sollte durch das BAG begutachtet werden, „so wäre eine einheitlichere Umsetzung durch die Veranstalter und eine bessere Kontrolle durch die kantonalen Behörden gewährleistet“, zitiert SRF aus einer Mitteilung der Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Und hier werfe ich zum Schluss die Frage auf, ob es vielleicht der Frust der Kantone ist, im Wissen, dass sich der Bund sowieso wieder einmischen wird? Nachdem Jura, Genf und die Waadt sich in Eigenregie dazu entschlossen haben, die Maskenpflicht in Einkaufsläden einzuführen, wurde es um diese Maskenpflicht relativ ruhig – die anderen Kantone warteten zu.

Bis am 18.08.2020 Bundespräsidentin Sommaruga die Kantone zur Krisensitzung lud. Was dabei wirklich diskutiert wurde, weiss niemand so genau. Tatsache ist aber, dass nur einen Tag später der Kanton Neuenburg die Maskenpflicht in Einkaufsläden ausrief, am 20.08.2020 folgte der Kanton BS, am 26.08.2020 der Kanton Fribourg und schliesslich am 28.08.2020 gab der Kanton Solothurn bekannt, die Maskenpflicht in Läden einzuführen. Ein Schelm der Böses denkt.

Sympathisch am Kanton Solothurn, als einziger der bisherigen Kantone, die alle eine Mindestdauer für ihre Maskenpflicht beschlossen, schreibt der Regierungsrat SO in seiner Verfügung unter Punkt 3: Die vorerwähnte Massnahme tritt am 3. September 2020 0800 in Kraft und gilt bis längstens am 31. Oktober 2020.

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Gelobt seien die Lieferdienste

So, jetzt hat es also auch mich erwischt. Ich lebe im Kanton Wallis und ab dem 31.08.2020 herrscht in Einkaufsläden Maskenpflicht. Im gleichen Atemzug heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung aber: „Die Zahlen sind zurzeit nicht alarmierend, aber es müssen Anstrengungen unternommen werden, um diesen Anstieg zu kontrollieren und so die Notwendigkeit schärferer Massnahmen zu vermeiden.“

Der Kanton begründet also die Makenpflicht auf „nicht alarmierenden Zahlen“. Ja, das klingt logisch. *Ironie aus*

Es fehlt allerdings die Angabe, wie lange diese Maskenpflicht gelten soll. Einen Monat, wie im Kanton ZH? Der hat die Maskenpflicht vorerst bis Ende September eingeführt. Ende Jahr? Sowie im Kanton Basel-Stadt? Man lässt es bisher (Stand 6.08.2020, 2245) offen.

Ich für meinen Teil habe ganz klar entschieden, ich werde, wenn es nicht sein muss, keinen Laden mehr betreten. Und Onlineversand sei Dank MUSS ich auch nicht mehr in Läden einkaufen gehen. Von Lebensmitteln über Werkzeuge, Möbel, Kleidung, Schmuck, Beautyartikel bis hin zu Medikamenten kann ich mir alles liefern lassen.

Ich habe heute mal damit angefangen, dass ich in die Apotheke meines Vertrauens ging, wo für diverse Medikamente, die ich regelmässig einnehmen muss (eigentlich sind es Vitamine wie Calcimagon und Vi-De3), ein Rezept auf meinen Namen hinterlegt ist. Ich habe gleich von allen Medikamenten zwei Schachteln mitgenommen – so spare ich mir den Gang in die Apotheke sicher bis Ende Jahr – und bis dahin sieht vielleicht alles schon wieder ganz anders aus.

Mir tun halt nur die KMU leid, die keinen Versand anbieten können – die davon gelebt haben, Kunden zu beraten. Aber wenn keine Kunden mehr kommen, weil keiner Maske tragen will, dann gehen diese Unternehmen ein. Das scheint aber irgendwie keiner wirklich zu bedenken. Ja klar, soeben hat mir einer auf Facebook den Vorwurf gemacht, es sei nicht fair, wenn ich jetzt die Läden boykottiere, die können ja nichts dafür. Das ist richtig, aber ich habe nunmal die Hoffnung, dass wenn viele so handeln wie ich und den Läden wirklich die Kunden fehlen, dass die Ladenbesitzer endlich aus ihren Schneckenhäusern gekrochen kommen und sich bemerkbar machen, sich gemeinsam mit mir und den Menschen die gleich denken wie ich (und ich glaube es sind mehr als es zugeben) gegen diesen willkürlichen Mist aufstehen.

Solidarität zeigt sich nicht mit einer Maske sondern darin, dass man gemeinsam für unsere Rechte einsteht!

Viren machen Halt vor Restaurants und Bars

Wie komme ich dazu, das Ganze willkürlich zu nennen? Im Kanton Wallis (es ist nicht überall gleich) ist es so, dass diese Maskenpflicht nicht in „Hotel- und Gaststättengewerbe und den Betrieben, die dem Gesetz über die Beherbergung die Bewirtung und den Kleinhandel mit alkoholischen Getränken“ unterstellt sind. So, in Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und wie sie alle heissen, müssen wir Masken tragen, weil wir uns da in der Regel so nah und so lange aneinandergedrängt aufhalten, dass eine Infektion mit Covid-19 sehr wahrscheinlich ist.

In einem Hotel- Restaurant- oder Barbetrieb ist das natürlich ganz anders. Die Viren verdienen ja kein Geld, die können sich Hotel- und Restaurantaufenthalte gar nicht leisten. Ergo, im Restaurant und in der Bar können wir zu vielt mehrere Stunden, relativ nahe beieinander verbringen und müssen uns nicht vor einer Ansteckung fürchten. *Ironie aus*

Bitte entschuldigt, wenn mein heutiger Blog etwas ironisch daherkommt, aber ehrlich gesagt weiss ich so viel Arroganz echt nicht mehr viel entgegenzusetzen als Ironie.

Ich betone es gerne immer wieder: Auch wenn das Covid-19-Gesetz des Bundesrats etwas entschärft worden ist. Es will die aktuell stattfindende Willkür für über ein Jahr gesetzlich festschreiben. Die Übermacht des Bundesrats wäre dann verschriftlicht und ob er sich dann Ende 2021 tatsächlich von der Macht lösen kann, wage ich noch zu bezweifeln.

Bitte liebe Politiker (und Leute die Politiker kennen), nehmt Einfluss. Sorgt dafür, dass das Parlament endlich und wahrhaftig beweisen kann, dass sie das sind, was sie eigentlich sein sollten: VOLKSVERTRETER.
Das Volk macht das Theater nämlich nicht mehr mit. Uns reichts.