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Ruf nach Nazimethoden: GLP und Mitte wollen Ungeimpfte brandmarken

Es ist ruhig geworden um mich seit Januar diesen Jahres – oder war es Februar? Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht mehr so genau. Aber nein, ich habe nicht aufgegeben – ich hatte einfach keine Kraft mehr, immer wieder das Gleiche zu sagen, zum gleichen Thema. Immer wieder auf diesen Positivitätsraten (die inzwischen so viel Wert sind wie ein gefülltes Robidog-Säcklein) rumreiten, auf der Pseudo-Auslastung der Spitäler…. Ich konnte einfach nicht mehr.

Doch heute wurde ich wachgerüttelt. Durch eine Schlagzeile im Tagi:

Ungeimpftes Pflegepersonal sollte sich mit Sticker kennzeichnen müssen

Zum Tagi-Bezahlartikel

Echt jetzt? Ich dachte wirklich, ich kippe aus den Latschen, als ich das gelesen habe. Hier fordert GLP-Präsident Jürg Grossen tatsächlich, dass man ungeimpftes Pflegepersonal mit einem „Sticker“ kennzeichnen soll:

Ja Herr Grossen, welche Form darf dann dieser Sticker haben? Kreisrund, quadratisch, dreieckig – oder vielleicht doch sternförmig?

Ja, ich mag diesen Vergleich mit Nazideutschland eigentlich auch nicht – aber es bleibt mir hier tatsächlich nichts anderes übrig. Haben wir nicht gelernt, dass die Stigmatisierung und Brandmarkung von Menschen im Desaster endet? Haben wir nicht begriffen, dass eine Zweiklassengesellschaft nie friedlich endet? Haben wir den Verstand verloren? Letzteres ist ganz einfach mit einem „Ja“ zu beantworten, wenn man den Artikel weiter liest. Dort fordert die Präsidentin der Gesundheitskommission, Ruth Humbel (Mitte), nämlich, dass auch in Gesundheitsinstitutionen (und wohl bemerkt, wir sprechen hier nur vom Pflegepersonal und nicht von den Patienten) Geimpfte von der Maskenpflicht befreit werden und nur noch die Ungeimpften Maske tragen müssten. Man würde sie dann statt am Sticker, am Tragen der Maske erkennen. – Ja, ich hielt das auch für einen schlechten Witz, aber seht selbst:

Geht es jetzt bei der Maske darum, andere zu schützen, oder geht es darum Menschen, die nicht gewillt sind, sich impfen zu lassen, bloss zu stellen? Ist die Maske nur noch ein Instrument zur Kasteiung der Bevölkerung?

Der ehemalige GLP-Präsident und Nationalrat Martin Bäumle geht sogar noch weiter. Er ist der Meinung, es gebe eine Rechtfertigung für weitergehende Einschränkungen in der Bundesverfassung. In der BUNDESVERFASSUNG. Zieht Euch das mal rein:

So, in der Bundesverfassung steht geschrieben, unter Artikel 10a3, Verbot der Verhüllung des eigenen Gesichts, dass man grundsätzlich im öffentlichen Raum das eigene Gesicht nicht verhüllen darf. Ausgenommen sind neben Sakralstätten auch Gründe der Gesundheit, der klimatischen Bedingungen und des einheimischen Brauchtums (Fasnacht, Tschäggättä, etc…):

SR 101 – Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (admin.ch)

So, jetzt kleine Denksportaufgabe: ungeimpftes Personal soll Maske tragen. Eine Maske, von der wir immer wieder hören, dass man sie nicht zum Eigenschutz, sondern zum Schutz der anderen trägt… okay. Also, wenn man Nichtgeimpfte dazu zwingt, Maske zu tragen zum Schutz der Geimpften, die ja durch die Impfung geschützt sind, dann macht das in welchem Universum genau Sinn? Es müsste ja rein theoretisch umgekehrt sein. Nämlich die Geimpften, die den Virus zwar in sich tragen können, dieser aber dank der Antikörper nicht ausbricht, könnten den Virus rein theoretisch weiter übertragen – an die Nichtgeimpften. Also müssten eigentlich die Geimpften Maske tragen und nicht umgekehrt. Was wiederum heissen würde, dass man die Geimpften bestrafen würde dafür, dass Ungeimpfte von ihrem guten Recht, auf eine Impfung zu verzichten, Gebrauch machen.

Klar kann man sagen, ja das ist Gefährlich und die könnten krank werden – aber sie haben sich dafür entschieden, dieses „Risiko“ einzugehen. Sie haben sich dafür entschieden, nicht geimpft zu werden. Und Leute, das ist okay! Es sind nicht schlechtere Menschen, minderwertigere Menschen, bösere, assozialere Menschen. Nein. Es sind Menschen die eine Entscheidung getroffen haben. Punkt. Also lasst sie in Ruhe!

Aber zurück zum ursprünglichen Thema: Wofür ist jetzt die Maske genau? Für die Kasteiung des Volkes oder zum Schutz der Gesundheit? Denkt mal darüber nach.

Als ich schon dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, ist mir dieser Artikel von 20Minuten begegnet – und das, kurz bevor ich eigentlich schlafen gehen wollte.

Da beklagt sich die Mitarbeiterin eines Unternehmens, darüber, dass sie als Ungeimpfte nicht mehr mit ihren Kollegen zu Mittag essen dürfe, sie müsse ihren Lunch am Arbeitsplatz einnehmen. Ausserdem müsse sie den ganzen Tag eine FFP2-Maske tragen, während sich ihre geimpften Kollegen maskenfrei bewegen können.

Eine andere Mitarbeiterin eines Logistikbetriebs habe zwei Wochen Zeit gehabt um ihren Impfnachweis der Personalabteilung einzureichen. Wer nicht geimpft sei, müsse weiterhin Maske tragen. „Ich finde es schlimm, dass Ungeimpfte durch dieses Vorgehen gebrandmarkt werden“, erklärt sie gegenüber der Pendlerzeitung. Die junge Frau, die ihren Namen nicht sagen will, weil sie Angst vor ihrem Arbeitgeber hat, stört sich auch daran, dass einzelne Arbeitnehmer diesem Druck nachgeben, obwohl sie sich eigentlich gar nicht impfen lassen wollten.

Traurige Zustände. Einziger beruhigender Lichtblick an diesem Tag war die Gewerkschaft UNIA (und das sage ich, die sonst eigentlich gar nicht auf der UNIA-Welle reitet). Diese gab auf Anfrage von 20Minuten nämlich folgende Antwort:

Einen Impfnachweis von seinen Mitarbeitenden zu verlangen ist unzulässig. In der Schweiz herrscht erstens keine Impfpflicht und zweitens verletzt der Arbeitgeber das Persönlichkeitsrecht der Angestellten, wenn er sie nach derart persönlichen Dingen fragt.

Serge Gnos, Kommunikationsverantwortlicher UNIA

Weiter erklärt Gnos, dass der Arbeitgeber seinen Angestellten einen Pausenraum zur Verfügung stellen muss. Mittagspausen am Arbeitsplatz seien nur zulässig, wenn ein Arbeitnehmender etwa im Pikettdienst ist.

So, und was mache ich jetzt mit all den Informationen? Keine Ahnung. Es ist wirklich schwierig abzuschätzen, in welche Richtung wir uns bewegen. Mich macht, wenn wir zurückkommen auf den einleitenden Teil dieses Blogs, einfach traurig, dass wir wie die Schafe hinter irgendwelchen Leuten herrennen und uns dabei tatsächlich auch noch fragen, wie so etwas wie vor 80 Jahren passiert ist, überhaupt möglich war.

Leute – so! So war das möglich.

Ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich mich für mein Land, dessen Regierung, dessen sogenannte Volksvertreter und leider teilweise auch für dessen Volk schäme.

Und bevor jetzt all die dummen „ja dann geh‘ doch wo anders hin“ Rufe laut werden. Nein. Ich werde nirgends anders hin gehen. Ich bin hier geboren worden, hier aufgewachsen. Das ist mein Zuhause. Und das lasse ich mir nicht kaputt machen. Weder politisch noch gesellschaftlich. Und darum, darum bin ich jetzt auch wieder da mit meinen Blogs.

Danke für Eure Geduld!

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Aufruf an die Politiker der Schweiz

Die Schweiz ist ein souveränes selbständiges Land, auf welches wir immer Stolz waren. Die Mündigen Bürger Thurgau rufen die Regierung dazu auf, in der Corona-Krise einen eigenen Schweizer Weg, heraus aus der Krise, gemeinsam mit der Bevölkerung zu gehen. Es geht um Mut und Vertrauen in die Bevölkerung. Wir haben unsere Politiker gewählt und ihnen Vertrauen geschenkt. Das ist keine Einbahnstrasse! Jetzt ist es an der Zeit, dass die Politiker dem Volk vertrauen!

Der Schweizer Weg heisst, der Bevölkerung ihre Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zurück zu geben und eine weitere Schwächung unserer Wirtschaft zu verhindern. Wir haben folgende Punkte, die zurück zur Eigenverantwortung führen:

  • Sofortige Abschaffung der Maskenpflicht vor allem bei Kindern aller Altersstufen, weil es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gibt, im Gegenteil die Gesundheit gefährdet.
  • Keine Tests bei gesunden Menschen, da der PCR-Test keine Evidenz besitzt und keine Infektion nachweisen kann.
  • Sofortige Beendigung des Lockdown und Öffnung aller Gastro-Betriebe und Detailhändler, weil diese Schliessungen einen grösseren Schaden in unserer Wirtschaft erzeugen, als durch die Corona-Krise selbst entsteht. Andernfalls fordern wir die Regierung auf, ihre Entscheidung für diese Massnahmen zu begründen. Studien oder andere fundierte Grundlagen vorzulegen, die zu dieser Entscheidung geführt haben und welche Abwägungen getroffen wurden.
  • Freie Impfentscheidung und auch kein indirekter Impfzwang durch Druck von Arbeitgebern, Veranstaltern usw. Diese Impfentscheidung muss nach umfänglicher Aufklärung freiwillig sein!

Wir sind sicher, dass ein Zurück zur Eigenverantwortung durch unsere Forderungen von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen werden! Niemand braucht eine Bevormundung oder das Einmischen in seine Eigenverantwortung für die Gesundheit. Ein Volk kann nicht über Verordnungen und Beschränkungen auf Dauer regiert werden. Schon jetzt gibt es eine Spaltung bei uns in der Schweiz, die muss wieder überwunden werden.

Ein gespaltenes Volk ist ein schwaches Volk!

Gehen wir gemeinsam einen eigenständigen Schweizer Weg wieder heraus aus der Krise!

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Offener Brief an die Medienschaffenden der Schweiz

Geschätzte Journalistinnen und Journalisten
Werte Berufskolleginnen und -kollegen

Wenn ich jetzt diesen Brief beginnen würde mit dem Satz «bisher habe ich mich im Hintergrund gehalten», wäre das nicht ganz wahr und da ich für mich in den vergangenen 11 Monaten den Hashtag #nichtallesgesagtistmanchmalebendochgelogen etabliert habe, finde ich, sollte ich auch nicht nur die halbe Wahrheit sagen. Also: Ich habe mich etwas exponiert, ich habe gebloggt, kommentiert und meine Meinung zur Corona-Krise und den Umgang mit eben dieser kundgetan. Ich habe Fragen gestellt, recherchiert und publiziert. Allerdings nur im kleinen Rahmen. Warum habe ich das getan? Weil ich den Eindruck erhalten habe, dass Sie das, liebe Berufskolleg*innen nicht getan haben. Dennoch habe ich mich betreffend die Kritik an den Medien einigermassen zurückgehalten. Doch jetzt kann ich das schlicht nicht mehr. Daher wende ich mich in diesem offenen Brief an Sie alle. Und nein, ich habe nicht die Illusion, dass sich in Ihrer Einstellung von einer Minute auf die andere etwas komplett ändert. Ich will Sie auch nicht per se von meiner Einstellung und Meinung überzeugen. Ich wünschte mir lediglich, dass Sie sich die Zeit nehmen, diese Zeilen zu lesen und sich vielleicht doch den einen oder anderen Gedanken dazu machen. 

Ich war knapp in der Primarschule, als ich eines Tages für mich beschlossen hatte, dass ich, wenn ich mal gross bin, «Zeitungen schreiben will». Zumindest habe ich das so meinen Eltern versucht glaubhaft zu machen. Ich konnte sehr früh lesen und schreiben, dafür kann ich zugegebenermassen bis heute nicht rechnen… Aber zurück zu meinem Entschluss: Ich wollte Zeitungen schreiben, also Journalistin werden. Warum hat mich dieser Beruf von Anfang an fasziniert? Abgesehen davon, dass ich schon immer unglaublich gerne gelesen und geschrieben habe, war ich von den Journalisten beeindruckt. In meiner kindlichen Naivität dachte ich nämlich, Journalisten wissen alles. Klar, sie schreiben über Themen und informieren die Leute (Leser), die von einem Thema nicht so viel Ahnung haben, sich aber dafür interessieren und mehr erfahren wollen. Journalisten waren für mich quasi allwissend. Das wollte ich auch sein.

Heute, viele Berufsjahre und ein Bachelorstudium später weiss ich: Auch die Journalisten wissen nicht alles. Hinter den Berichten in der Zeitung steht viel Arbeit. Journalisten wissen nicht alles, aber sie wissen, wo sie das Wissen herbekommen – wo sie recherchieren müssen. Recherche ist mit viel Aufwand verbunden. Je nach Thema oder Vorwissen des/der Schreibenden, braucht das viele Stunden an Fachlektüre, Internetrecherche, Interviews, etc… Ja, das ist Arbeit. Aber es ist eben auch die Chance, sich vertieft mit einem Thema auseinander zu setzen, mit welchem man sich vielleicht sonst nicht so intensiv befasst hätte. Es ist eine Horizonterweiterung. Und diese Horizonterweiterung sollten Journalisten dafür nutzen, ihre Leserschaft zu informieren. Möglichst umfassend und richtig. Dabei ist es (für mein Verständnis) nicht die Aufgabe der Medien, ihren Nutzern eine bestimmte Meinung aufzudrücken – vielmehr ist es doch ihre Aufgabe, die Nutzer dahingehend zu unterstützen, dass sie sich eine eigene, differenzierte Meinung bilden und diese auch entsprechend argumentieren können.

Die Medien tragen so zur Meinungsbildung bei. Nicht umsonst werden sie auch die vierte Gewalt genannt. Ist es nicht so, dass sie als diese auch eine Kritik- und Kontrollfunktion in der Gesellschaft wahrnehmen? Müssten sie hierfür nicht Missstände aufdecken, Gegebenheiten hinterfragen und Kritik üben? So wie es Anfang der 1970er Jahre auch die Washington-Post getan hat, als sie die sogenannten Pentagon-Papiere veröffentlicht hat. Obwohl die Papiere als Geheim klassifiziert waren, entschied der Oberste Gerichtshof mit 6:3 Stimmen für die Washington-Post und hob das ursprünglich ausgesprochene Veröffentlichungsverbot als «nicht verfassungsgemäss» auf. Das Geheimhaltungsinteresse des Staates müsse hinter dem Interesse der Öffentlichkeit und der Pressefreiheit zurückstehen. Ein Richter schrieb dazu:

«Nur eine freie, unbehindert agierende Presse kann wirksam Täuschungen durch die Regierung aufdecken. Und über allen Verantwortlichkeiten einer freien Presse steht die Pflicht, jeglichen Teil der Regierung daran zu hindern, die Menschen zu betrügen […].» 

In der Verfilmung dieser Geschehnisse («Die Verlegerin»), wird gegen Ende des Films, in der Urteilsbegründung ein Richter wie folgt zitiert: «Die Medien sind für die Regierten da, nicht für die Regierenden».

Mich hat nicht nur der Film, sondern vor allem dieser Satz beeindruckt. So sollte es sein. Die Medien sollten für das Volk da sein. Das Volk informieren. Ich spreche hier nicht einmal davon, aktiv die Regierung zu denunzieren, sondern lediglich davon, vollumfänglich zu informieren, mit allen den Medien zur Verfügung stehenden Mitteln. Dabei sollten die Medienschaffenden immer dem Leitsatz des englischen Schauspielers Sir Laurence Olivier folgen: «Gib immer dein Bestes. Mehr kannst du nicht, weniger darfst du nicht». 

Beobachte ich aber die Medien in der aktuellen Corona-Krise, dann habe ich ernsthaft das Gefühl, dass dieser Grundsatz mehr denn je verloren gegangen ist. Die Entwicklung der Medien ging schon vor Corona in die Richtung, dass man vor allem Stories und damit die Zeitung / den Sender / die Webseite verkaufen möchte. Reisserische Titel und Fotos sind heute mehr wert als Inhalt. Eine Entwicklung, die gerade mit der Digitalisierung der Medien wohl kaum aufzuhalten ist. Doch irgendwo steckt doch noch immer in jedem Journalisten der gewisse Berufsstolz, der ihn dazu treibt, die Welt zu verändern, etwas zu bewegen, Geschichten aufzudecken…. Oder etwa nicht?

Ich habe nicht das Gefühl. Um es vorneweg zu nehmen: Ich bin weder ein Verschwörungstheoretiker noch ein Coronaleugner. Ich bin lediglich eine kritische Bürgerin, die Sachen hinterfragt. Etwa wie der Staat mit dieser Krise umgeht. Ich stelle Fragen, die ich eigentlich erwarten würde, dass sie die Medien stellen:

  • «Ab dem 8. Februar gilt zudem für alle Einreisenden in die Schweiz, dass sie einen negativen Test vorweisen müssen, der nicht älter als 72 Stunden ist.»
    • Gilt das auch für Schweizer Bürger? Kann man einem Schweizer Bürger die Einreise in seine Heimat wirklich verweigern?
  • «3,6 Prozent der Bevölkerung sind geimpft.»
    • Ist es nicht vielmehr so, dass 3,6 Prozent der Bevölkerung bereits die erste Spritze erhalten haben? Oder gilt man auch schon mit der ersten Dosis als «geimpft» obwohl man gemäss Wissenschaft noch keine 50% Schutz gegen Corona erreicht hat? Und inwiefern ist diese Zahl, wenn sie nur diejenigen Betrifft, welche die 1. Spritze erhalten haben, aussagekräftig?
  • Frage: Müssen Autofahrer, die in die Schweiz einreisen, ebenfalls einen negativen Test vorweisen?
    «Wenn sie aus einem Risikogebiet kommen, ja», sagt Berset.
    • Wie genau gedenkt der Bund das zu kontrollieren? Werden die Kontrollen an den Grenzen verschärft? Hat die EZV diese Kapazitäten überhaupt? Muss die Armee wieder zur Unterstützung beigezogen werden?
  • «Die Fallzahlen sinken zu langsam.»
    • Ist es nicht möglich, dass die Fallzahlen zwar langsamer, dafür aber nachhaltiger sinken als noch im Frühjahr 2020?
  • «Eine Anordnung des Kantons ist strafbewehrt. Sprich: Es droht eine Strafe, wenn sich eine Person nicht an die Anordnung des Kantons hält», sagt Gerber. «In Einrichtungen müsste es sich um den Schutz der Arbeitnehmenden handeln, aber es kommt sehr auf die Art und das Umfeld der Aktivität an.»
    • Heisst das also, dass Menschen, die zum Beispiel einen Corona-Test im Rahmen von Massentests verweigern, dazu gezwungen werden können? Wie rechtfertigt der Bundesrat einen solchen Eingriff in die Privatsphäre insbesondere bei symptomfreien Bürgern? Gilt das nicht als Körperverletzung, wenn man gegen seinen Willen getestet oder geimpft wird?
  • Der Bundesrat klassifiziert Corona-Unterlagen seit dem Frühjahr 2021 als «Geheim»
    • Hat der Bundesrat etwas zu verbergen? Fehlen dem Bundesrat die Argumente für den Fall, dass Fragen kommen würden?
  • Wenn BR Berset an der Medienkonferenz vom 27.01.2021 offensichtlich nicht weiss, was er in seiner Verordnung unterschrieben hat und seinen Berater zu Hilfe ziehen muss:
    • Herr Bundesrat, kennen Sie den Inhalt der von Ihnen unterschriebenen Verordnungen?
      • In einer normalen Lage hätte man einen Bundesrat, der vor versammelter Pressekonferenz so agiert, in der Luft zerrissen, warum jetzt nicht?
  • Die Fallzahlen sind immer noch zu hoch
    • Ja klar, mit den Massentests steigen die absoluten Fallzahlen, die Positivitätsrate sinkt aber kontinuierlich, warum werten Sie das nicht als positives Zeichen?
  • Es muss mehr getestet und der Anreiz, Tests zu machen, erhöht werden
    • Versuchen Sie damit die Fallzahlen künstlich hoch zu halten?
  • Die Zahl der Virusmutationen verdoppelt sich im Moment wöchentlich
    • Dennoch sinkt die Positivtätsrate kontinuierlich, heisst das nicht auch, dass das mutierte Virus nicht ganz so ansteckend ist, wie man uns glauben machen will?
  • Der R-Wert steigt wieder über 1
    • Kann jemand detailliert erklären, wie der R-Wert zustande kommt? Denn obwohl vor 10 Tagen der R-Wert wieder über 1 gestiegen sein soll, sinkt die Positivitätsrate kontinuierlich. Wie ist das möglich?

Und für mich die wichtigste Frage von allen:

Geschätzter Bundesrat, warum knechten Sie das Volk seit bald einem Jahr nur mit negativen Aussagen, Pessimissmus und Massnahmen, statt dem Volk in dieser Situation Mut zu machen, mit dem Volk in eine bessere Zukunft zu blicken?

Doch nichts Dergleichen passiert. Woche für Woche sitzen Medienvertreter in diesen Pressekonferenzen und stellen Fragen, von denen man den Eindruck bekommt, sie seien ihnen vorgegeben worden. Es geht nur darum alles zu bestätigen was vom Bundesrat kommt und oft sogar darum, ohne zu hinterfragen die Haltung des Bundesrates nicht nur zu bestärken, sondern indirekt noch härtere Massnahmen zu fordern und dies völlig unkritisch.

Alt-Bundesrat Pascal Couchepin (FDP) hat im Buch «Starke Worte» (Barabara Lukesch und Balz Spörri) gesagt:

«Kinder haben viele Fragen. Später nehmen die Fragen ab. Man kann problemlos durchs Leben gehen, ohne Fragen zu stellen. Für viele Leute ist das bequemer. Es beruhigt sie, wenn sie immer genau wissen, was sie zu denken haben. Wenn sie nur wiederholen müssen, was andere schon gesagt haben oder was in der Zeitung steht. Doch das ist sehr schade. Menschen, die keine Fragen haben, sind sich immer absolut sicher. Doch im Grunde genommen sind sie dumm und tot.»

Alt-Bundesrat Pascal Couchepin (FDP)

Ist der Journalismus, der wahre, ehrliche Journalismus auch tot? Warum sind Sie Journalist geworden? Haben Sie sich das kürzlich mal wieder selber gefragt? Haben Sie eine Antwort darauf? Sind es die Privilegien, die man als Journalist geniesst? Ist es das Ansehen, bzw. der eigene Name, der in einer Zeitung steht? Ist es die Tatsache, dass man Prominente treffen kann? Dass man ins Ausland reisen kann? Sein Gesicht im Fernsehen präsentieren kann? Ist es der Lohn? Was ist es, was Sie damals dazu bewogen hat diesen Beruf, der vielmehr Berufung ist, zu ergreifen?

Wollten Sie nicht die Welt verändern? Haben Sie nicht davon geträumt, Missstände aufzudecken? Aufklärung zu betreiben? Haben Sie sich nicht vielleicht sogar geschworen «ich wetts denn besser mache»? Und? Machen Sie es besser? Sind Sie sicher? Und hier beginnt das Hinterfragen. Hinterfragen Sie sich, Ihre Rolle als Journalist und als Bürger in unserer Gesellschaft. Hinterfragen Sie unser System – nicht im Bösen, sondern zur Aufklärung. Zur Aufklärung der Bürger, die ein Recht darauf haben, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Die sich auf Sie verlassen. 

Barbara Thomass schreibt in ihrem Konzept der journalistischen Ethik: 

«Journalismus produziert Darstellungen über aktuelle Themen. Dabei erwarten Rezipienten von Journalisten die Zutreffendheit der berichteten Ereignisse, wahrhaftige und umfassende Informationen, das ‘ganze’ Bild, die Richtigkeit der Fakten – dies alles unbenommen des Phänomens, dass sich Rezipienten in ihrer Meinung bestätigt sehen wollen und deshalb ums o eher Informationen aufnehmen, die in Übereinstimmung mit ihren Erwartungen sind. Auf der Erfüllung dieser Erwartungen basiert die Glaubwürdigkeit des Journalismus. Die Wahrung der Glaubwürdigkeit rechtfertigt die Privilegien in der Ausübung des Berufes und liegt der Funktionsfähigkeit des Journalismus als Beobachtungssystem der Gesellschaft zugrunde.»

Barbara Thomass

Und ich komme zu meinem kindlichen Bild des allwissenden Journalisten zurück: Sie sind die Allwissenden, diejenigen, welche die Macht haben, dem Volk die Informationen zu geben, die es braucht, um sich eine eigene Meinung bilden zu können und Sie sind es auch, die die Macht haben, eben diesem Volk die Stimme zu geben, die es braucht, um gehört zu werden.

Denken Sie stets daran: Die Medien sind für die Regierten da, nicht für die Regierenden.

Ich hoffe sehr, Sie mit meinen Zeilen zum Nachdenken angeregt zu haben und dass Sie, angespornt durch meine Worte, anfangen sich selber und Ihre Rolle in unserer Gesellschaft zu reflektieren.

Die Menschen zählen auf Sie – enttäuschen Sie sie nicht.

Freundliche Grüsse

Moni Bregy

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Wussten Sie, dass…

Ein Beitrag von Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf, Kinderärztin, Corona-Realistin vom 26.01.2021

…über 95 Prozent der Menschen mit Covid-19 einen milden Verlauf haben (ohne Hospitalisation), 30 Prozent sogar ohne Symptome (Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe Kantonsspital BL (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382)).

…bei gut eingestellten Risikofaktoren (z.Bsp. Asthma, Diabetes, Bluthochdruck) die PatientInnen beruhigt werden können – ein schwerer Covid-19 Verlauf ist deswegen nicht zu erwarten (Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe Kantonsspital BL (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382)).

  • Schon im April wurden die Risiko-Kategorien für Erwachsene deutlich eingeschränkt.  Die entsprechende Liste war schwierig zu finden (Der Bundesrat > Bundesrecht > >COVID-19-Verordnung 2). Im Zusammenhang mit den Impfempfehlungen ist diese Liste der  Kategorien besonders gefährdeter Personen wieder wichtig geworden.  Sie ist zu finden in «Impfempfehlung für mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 (Stand 12.01.21)» von BAG und EKIF auf S. 8.  Menschen mit gut eingestelltem Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma werden nicht als wirkliche Risikopatienten betrachtet.

…auch Senioren über 80 Jahre in 9 von 10 Fällen nach Covid-19 wieder gesund werden.

…Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch SARS-CoV-2 kaum je gefährdet sind (Ausnahmen sind solche mit schwerer Immunschwäche), sie haben häufig wenig oder keine Symptome. Kinder sind nicht Treiber der Pandemie. Corona-Ausbrüche in Schulen mit einer Häufung von Infektionen über alle Klassen und Stufen hinweg gibt es nicht. (Ciao-Corona-Studie Uni ZH) 

…Schulschliessungen den Kindern schadet, v.a. den eh schon benachteiligten, und die  Pandemie nicht relevant beeinflussen (was in Deutschland zu sehen ist).  Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) rät in einem Schreiben an den Bundesrat von einem Verbot des Präsenzunterrichts an obligatorischen wie weiterführenden Schulen ab. (NZZ 21.01.21)

…SARS-CoV-2 am ansteckendsten ist bei Symptombeginn und ein bis zwei Tage davor – nach Symptombeginn nimmt die Ansteckungsgefahr und die Viruslast im Nasopharynx sukzessive ab (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382).  

…das postvirale Syndrom auch nach anderen schweren Virusinfektionen vorkommen kann.  Die Erschöpfung und die Atemnot etlicher Post-Covid-Patienten sind nicht objektiv nachweisbar. (NZZ 16.1.2021)

…sehr viele Menschen Covid-19 schon gehabt haben (in der Schweiz über 500’000 positiv Getestete, die effektive Zahl ist um ein Vielfaches höher).

…Menschen mit durchgemachter Covid-19-Infektion und Menschen mit positiven Corona-Antikörpern in den allermeisten Fällen vor einer erneuten Infektion mit SARS-CoV-2 geschützt sind (in der gleichen Saison) (Lumley et al, online 23.12.20).  Diese Menschen zu impfen oder in die Quarantäne zu schicken ist ohne Evidenz (Prof. Dr. med. Pietro Vernazza, Jan 03, 2021, infekt.ch)

…viele Viren (Influenza, Corona) ständig mutieren und gelegentlich vom Tier auf den Menschen überspringen können (Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, MERS). Der natürliche Verlauf von Viren ist, dass sie durch zufällige Mutationen tendentiell infektiöser, aber weniger gefährlich werden.

…das Immunsystem des Menschen auch für neue Viren gewappnet ist.

…die neue Virusmutante aus Grossbritannien schon seit mindesten Anfang Dezember in der Schweiz nachgewiesen wurde.  Sie soll etwas ansteckender sein, aber nicht gefährlicher. Falls diese Virusmutante wirklich eine grundlegend neue Situation darstellt, welche eine Strategieanpassung erfordert – nämlich Abweichen vom bisherigen massvollen «Schweizer Weg» hin zum Lockdown – müsste aufgrund des Verlaufs der Neuinfektionszahlen dies ersichtlich sein, was nicht der Fall ist.

…2020 mehr Menschen in der Schweiz gestorben sind als in den letzten Jahren (total 74’100), dass aber auch die Gesamt-Bevölkerung und der Anteil der Senioren zugenommen hat. (Analysen, Grafiken Covid-19 Schweiz – 18.01.2021)

…2020 das Sterberisiko für über 65 Jährige geringer war als in den Jahren 2015 (schwere Grippewelle) und 2013.  (Analysen, Grafiken Covid-19 Schweiz – 18.01.2021)

…die beiden Wellen der SARS-CoV-2 Epidemien nicht der einzige Grund für die Erhöhung der Sterblichkeitsrate im Jahr 2020 sind.  Zieht man nämlich die Zahl der mit oder an Covid-19 Verstorbenen von der Gesamtsumme der Todesfälle ab, zeigt sich in den beiden kritischen Phasen auch eine     Übersterblichkeit bei Verstorbenen ohne Corona-Diagnose  (Weltwoche Nr. 02.21). Gründe dafür sind infolge der Massnahmen verschobene Operationen oder Vorsorgeuntersuchungen, Verzicht auf körperliche Betätigung, Mangel an Lebensperspektive, Suizide etc.).

…der Bundesrat per 18.01.2021 gegen den Willen der Kantone und der Sozialpartner präventiv einschneidende Massnahmen verhängt hat (Ladenschliessungen, Home-Office-Pflicht) trotz deutlich rückläufigen Fallzahlen, Hospitalisationen, Todesfälle und R-Wert (NZZ 21.01.21).

…Deutschland trotz rigorosen, seit Wochen andauernden Lockdown-Massnahmen seit dem 07.01.2021 anteilsmässig mehr Covid-19-Todesfälle verzeichnet als die Schweiz. (NZZ 21.01.21)

Wie Sie Ihr Immunsystem stärken können:

  • Gesunde Lebensweise:  ausgewogene Ernährung, täglich genügend Bewegung an der frischen Luft, kein Übergewicht, genügend Schlaf (mindestens 7 Stunden)
  • Verzicht auf gesundheitsschädigende Substanzen (Rauchen, zu viel Alkohol)
  • Vitamin-D-Substitution
  • Echinacea-Einnahme prophylaktisch
  • Freude, gute psychische Verfassung (Angst schwächt das Immunsystem)

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Weshalb jetzt Lockdown

Ein Beitrag von Frau Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf (Stand vom 19.01.2021)

Gegen den Willen der Kantone verschärft der Bundesrat die Massnahmen gegen das Coronavirus. Ab 18.1.21 werden in der Schweiz die Läden geschlossen, und es gilt eine Home-Office-Pflicht.  Weshalb schickt der Bundesrat jetzt die Schweiz in einen zweiten Lockdown?

Auf welchen Grundlagen basieren diese Entscheide, wie schlimm ist die Lage wirklich?

Der Bundesrat stellt bisher ab auf Fallzahlen, Spitalauslastung, Todesfälle und Reproduktionszahl. Aktuell entscheidend ist aber die Coronavirus-Mutation. 

Schauen wir uns mal die Zahlen an:

  1. Fallzahlen

Kommentar:  Die Fallzahlen waren Ende Oktober auf einem Höchststand (mehr als 4 mal so hoch wie jetzt) (2210 im 7-Tageschnitt) und sind seither – mit einer Stagnation anfangs Dezember – regredient. Die befürchtete Zunahme der Fälle über die Festtage ist ausgeblieben, die täglich gemeldeten Neuinfektionen dieser Woche betragen 33% weniger als in der Vorwoche.

Dass das SARS-CoV-2 im nasskalten Dezember nicht einfach verschwindet, erstaunt nicht, da es sich um ein saisonalen Atemwegsvirus handelt.  Im Winter gab es immer schon gehäuft Schnupfen, Husten, Fieber.  Ist der Höhepunkt der Infektionswelle aber überschritten, sind die Zahlen wieder rückläufig.  Das ist bei jeder Grippewelle so.  Auch ohne jegliche Massnahmen.

2. Spitalauslastung

Kommentar: Die Spitalauslastung war Mitte bis Ende November auf einem Höchststand (über 4000 Hospitalisierte) und ist seither rückläufig, im Vergleich mit der Vorwoche um 17% auf aktuell 1997 Hospitalisierte. Die Auslastung der zertifizierten Intensivbetten beträgt 84%, was normal ist, die Auslastung inklusive der Ad-hoc Betten 73%.  Problem sind nicht die Anzahl Betten, sondern der Pflegepersonalmangel, welcher vorbestehend ist und politisch angegangen werden muss unabhängig von Corona. Zudem ist zu erwähnen, dass es neben den aus medizinischen Gründen hospitalisierten COVID-positiven Patienten (also zum Beispiel Patienten mit Sauerstoff-Bedarf oder gar Beatmung) auch solche gibt, die aus sozialer Indikation hospitalisiert sind (vorwiegend alleinstehende Betagte, die nur milde erkrankt sind, aber niemanden haben, der sie während der Isolation zum Beispiel mit Essen versorgt).

3. Reproduktionszahl

Die effektive Reproduktionszahl R gibt an, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Der neuste Wert gilt für den 8. Januar und steht bei 0,81. Das bedeutet, dass hundert Neuinfizierte im Schnitt 81 Personen ansteckten.
Der R-Wert welcher heute berechnet wird, bildet das Infektionsgeschehen schweizweit von vor ca. 10 Tagen ab und ca. 14 Tage für Kantone wegen der Verzögerung zwischen Ansteckung und positive Testergebnis. 

In den meisten Kantonen liegt R aufgrund der bestätigten Fälle (Median) derzeit immer noch über dem von der Swiss National COVID-19 Science Task Force vorgeschlagenen Zielwert von 0,8, welcher zu einer Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen führt, so die Taskforce.

Kommentar:  Die Reproduktionszahl R hinkt der Realität 10-14 Tage hinterher und ist ein sehr ungenauer Wert.  Ob R geeignet ist als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen, ist sehr fraglich.

4. Todesfallzahlen

Kommentar:  Die Zahl der Corona-Verstorbenen war im November auf einem Maximum (bis 100 pro Tag), ist seit Mitte Dezember deutlich rückläufig, aktuell minus 22% im Vergleich mit der Vorwoche. 

Bei der Beurteilung der Zahl der Corona-Toten muss berücksichtigt werden, dass nicht unterschieden wird, ob jemand mit oder an Corona verstorben ist.  Die EU-Definition eines Corona-Toten besagt, dass alle Verstorbenen, welche in den 28 Tagen vor dem Tod einen positiven Corona-Abstrich hatten, als Corona-Tote gelten.  Egal ob sie an Krebs, an einem Herzinfarkt oder wegen Abbruch der Dialyse sterben.  Somit wären es de facto viel weniger Menschen, die effektiv an Corona verstorben sind.

(Zur Auswertung der Todesfallzahlen 2020.)

5. Testkurve

6. Neue Mutation des Coronavirus (VU1-202012/01)

Die zuerst in Grossbritannien und dann auch Südafrika entdeckte Variante von SARS-CoV-2  war anfangs Dezember erstmals in der Schweiz nachgewiesen worden.   Die Mutation, erstmals identifiziert im September 2020, sei potenziell um 70% ansteckender als bisher bekannte Virusvarianten (NZZ 21.12.2020).

Viele Viren mutieren ständig. SARS-CoV-2 verändert im Durchschnitt ein bis zwei DNA-Bausteine pro Monat.  VU1-202012/01 besitzt eine überdurchschnittlich hohe Zahl von genetischen Veränderungen und hat diese zudem in sehr kurzer Zeit angesammelt. Es heisst, die neue Variante könnte sich möglicherweise bis zu 70% schneller ausbreiten als bisher bekannte Coronaviren.  Darauf deuten zum einen die festgestellten Mutationen, von denen manche eine bessere Bindung an menschliche Zellen ermöglichen.  Zum anderen hat sich die neue Virusvariante seit anfangs Dezember in Südengland und London sehr schnell ausgebreitet und wurde dort zur dominierenden Variante.  Erste Daten zeigen, dass die Mutation nicht mit einer erhöhten Infektionsschwere und Sterblichkeit in infizierten Personen einhergeht (NZZ).

Sind die neuen Impfstoffe gegen die Coronavirusmutante bereits wirkungslos?  Dafür gibt es bisher keine Anhaltspunkte. Dies wird derzeit in Zellkulturstudien analysiert.  Zwar sind manche der Mutationen in genau in dem Spike-Protein, das Bestandteil der Impfung ist.  Doch das Impfprotein löst im Körper die Bildung eines Cocktails an Antikörpern aus, die an unterschiedliche Stellen des Spike-Proteins oder auch andere Virusbestandteile andocken.  Selbst wenn nun also manche Antikörper weniger gut an das mutierte Spike-Protein der neuen Virusvariante binden sollten, so bietet dieses trotzdem noch ausreichend Angriffsflächen für andere Antikörper. Zudem gibt es im Körper eine zweite Verteidigungsmannschaft, die sogenannten T-Zellen.  Diese erkennen mit SARS-CoV-2 infizierte Zellen und vernichten sie.  Diese Reaktion ist allenfalls teilweise durch ein  mutiertes Spike-Protein abgeschwächt (NZZ).

Es könnte sein, dass neue Vakzine notwendig sein werden, wenn sich das Virus noch weiter verändert, gemäss bisherigen Erkenntnissen aber nicht in den kommenden Monaten.  Influenza-Viren verändern ganze Abschnitte ihres Genoms, weshalb es jeden Herbst eine neue Impfung braucht. 

Kommentar:

Es wird Angst gemacht mit der Aussage, die neue Corona-Virus-Mutante könnte potenziell um 70% ansteckender sein.  Gefährlicher sei sie nicht. Mittlerweile ist das neue Virus seit mindestens 6-7 Wochen in der Schweiz nachgewiesen.  Gut 2% der aktuellen SARS-CoV-2 Fälle seien auf dieses Virus zurückzuführen.  Das ist nicht gerade viel nach mindestens 6-7 Wochen Zeit, sich auszubreiten und widerspricht etwas der Behauptung, dass die Mutante sehr viel ansteckender sei.

Fazit:

Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Bundesrat gegen den Willen der Kantone jetzt auf eine Verschärfung der Massnahmen drängen, obwohl die Zahlen rückläufig sind und die Corona-Impfung da ist.  Die Strategie der ersten Welle war die Verhinderung des Kollaps des Gesundheitssystems.  Dies ist zum Glück weder in der ersten noch in der zweiten Welle, welche den Zenit hinter sich hat, eingetreten.  Die Zahlen der Neuinfektionen, der Hospitalisationen und der Todesfälle waren im November deutlich höher als jetzt.  Die Intensivstationen (inkl. Ad-Hoc-Betten) waren nie über 81% belegt.  Die Reproduktionszahl R hinkt der Realität 10-14 Tage hinterher, ist sehr ungenau und deshalb als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen nicht geeignet.

Laut Bundespräsident Guy Parmelin sind es nun nicht die Fallzahlen, sondern die neuen, leichter übertragbaren Virusvarianten, die den Bundesrat umtreiben.  Eine rapide Vermehrung wie in Grossbritannien oder Irland wäre hierzulande besonders riskant, weil die gesamten Fallzahlen schon heute hoch sind und das Gesundheitssystem schnell überlastet wäre. Deshalb sei es trotz den enormen Kosten und wirtschaftlichen Schäden besser früh und hart einzugreifen als abzuwarten.

Dass Corona jetzt im nasskalten Dezember nicht einfach verschwindet, erstaunt nicht, da SARS-CoV-2 ein saisonales Atemwegsvirus ist.  Im Herbst und Winter gab es immer schon häufiger Schnupfen, Husten, Fieber und selten auch Komplikationen mit Lungenentzündungen.

«Am ehesten wird sich das pandemische SARS-Coronavirus-S bleibend in die winterlich-endemisch auftretenden respiratorischen Viren wie Influenza und RSV einreihen», so Prof. Dr. med. Phillip Tarr, Infektiologe am Kantonsspital BL (PRIMARY AND HOSPITAL CARE – ALLGEMEINE INNERE MEDIZIN 2020;20/12):377-382).

Es kann nicht sein, dass die Swiss National COVID-19 Science Task Force sich unrealistische Ziele setzt (Halbierung der Anzahl Neuinfektionen innerhalb maximal 14 Tagen, R unter 0,8), die Aufgrund der Natur des Virus nicht zu erreichen sind.  Und dass der Bundesrat krampfhaft versucht, diesen unrealistischen Zielen mit Massnahmen, die offensichtlich kaum was bewirken, auf dem Buckel der Bürger nachzurennen.  Koste es was es wolle.

Es kann nicht sein, dass die Kriterien für Veränderung der Massnahmen dauernd geändert werden.  Aufgrund der noch vor einem Monat geltenden Kriterien Fallzahlen, Hospitalisationen, IPS-Betten, R-Wert müssten nämlich jetzt Lockerungen erfolgen.  Dass nun Corona-Virus-Mutanten als Grund für Verschärfungen herangeführt werden, erstaunt, da Corona-Viren – wie auch die Influenza-Viren – ständig mutieren. Ansteckender heisst nicht automatisch gefährlicher.  In punkto Wirksamkeit der Impfung auch gegen die Corona-Virus-Mutanten hiess es ja, die Impfung wirke auch gegen die mutierten Viren. Falls dem so ist, müssen auch die Aber-Tausenden von Menschen (500’000 positiv Getestete, Dunkelziffer um ein Vielfaches höher), welche COVID-19 schon gehabt haben, keine Angst haben.  Denn die Krankheit selber hat immer eine mindestens so gute Immunität wie die Impfung zur Folge. Falls diese Virusmutante wirklich eine grundlegend neue Situation darstellt, welche eine Strategieanpassung erfordert – nämlich Abweichen vom bisherigen massvollen «Schweizer Weg» hin zum Lockdown – müsste aufgrund des Verlaufs der Neuinfektionszahlen dies ersichtlich sein, was nicht der Fall ist.  Der Verweis, dass der gute Verlauf auf die strengeren Massnahmen (Läden zu, Home-Office-Pflicht) zurückzuführen sei, kann nicht gelten gelassen werden, zeigt doch ein Blick nach Deutschland und Frankreich, dass diese Massnahmen offensichtlich keinen relevanten Effekt haben. 

«Manche Politiker können sich ein Leben ohne Bevormundung der Bürger offenbar nicht mehr vorstellen.  Sie möchten den Ausnahmezustand künstlich verlängern», schreibt der NZZ-Chefredaktor Eric Gujer am 8.1.2021.  Die Grundrechte sind ausser Kraft.  Man muss sich zuerst mit tiefen Zahlen dafür qualifizieren.  Das Sagen in der Schweiz hat nicht mehr der Souverän, das Volk, sondern Politiker, die ihre Macht durch neue Gesetze (COVID-19-Gesetz) legitimieren und erhalten, auch wenn die Pandemie-Kriterien gar nicht mehr erfüllt sind. Es besteht zudem der Verdacht, dass sie sich viel zu sehr beeinflussen lassen durch das nahe Ausland.  Dessen Politiker kämen in Erklärungsnotstand, wenn sich deren Zahlen trotz hartem Lockdown zunehmend nicht mehr unterscheiden von jenen der Schweiz, wo die Schulen offen sind, die Menschen skifahren und bis vor kurzem auch noch ins Restaurant gehen konnten.

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Übersterblichkeit: “ Ja aber…“

Liebe Leser, gerne möchte ich heute über die Übersterblichkeit sprechen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich das thematisiere (hier geht es zum letzten Bericht). Grund dafür ist die Tatsache, dass vor allem mit dieser Übersterblichkeit in der Bevölkerung Angst geschürt wird. Wenn man auf das Jahr 2020 zurückblickt gibt es zwei Themen: Covid-19 und die unglaubliche Übersterblichkeit, verglichen mit anderen Jahren. Und meist werden diese Diskussionen geführt, ohne sich wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt zu haben.

Man liest in den Medien das, was die sogenannten unabhängigen (vom Bund bezahlten) Experten sagen und zu wissen glauben. Hier etwa bei SRF, Swissinfo, Tagesanzeiger, Toponline, 20Min oder beim Blick.

Gemäss der Handelszeitung verlieren die Kritiker mit dem Nachweis der Übersterblichkeit ihr wichtigstes Argument.

Hier müssen wir wiedermal etwas differenzieren. Die Handelszeitung schreibt „Kritiker“ und wirft damit Skeptiker, Leugner und Verschwörungstheoretiker in einen Topf. Mir gefällt das nicht (Corona-Skeptiker vs. Verschwörungstheoretiker). Von Leugnern und Verschwörungstheoretikern halte ich persönlich nichts. Aber Skeptiker bin ich selber auch. Allerdings nicht im Bezug auf die Existenz von Covid-19, sondern im Bezug auf den Umgang damit und somit auch betreffend die Massnahmen.

Wie dramatisch ist die Übersterblichkeit?

Es geht nicht darum zu behaupten, es seien nicht mehr Menschen gestorben im 2020 als in vorangehenden Jahren, sondern es geht darum, die Dinge in Relation zu setzen. Zu vergleichen. Ich habe während des vergangenen Jahres die Zahlen immer wieder geplottet und verglichen und bin zum Schluss gekommen, dass Corona nur für die Generation 65+ wirklich ein Problem darstellt. Denn vergleicht man die Sterblichkeiten der Generationen 0-64, ist schlicht kein „Coronapeak“ zu sehen (Sterben 2020 wirklich mehr Menschen in der Schweiz? / Moral und Ethik vs. Ratio).

Jetzt wo die Sterberaten des ganzen Jahres 2020, also von KW 01 bis und mit KW 53 veröffentlicht sind (hier kann man sie sich ansehen), kann man die totalen Zahlen der Jahre 2015-2020 vergleichen. Und das habe ich gemacht, weil es mich interessiert hat, wie es am Schluss wirklich aussieht. Ich habe hierfür die unter dem vorhergehenden Link publizierte Liste (Stand 16.01.2021) genommen, als erstes die Gesamtzahlen ausgerechnet (Liste) und anschliessend diese Zahlen geplottet. Das ist mein Resultat:

Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.

Hier ersichtlich ist die Tatsache, dass im Jahr 2020 8346 Menschen mehr gestorben sind, als etwa im Jahr 2019. Betrachtet man die Sterberate nach Alterskategorien (siehe weiter unten), dann erkennt man aber auch, dass von diesen 8346 Menschen, 8137 Menschen den Alterskategorien 65-79 und 80+ und davon wiederum 6706 Personen der Alterskategorie 80+ angehörten. Prozentual bedeutet das, dass 97.5 Prozent der an/mit Covid verstorbenen Personen älter als 65 waren – mehrheitlich sogar älter als 80.

Und so sieht die Statistik für die beiden eben erwähnten Altersklassen aus:

Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.
Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.

Wir sind uns also einig: Es starben überdurchschnittlich viele Menschen im Alter über 65. Woran, das geht aus dieser Statistik nicht hervor, denn sie umfasst alle Todesfälle: natürlich, Krankheit (inkl. Corona), Altersschwäche, Suizid, Unfall, etc… Also auch diese älteren Menschen, die an der Isolation seelisch zerbrachen und sich innerlich aufgegeben haben.

Betrachtet man die Alterskategorien 0-19, 20-39 und 40-64, fällt auf, dass keine Übersterblichkeit vorhanden ist, sondern dass das Jahr 2020 sich einreiht in die vorangegangenen Jahre mit den üblichen Schwankungen:

Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.
Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.
Die hier publizierten, absoluten Zahlen berücksichtigen das Bevölkerungswachstum der Schweiz von rund 3.5 Prozent von 2015-2019 nicht – die Bevölkerungszahlen 2020 sind noch nicht publik.

Und darum hinkt für mich die Aussage, dass mit der erwiesenen Übersterblichkeit das Argument der Skeptiker weg bricht.

Ich persönlich sehe mich in den Ergebnissen der Zahlen übers ganze Jahr, bestätigt in den Ergebnissen, die ich während des Jahres erzielt habe. Und es bestärkt mich in meiner Haltung dahingehend, dass es keinen allgemeinen Lockdown braucht, kein Kontaktverbot für die ganze Bevölkerung, keine Schliessung der Läden und Restaurants, genauso wenig wie eine allgemeine Maskenpflicht.

Es braucht kreative Lösungen, wie die Vulnerabelsten unserer Gesellschaft geschützt werden können. Aufklärung, Schutzkonzepte in Heimen ohne die Bewohner einzusperren oder von ihren Familien zu separieren.

Ich hoffe, dass sich manch einer die Zahlen anschaut, sich seine Gedanken dazu und zur Verhältnismässigkeit der vom Bundesrat auferlegten Massnahmen macht.

Ich hoffe aber auch, dass die Zahlen, wie sie hier stehen aufzeigen, dass die Panikmache der Taskforce, die nota bene lediglich ein Beratergremium darstellt, in keinster Weise gerechtfertigt ist.

Überlegen wir uns gut, wen wir am 22. Oktober 2023 als unsere Volksvertreter nach Bern wählen…

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Corona-Skeptiker vs. Verschwörungstheoretiker

Einfach damit wir mal darüber gesprochen haben:

Gemäss einem heutigen Bericht von 20 Minuten hat der durchschnittliche Verschwörungstheoretiker einen tiefen sozioökonomischen Status. Das heisst er ist wenig gebildet und gehört der unteren gesellschaftlichen Schicht an. Das behauptet zumindest Marko Kovic, Experte für Verschwörungstheorien.

Er selber ist übrigens unter Anderem Mitbegründer der „Skeptiker Schweiz“ und hat diese Vereinigung sogar einst präsidiert.

Bereits früher hat das Forschungsprojekt „Politische Soziologie der Corona-Proteste“ an der Universität Basel herausgefunden, dass das Durchschnittsalter von Corona-Skeptikern bei 48 liegt. Ein Drittel hat eine Matura und/oder einen Studienabschluss. Die meisten stammen gemäss der Studie aus der Mittelschicht und auffällig viele seien Selbstständig. Dies berichtet unter Anderem TeleBasel.


Mal abgesehen davon, dass ich persönlich viel lieber von „Massnahmen-Kritikern“ als von Corona-Skeptikern spreche, erscheint mir die Erklärung der Universität Basel recht logisch.

Das Durchschnittsalter ist relativ hoch: Klar, die Leute haben zu einem Drittel auch einen Hochschulabschluss – entsprechend lange dauerte ihre Ausbildung, entsprechend haben sie heute ein gewisses Alter. Wer einen Hochschulabschluss hat, wer studiert hat oder zumindest eine Matura gemacht hat, hat gelernt, selbstständig zu denken, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen. Aber er/sie hat vor allem auch gelernt, Fragen zu stellen. Nicht einfach alles blind zu glauben, sondern zu hinterfragen. Zu analysieren, zu argumentieren, zu recherchieren… Da wundert es mich nicht, dass sie skeptisch sind.

Auch dass viele selbstständig sind, überrascht mich nicht. Gerade diesen Unternehmern gehen die Massnahmen des Bundesrats ans Lebendige. Existenzen sind bedroht. Natürlich stellen diese Menschen Fragen.

Es zeigt mir aber gleichzeitig auch, dass ein Corona-Skeptiker (bzw. Massnahmen-Kritiker) nicht gleich Verschwörungstheoretiker ist. Dennoch werden beide häufig in einen Topf geworfen.

Ich persönlich halte auch nichts von Verschwörungstheorien. Aber ich finde es wichtig, Fragen zu stellen und die aktuelle Situation zu analysieren. Mit Verschwörung hat das nichts zu tun. Im Gegenteil. Wir sind als mündige Bürger dazu verpflichtet, Fragen zu stellen. Das Problem ist einfach, dass die Politik nicht unterscheidet und daher die „Skeptiker“ nicht ernst nimmt. Dabei lebt unsere Demokratie genau von diesen fragenstellenden Skeptikern.

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Moral und Ethik vs. Ratio

Meine Lieben, ich habe über die Festtage eine kleine Schreibpause eingelegt – wenigstens so halbwegs, denn ich habe meine Plattform fleissig gefüttert, da ich verdankenswerter Weise einige interessante Einsendungen erhalten habe.

Ganz untätig war ich dann aber doch nicht. Ich habe mich mal mit der vielzitierten Übersterblichkeit in der Schweiz beschäftigt, die vor allem durch die zweite Welle ausgelöst worden sein soll.

Ich möchte hier vorweg nehmen, dass es mir sehr wohl bewusst ist, dass ich mich mit dieser Thematik auf eine Gratwanderung begebe. Eine Gratwanderung zwischen Moral, Ethik und Verstand. Auch wenn es ein sehr schwieriges Thema ist, bin ich der Überzeugung, dass man darüber reden muss. Denn ich bin auch überzeugt, dass sich viele Leute darüber Gedanken machen, sich aber nicht trauen es auszusprechen.

Darüber zu sprechen ist wichtig, ist gut – allerdings immer unter Wahrung des Respekts vor den Mitmenschen, den Betroffenen und den eigenen Moralvorstellungen.

Ich habe die Sterberaten (total) des Bundesamtes für Statistik (BfS) genommen. Es handelt sich hierbei um die offiziellen Zahlen, die vom Bund veröffentlicht werden und als Grundlage dienen (sollten) für alle, die darüber schreiben – denn es sind die einzigen offiziellen Zahlen, die wir haben.

Die Zahlen habe ich übrigens von hier. Die xls-Datei vom 30.12.2020 könnt ihr euch hier anschauen.

Ich habe die Jahre 2015-2020 und die Kalenderwochen (KW) 01-51 miteinander verglichen – das sind die Wochen, die am 30.12.2020 bereits publiziert waren.

Die Zahlen sind absolut und sie beinhalten alle Todesfälle, an oder mit Covid-19 aber auch alle anderen Todesfälle. Mir ist klar, dass Statistiken immer Raum für Interpretation lassen. Daher zeige ich Euch auf, woher ich die Daten habe, präsentiere Euch meine geplotteten Daten und meine persönliche Interpretation dazu.

Was ich mir wünsche ist lediglich, dass ihr es Euch anschaut, meine Interpretation dazu lest und versucht, mit eurem eigenen Verstand eure eigene Meinung dazu zu bilden. Es geht hier nicht um richtig oder falsch, schwarz oder weiss – schon gar nicht bei einem so sensiblen Thema. Es geht darum, sich Gedanken darüber und über die Konsequenzen und deren Verhältnismässigkeit zu machen. Also, legen wir los.

Totale Sterberate über alle Altersklassen

Als erstes habe ich die totale Zahl der in der Schweiz Verstorbenen angeschaut. Das ist auch jene Statistik, die in den Medien gerne gezeigt wird. Etwa auf Swissinfo, oder auf 24heures, auf SRF oder dem Tagesanzeiger um nur einige Beispiele zu nennen. Ihr werdet auch gleich sehen warum.

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In dieser Grafik sehen wir Anfang des Jahres 2015 einen deutlichen Ausschlag. Es handelt sich dabei um eine starke Grippewelle. Diese zeigt sich auch im Sommer, wo ebenfalls ein Peak zu sehen ist. Ein ebenfalls klar erkennbarer Peak, der etwas früher seinen Höhepunkt erreichte, sehen wir 2017. Ebenfalls ein Jahr mit einer sehr starken Grippewelle.

Und dann schlagen zwei Peaks obenaus im Jahr 2020. Es handelt sich um das Pandemiejahr mit Covid-19. Während der Peak im Frühjahr nur marginal höher war als in den beiden Grippejahren, ist der Peak im Herbst/Winter deutlich erhöht. Die Untersterblichkeit während den Sommermonaten vermochte die minimale Übersterblichkeit des Frühjahrs (wir sprechen hier von +/- 20 Personen) auszugleichen. Anders sieht es mit der zweiten Welle aus. Möchte man meinen.

Das ist aber die totale Anzahl der Verstorbenen. Nicht aufgeschlüsselt nach Alter. Denn wenn wir das tun würden, sähe alles etwas anders aus.

Sterberate der Personen im Alter zwischen 0-9 Jahren

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In dieser Grafik sehen wir – nichts. Ja sie ist eigentlich komplett unlesbar und das Pandemiejahr 2020 geht im Rauschen der anderen Jahre komplett unter. Und wenn auch in den ersten Wochen ein Peak 2020 erkennbar ist, vermag die Untersterblichket in den restlichen Monaten die Gesamtzahl wieder ausgleichen und der Peak Ende 2015 ist deutlich höher als der höchste Peak 2020.

Bisher ist von einem Kind (Säugling) bekannt, dass es im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben ist – obwohl sich hier auch die Kantonsärztin nicht auf die Äste hinaus lässt, ob die Todesursache nicht doch neurologischer Art war. Sicher sei nur, dass der Säugling positiv auf das Virus getestet worden war. Lest den Bericht hier im „Bote der Urschweiz“.

Und der 29-Jährige, der über die Feiertage seiner Corona-Erkrankung erlegen ist? Entwarnung. Sogar der Kanton Zürich stellt klar: „Aufgrund des ärztlichen Befundes kann jedoch ausgeschlossen werden, dass Covid die Todesursache war.“ Und gleich einen Satz später heisst es, man könne aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nichts weiter zur Todesursache sagen. Ich persönlich finde es ja schon interessant, wie wenig Bedeutung der Persönlichkeitsschutz im Zusammenhang mit Corona hat. Wie hemmungslos auf Intensivstationen gefilmt und fotografiert (NZZ, SRF, Blick) und zeitweise sogar Plakate (Bahnhof Lenzburg) daraus gemacht werden. Aber wenn es dann doch nicht Corona war, dann, ja dann kommt der Persönlichkeitsschutz wieder. Übrigens belässt das BAG den Verstorbenen auf seiner Liste der Corona-Toten, mit der Begründung, dass sie nicht wissen, woran er gestorben ist (Quelle). Und das, obwohl der Kanton Zürich Corona als Todesursache klar ausschliesst!

Was ich persönlich in der obigen Grafik sehe ist nichts. Nichts Besonderes und schon gar nichts Besorgniserregendes. Freuen wir uns darüber und gehen einen Schritt weiter.

Sterberate der Personen im Alter zwischen 20-39 Jahren

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Auf den ersten Blick ersichtlich in dieser Grafik ist, dass die Kurven per se schon auf einem höheren Niveau starten. Dieses Niveau erhöht sich natürlich mit dem Alter, denn je älter die Menschen sind, desto eher sterben sie. Das ist die Natur. Aber auch hier verschwindet das Pandemiejahr 2020 total im Rauschen der vorangegangenen Jahre. Peaks die wir hier sehen sind aus den Jahren 2018 (grün), 2015 (gelb), 2019 (rot) und 2017 (lila). Auch hier befinden wir uns also absolut im Schnitt der vorangegangenen Jahre. Von einer deutlichen Übersterblichkeit sind wir meilenweit entfernt.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass jeder Tote, egal welchen Alters, einer zu viel ist. Und hinter jedem gestorbenen Menschen steht eine Geschichte und eine Familie. Aber sterben ist immer tragisch, ist immer traurig – ungeachtet der Todesursache.

Gehen wir nun zur nächst höheren Altersklasse.

Sterberate der Personen im Alter zwischen 40-64 Jahren

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So, was hier sehr deutlich wird, ist die Grundzahl der verstorbenen Personen. Das Gesamtniveau ist deutlich höher. Doch wir suchen vergebens nach dem Pandemiejahr 2020. Die Peaks, die als erstes ins Auge stechen haben die Farben gelb (2015), grün (2018), lila (2017) und an einer Stelle eventuell noch rot (2019). Die beiden 2020-Peaks die wir sofort sehen, schlagen nach unten aus. Nämlich zwischen den KW 18 und 19 sowie um die KW 38.

Nach der massiven Übersterblichkeit 2020 suchen wir also auch hier vergebens.

Probieren wir es mit der nächst höheren Altersklasse.

Sterberate der Personen im Alter zwischen 65 und 79 Jahren

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So, und jetzt sehen wir zum allerersten Mal den deutlichen Ausschlag. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. Hier sind tatsächlich deutlich mehr Menschen verstorben als in den Vorjahren. Ob nun wirklich immer
Covid-19 die abschliessende Todesursache war, wissen wahrscheinlich nicht einmal die Ärzte zu 100%. Aber hier sind Personen wohl an oder mit Covid-19 verstorben und das in deutlich höherer Zahl als sonst – und das vermag auch die Untersterblichkeit der Sommermonate nicht mehr ganz auszugleichen.

Wir können es nicht leugnen. Hier sind mehr Menschen gestorben. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass die Risikogruppe (ohne Vorerkrankungen) im Alter von 65 Jahren beginnt. Wenn man bedenkt, dass knapp 80% der Todesfälle der Altersgruppe 80+ zugeordnet werden können (Quelle), kann man sich auch ausrechnen in welchem Altersbereich sich die Opfer der Altersklasse 65-79 befinden. Aber ja, hier scheint Handlungsbedarf zu sein.

Schauen wir auf die letze Alterskategorie:

Sterberate der Personen im Alter 80+

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Diese Statistik sieht nochmals ganz anders aus. Das Rauschen wird deutlich kleiner, wir sehen klar die Grippebedingten Peaks im Frühjahr und den riesigen Peak im Herbst. Und ja, das ist coronabedingt. Auch hier ist nicht ganz klar ob an oder mit Corona gestorben wurde. Klar ist: es sind deutlich mehr Menschen gestorben als in anderen Jahren. Corona scheint besonders in dieser Altersklasse problematisch zu sein.

Diese Erkenntnis deckt sich übrigens auch mit der Wochenübersicht des BAG. Diese besagt nämlich, dass das Medianalter der insgesamt seit KW 24 verstorbenen Personen bei 86 Jahren liegt.

Hier geht es zum entsprechenden Wochenbericht.

Was heisst Medianalter? Wenn man vom Medianalter spricht, meint man das Alter einer Gruppe, welches von maximal 50% der Gruppenmitglieder unter- oder überschritten wird. Also eigentlich das Durchschnittsalter. Hier geht es zur detaillierten Erklärung.

Also, ich gehe davon aus, dass wir uns bis hier einigermassen einig sind, was die Faktenlage anbelangt. Erst ab Alter 65+ ist eine Übersterblichkeit erkennbar und diese betrifft insbesondere Personen im Alter 80+, nämlich fast 80% der totalen Verstorbenen.

Angesichts dessen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt für Männer bei etwa 81 und bei Frauen bei etwa 86 Jahren (2019) liegt, haben also die meisten der Verstorbenen ihre Lebenserwartung erreicht.

Und jetzt höre ich die Aufschreie schon….. Ich habe einleitend gesagt, dass diese Thematik eine Gratwanderung wird. Und jetzt kommen wir genau an den Punkt, wo sich unsere Ratio von unserer Moralvorstellung trennt:

Unser Verstand sieht und sagt: „Rund 80% der Menschen in der Schweiz, die an oder mit Corona verstorben sind, haben ein langes, erfülltes Leben gehabt. Sie hatten die Chance zu leben. Sie sind in einem Alter gestorben, in welchem man sowieso jeden Tag damit rechnen muss, dass die Menschen von uns gehen.“

Unsere Moralvorstellung wiederum lässt es nicht zu, dass Menschen sterben. Wir wollen diese Menschen schützen, sie möglichst lange am Leben erhalten, sie nicht von uns gehen lassen – weil es weh tut. Weil wir sie vermissen werden.

Aber ganz ehrlich, und das sage ich als Tochter eines Vaters mit Jahrgang 1937, wenn der betroffene Mensch von uns geht, ist es dann nicht völlig egal warum? Ob ihm eine Kokosnuss auf den Kopf fällt, er dem Krebs erliegt, ein Herzversagen erleidet oder Corona hat…. es ist der Mensch der weg ist. Warum auch immer. Das spielt mir persönlich überhaupt keine Rolle. Ich weiss, dass ich in diesem Alter damit rechnen muss, dass der Mensch geht – daher spielt der Grund aus meiner Sicht eine untergeordnete Rolle.

Anders natürlich bei der jüngeren Generation. Es ist nicht natürlich, jung zu sterben, damit rechnen wir nicht. Daher ist der Grund viel bedeutungsvoller. Hat der Mensch suizid begangen, war er krank, was für eine Krankheit hatte er, war es ein Unfall, etc….?

Besonders fällt einem das dann auf, wenn man sich mal mit den Todesanzeigen in den Zeitungen beschäftigt. Sehen wir ältere Menschen, überlesen wir die Todesursache meistens. In der Regel steht dort sowieso „ist nach einem erfüllten Leben friedlich eingeschlafen“. Es interessiert uns einfach nicht. „Alter Mensch, stirbt. Ist normal.“

Sehen wir aber Todesanzeigen von jüngeren Menschen, lesen wir sie, wollen wissen, was passiert ist. Wenn kein Grund steht, fangen wir an zu spekulieren, was könnte der Grund gewesen sein? War er/sie krank? Hatte er/sie einen Unfall? Meist lassen wir uns noch zu einem „Er/sie hatte noch sein/ihr ganzes Leben vor sich“ hinreissen.

Konsequenzen

Kommen wir nun zu den Konsequenzen. Da ich der dezidierten Meinung bin, dass ältere Personen, die kurz davor sind, ihre Lebenserwartung zu erreichen oder sie schon überschritten haben, nicht weniger Recht auf Schutz vor einer solchen Pandemie haben, nur weil sie schon alt sind, finde ich, braucht es einen Mittelweg.

Ich finde es richtig, dass bei der Impfstrategie zuerst die Risikogruppen (ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen) geimpft werden sollen (wenn sie es wollen). Ich finde es richtig, dass man ältere Menschen darauf hinweist, welche Gefahren der Virus für sie birgt und ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu schützen (Schutz- und Hygienemassnahmen).

Ich finde es aber höchst verwerflich, aufgrund einer so eng gefassten Hochrisikogruppe die ganze Schweizer Bevölkerung zu bestrafen. Man nimmt den Menschen zwischen 0 und 79 (bzw 65) Jahren sämtliche Freiheiten. Man sperrt sie ein, zwingt ihnen Gesichtsverhüllung auf, lässt sie nicht mehr zu Freizeitaktivitäten zu (Kino, Disco, Sport, Konzerte), Traditionen werden mit den Füssen getreten (Fasnacht, Tschäggättä, etc…). Familien und Freunden werden Treffen verboten oder nur eingeschränkt erlaubt. Restaurants werden geschlossen, völlig ungeachtet dessen, wie viele Existenzen dabei draufgehen.

Zwischenmenschliche Kontakte werden minimiert, jeder Mensch als potenzieller Todesbringer vorverurteilt. Dabei ist die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung gar nicht so gefährdet. Stirbt nicht. Nicht an Corona. Für mich ist das total unverhältnismässig.

Ich bin der Überzeugung, dass jeder selber entscheiden soll ob und wie er sich schützen möchte. Über alle Altersklassen hinweg. Auch die Risikogruppe 80+ (bzw. 65+). Man soll diese Menschen aber vermehrt auf die Gefahren aufmerksam machen. Wenn sie jedoch ihre Familien und Freunde treffen wollen, sollen sie das tun dürfen, ohne Einschränkungen, ohne Abstand, ohne Plexiglasscheibe dazwischen. Ich möchte nicht wissen, in wie vielen Alters- und Pflegeheimen die älteren Menschen an Vereinsamung gestorben sind – einfach, weil sie nicht mehr leben wollten. Nicht unter diesen Bedingungen. Getrennt von ihren Liebsten.

Die Universallösung habe ich auch nicht parat. Das braucht viel Arbeit und verlangt ein Maximum an Kreativität. Aber ich bin sicher, dass das was wir jetzt haben, keine Lösung ist. Insbesondere nicht, nachdem wir die Impfung haben.

Liebe Regierung, lasst uns unser Leben leben – es ist kurz genug. Macht es bitte wieder lebenswert.

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Eine Meditation von Helene Lanz

Gelesen von der Hamburger Schauspielerin Iris Minich.

Unser Leben und Corona

«Und sie sägten die Äste ab, auf denen sie sassen und schrien sich ihre Erfahrungen zu, wie man schneller sägen könnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe und sägten weiter.»

Bertold Brecht

Wo sind wir denn gelandet, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zugrunde richten? Und wie können wir Menschen uns selbst dazu bringen, in unser eigenes Überleben einzuwilligen?

Zurückkehren zur Normalität?

Fast alle Menschen wünschen sich wieder Normalität. War das, was wir vorher lebten, denn «normal»? Oder war es einfach Gewohnheit und Bequemlichkeit? Was heisst denn Normalität? Dass alles wieder so wird, wie es war? Ein Hamsterrad?

Die momentanen Zustände sprechen für sich.

«Wir können unseren Schmerz, den physischen und den emotionalen, als Katalysator benutzen, um einen Heilungsprozess einzuleiten, der über das Kurieren von Symptomen hinausgeht. Sonst kehren wir bloss auf den Weg zurück, auf dem wir waren, bevor wir erkrankten. Heilung dagegen bedeutet Transformation. Unser Schmerz und unser Leiden werden zum Vehikel der Veränderungen unseres Lebens. Wir heilen unseren inneren Schmerz, unsere Beziehungen, unsere Herzen und unsere Seelen.»

Dean Ornish

Die Aufforderung des Virus

Wo dieses Virus auch herkommt und was für Hintergründe es auch haben mag – eigentlich müssten wir ihm trotz allem dankbar sein. Dankbar, dass es unsere Welt stillegt, um nachdenken und nachspüren zu können. Um zu erleben, dass es auch anders geht. Das war im ersten Lockdown. Jetzt können wir „dem Virus“ dankbar sein, weil das, was er jetzt auf dieser Erde auslöst, Jeden von uns herausfordert, unsere Macht, im Sinne von Kraft, wieder zu uns zurück zu nehmen. In unsere Eigenverantwortung zu stehen und laut und deutlich „Nein“ zu sagen zu diesen unverhältnismässigen Beschränkungen, die uns die Regierungen versuchen aufzudrängen. Und  die Lügen zu sehen hinter den Dingen.

Es ist an der Zeit herauszufinden, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Nicht nur für Augenblicke oder Wochen, sondern für unsere ganze Lebenszeit und für alle, die nach uns auf diesem Planeten leben werden. Die Erde, das Leben ist ein Geschenk. Der Erde ist es egal, wenn es uns nicht mehr gibt.

Das Virus ist eine eindeutige Aufforderung, unsere Umwelt, unser unablässiges Wachstum der Wirtschaft, unser Gesundheitssystem, unser Geldsystem, unser Schulsystem, die immer grösser werdenden Dimensionen von Überwachung und unser ausbeuterisches Verhalten gegenüber Mensch, Tier und der gesamten Natur auf unserem Planeten zu überdenken. Jetzt wirklich hinsehen und uns den Auswirkungen bewusst zu werden, die unser Tun und Handeln bewirken –persönlich wie global. 

Corona: Krone, Heiligenschein. Das bedeutet, verbunden sein mit der göttlichen Kraft. Cor: Herz Co: Miteinander, Gemeinschaft. Also keine Trennung, Isolierung, die schwächt, sondern ein Miteinander, das stärkt.

Angst, Panik, Trennung, Einsamkeit schwächen uns, Liebe, Freude, Vertrauen, Nähe Verbundenheit stärken uns.

Wir waren und sind immer noch daran, unser eigenes Grab zu schaufeln, dabei können wir so schlecht mit dem Tod umgehen. Wollen wir weiterschaufeln? Wir sind ziemlich gespalten, traumatisiert und verletzt – als Individuen wie auch als Völker. Wir werden zurzeit persönlich und kollektiv zutiefst mit unseren Ängsten konfrontiert.

Die Zeit ist definitiv reif, uns selbst bewusst zu werden und den Auswirkungen, die wir hervorrufen. Alles ist miteinander verbunden. Wir sind nicht getrennt vom Äusseren. Was da in der Welt gerade passiert, passiert auch zutiefst in unserem Innern.

Ein Umdenken ist Not- Wendig, vom Mangeldenken in die Fülle, vom Feinddenken zum Friedensdenken. Ständig kämpfen wir gegen oder für etwas. Stattdessen könnten wir uns unterstützen. Unseren Körper, unser Immunsystem und unsere Seelen. Disbalance bringt Krankheit. Lernen wir, in der Weise für uns zu sorgen, wie es eine liebevolle Mutter tut. Uns zu entscheiden für mehr Menschlichkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl. Mit den Füssen fest auf der Erde, tief verbunden mit der spirituellen Kraft.  

Was kann ich in meinem persönlichen Leben tun, um gleichzeitig in der Welt eine Veränderung zu bewirken? 

  • Mich selbst und meine Geschichte akzeptieren, anerkennen, ohne zu urteilen oder zu verurteilen. Lernen, einfach zu beobachten. Meine Traumata, meine Verletzungen wollen ans Licht gebracht, gesehen, gewürdigt und geheilt werden. Wo sitzen sie denn, meine tiefsten Ängste, meine grössten Verletzungen? Spüre ich mich? nehme ich mich wahr? Vertraue ich mir? Ist da Wut, Empörung, Verzweiflung, Ohnmacht? Was mache ich damit? Projiziere ich es nur nach Aussen oder kann ich erkennen, dass es auch meine persönlichen Themen sind?
  • Meinem Körper und meiner Seele zuhören, wenn sie sprechen, bevor ich krank werde. Und somit die volle Verantwortung für mein Leben übernehmen.
  • Freiwillig aus meiner Komfortzone heraustreten und erfahren, dass Verzicht auch Gewinn, ja sogar Freiheit bedeuten kann. Weniger ist mehr. Dinge ausprobieren und anders machen als bisher. Einen Schritt ins Ungewisse, Unbekannte wagen, erfahren wie es sich anfühlt, mutig zu sein.
  • Alle Informationen und Medienberichte kritisch hinterfragen. Nachforschen und differenzieren. Selber denken und Meinungen nicht einfach übernehmen. 
  • Überprüfen: Wie denke ich? was denke ich? was glaube ich? was für Glaubenssätze habe ich? Woher habe ich sie? Stimmt wirklich, was ich glaube, und welche Auswirkungen hat es in mir? Fühle ich mich eingesperrt in meine Denkmuster oder fühle ich mich frei? Wir erschaffen uns unsere Welt mit unseren Prägungen, Gedanken und unserer Absicht.

In diesem Sinne wünsche ich uns Menschen eine gesunde, angstfreie, heilende und transformierende Zeit. Mögen wir zusammen eine friedvolle Welt kreieren.

Helene Lanz
Langenthal

Bild: Swiss Mountain Clinic
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Newsletter einer Chefärztin

Der Nachfolgende Newsletter von Dr. med. Petra Wiechel, Chefärztin der Swiss Mountain Clinic, wurde an eine Leserin meiner Webseite versendet. Diese leitete ihn mir zur Publikation weiter, weil sie sich sehr mit der darin enthaltenen Aussage identifizieren kann.

Sehr geehrte Damen und Herren
Lassen Sie mich mit ihnen meine Gedanken teilen. Dieses Jahr neigt sich zum Ende und wir stehen alle an einem neuen Anfang. Liegt es in unteren Händen, was morgen geschieht?Niemals im Leben fühlte ich mich als Ärztin und Mensch so gedemütigt.
Kritisches Bewusstsein, hinterfragen, erlangtes Wissen und vor allem Erfahrungen zeigten mir den Weg. Mein Lehrer war das Leben.

Es berührt mich zutiefst, was wir Menschen derzeit erfahren.
Niemand bezweifelt die Existenz von Covid-19. 2020 sollten wir als Menschen einer viralen Bedrohung gegenüberstehen, die so nie existiert hat! Sie ist eine politisch inszenierte Pandemie, dessen Werkzeug heute Covid-19 ist und morgen Covid-21. Ja, es sind Viren, die uns heute zu dem haben entwickeln lassen, was wir sind, die uns in der Auseinandersetzung mit unserem Immunsystem zu einer starken Abwehr verholfen haben. Viralen Erkrankungen mit Isolation zu begegnen, Hilflosigkeit, Angst und Panik zu schüren sind politisch lange geplant und gewollt. Es gibt dazu keine medizinisch notwendige Indikation.

Vergessen wir nicht: In Panik macht, wer Grund hat, sich zu fürchten. Und Panikmacher eignen sich nicht fürs Regieren.

Willy Brandt

Aber wundert Sie das?

Ist die Masse nicht auch zufrieden, mit der Aussage, dass chronisch krank nicht veränderbar ist, die symptomatische Behandlung Goldstandard. Wo hinterfragen wir heute noch ehrlich Krankheit? Leitlinien geben die Richtung an. Diese sind für alle gleich. Fern jeglicher individuellen kausalen Ursachen.

Und Krebs: Prof. Otto Warburg konnte bereits 1938 den wissenschaftlichen Nachweis führen, dass Tumorzellen einem anderen Energiestoffwechsel folgen. Dafür erhielt er in den 60er Jahren den Nobelpreis. In seiner Rede war er tief bestürzt, wie wenig dieses Wissen in der Onkologie Einzug fand. Und heute?

Heute wird bald jeder 3. im Laufe seines Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert. Wann legen wir endlich die Aggression ab, der wir ihm und uns begegnen. Wann bemühen wir uns sein Entstehen zu verstehen? Es ist jeweils meine Krankheit, sein entstehen war in meinem Körper möglich? Lange Jahre hat unser Köper allein versucht die Entwicklung zu einer Krebserkrankung aufzuhalten. Ihm fielen die Waffen aus der Hand.

Dennoch zielt unsere therapeutische Strategie nach wie vor ausschliesslich auf Zerstörung ab.

Warum interessiert das niemanden?

Wir supprimieren die Immunabwehr, wenn sie in ihrer Reaktion überschiessen muss. Wir halten durch die symptomatischen Therapien alles warm und am Laufen. Wir Ärzte schaffen die Abhängigkeiten zu Medikamenten und damit den Nährboden für neue Krankheiten.Die Umgehens Weise heute mit einer Virusinfektion zeigt die Hilflosigkeit der Medizin. Man baut auf Medikamente, die man nicht hätte (was korrekt falsch ist), man baut auf eine suspekte Impfung.Unsere > 80-jährigen lieben Alten, denen wir unseren Wohlstand verdanken, sind für den Feldversuch nicht zu schade. Sie leben seit Monaten isoliert, wie Verbrecher. Aufrichtiger Schutz ist anders! Mir bricht das Herz das zu beobachten.Unser Immunsystem ist von Moment zu Moment für uns im Einsatz, um eine Reaktivierung von Viren, um das Auftreten von pathologischen (krankmachenden) Keimen und die Entwicklung von Pilzen im Gleichgewicht zu halten. Dieser Kraft dürfen wir 24 Stunden vertrauen. Bereits von Geburt an verfügt der Mensch über eine angeborene (unspezifische) und erworbene (spezifische) Abwehr. Diese baut sich erst durch den täglichen Kontakt mit Erregern auf und wird ständig aktualisiert.

Unser Immunsystem verwendet 50’000’000jahre alte Infektionen, um uns gesund zu erhalten.

Jeremy Sheer

Zur Natur gibt es keine Alternative

Eine zentrale Bedeutung im Rahmen einer intakten Immunabwehr obliegt dem Vitamin D. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung hoch genug, um die Vitamin D Produktion des Körpers anzuregen, im Winter bedarf es einer Substitution. Dieses Vitamin D reguliert die Abläufe in den Blutstammzellen, es wirkt entzündungshemmend und es ist beteiligt am Aufbau von Enzymen, Proteinen, Bodenstoffen und Zellen.Wer seinen Vitamin-D-Spiegel nicht kennt, handelt verantwortungslos sich selbst gegenüber. Besonders heute.

Ebenfalls ist ein Immunsystem auf Vitamin A, B 6, B12, Eisen, Selen, Zink, Kupfer und Folsäure angewiesen! Selbstverständlich auch Vitamin C. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung mit Obst, Gemüse, pflanzlichen Ölen, fermentierten Lebensmitteln, wie Sauerkraut, können wir eine gesunde Bakterienvielfalt in unserem Darm ermöglichen und gewähren damit 80% einer ausreichenden Immunität.
Bei Stress schüttet unser Körper Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, dass regt die Killerzellen an, um eine direkte Kampfansage gegen Eindringliche zu starten. Das ist akut wertvoll. Jeglicher chronische Stress aber, wie wir ihn derzeit erleben, weil die Angst, der Zorn, die Wut, die Sorge oder die Hilflosigkeit langsam die Cortisol Spiegel dauerhaft erhöhen, richtet sich langfristig gegen uns und damit unsere Gesundheit. Folge: der Körper bildet weniger Abwehrzellen, er rutscht langsam in eine Erschöpfung: wir werden anfälliger.

Unser Immunsystem basiert auf der Intaktheit unserer Lymphozyten Abwehr, das sind Th1 und Th2 Zellen. Th1 Zellen aktivieren das zelluläre Abwehrsystemmit Killer- und Fresszellen. Sie sind in der 1. Linie für die Virenbekämpfung zuständig. Aber was sind denn Viren?

Viren sind keine Mikroorganismen! Viren leben in der Zelle. Viren bestehen aus einem DNA oder RNA- Faden mit Proteinhölle. Diese Strukturen können sich verändern und damit vermehren. Auslösende Faktoren für diese Reaktivierung von Viren sind heute wissenschaftlich belegt wie:

  1. Das Versagen einer ausreichenden intrazellulären Immunität durch z.B. Zink- oder Vitamin D Mängel
  2. Mobilfunk (5G),
  3. Toxine, wie Herbizide, Pestizide u.a.
  4. Schwermetalle und
  5. Psychische Probleme, wie Angst, Depression, Stress.

Was aber müssen wir, politisch angeordnet, tun um uns „vor einer Corona Infektion zu schützen“?

Nichts, was uns die Chance gibt Kraft und Abwehr zu stärken.
Wir sollen uns nicht begegnen, miteinander reden, nicht umarmen, uns werden der Mund und das Wort verboten. Eine natürliche Herdenimmunität, wie sie verantwortungsvoll und langfristig immer das Mass aller Dinge war, dürfen wir nicht aufbauen.Massnahmen wie wir sie alle erleben durch den „Anstieg von Infizierten“, getestet durch PCR Test, ist wissenschaftlich peinlich, mehr noch: kriminell.
Diese Teste sind für klinische Verläufe paradox, finden ihre Anwendungen z.B. in der Kriminalistik, da Genschnipsel analysiert werden, um einen evtl. Täter zu überführen.Nochmals: ein positiver PCR Test bedeutet nicht: Infiziert krank!!Eine virale Infektion kann erst entstehen, wenn Viren sich vermehren konnten und das bindet sich an die benannten Voraussetzungen, die sie bereits lesen konnten.

Wussten sie eigentlich, dass bis heute keine Viren im Blut nachweisbar sind?

Wir stellen uns im Rahmen der derzeitigen Massnahmen, die politisch aufgezwungen worden sind. gegen das Leben. Gegen unser Leben!!  Und Leben braucht zum Erhalt Sauerstoff, Wasser, gesunde Nahrung und Liebe.Wir Ärzte kennen Leid, wir kennen Intensivbetten, wir kennen Sterbende. Wir wissen, dass jede Krankheit Ausdruck einer eigenen körperlichen Dysbalance bedeutet. Niemand wird einfach krank dessen Körper in Balance ist. Und wenn ja, dann ist es die Antwort des Körpers den Weg zur Gesundheit wieder zurückzufinden (Symptome, wie Entzündung, um die virale oder bakterielle Last abzubauen, um ein Beispiel zu nennen).

Unser Körper macht nie einen Fehler!

Heute wissen wir um die Ursachen dieser weltweiten Pandemie, doch niemand erklärt Sie uns aufrichtig und offen. Norwegen, als einziges nicht verschuldetes Land, schaut entspannt auf die Welt.   Alle anderen Staaten sind hoch finanziell verschuldet und damit erpressbar geworden. Corona ist das grosse geplante Ablenkungsmanöver im Rahmen eines weltweiten wirtschaftlichen Umbruchs. 

Was es jetzt braucht?

Ein kritisches Bewusstsein. Für das was jeder tut und was er vielleicht doch lieber nicht tun sollte. Für morgen. Für uns und für unsere Kinder. Es braucht unseren ungebrochenen Zusammenhalt. Die grösste Gefahr in dieser Zeit, die ich sehe ist, dass leise die Liebe zwischen uns Menschen geht.

Die Liebe hatte sich versteckt unter viel Unrat, Belanglosigkeiten und Verpflichtungen. Das hatte sie nicht ausgehalten. Die Liebe macht sich unsichtbar, wenn man sich nicht um sie kümmert. Wenn die Lieblosigkeit zu lange währt, dann geht sie ganz fort und niemand bemerkt es. 
Immer wieder gibt die Liebe selbst Hinweise. Wenn man diese nicht bemerkt, ist die Liebe irgendwann unwiederbringlich verloren. Manchmal nimmt sie wie eine Tsunamiwelle Alles mit sich fort. Manchmal hinterlässt sie Trümmer oder Unordnung und manchmal auch einfach nichts.

(M.-F. Bukowski „Autorin spurlos verschwunden“)

Nutzen wir die Zeit zwischen den Jahren…

…unseren Familien und unseren Freunden und Bekannten nahe zu sein. Wenn nicht direkt, dann aber gedanklich. Denn es tut gut verstanden zu sein.  Verständnis und Wissen geben Ruhe. Unverständnis und Unwissenheit schüren Angst. 

Befreien Sie sich von Ängsten. Werden Sie aktiv und unterstützen Sie Ihren Körper.  Wir Menschen im 21. Jahrhundert sind erwachsen und mündig. 
Unser Körper dient und folgt uns bedingungslos. Er passt sich uns an, er gewährt uns die Kraft, die wir benötigen. Er allein erkennt Viren, startet ein grandioses Abwehrprogramm. Grundlage: Er kann auf unsere Liebe zu ihm bauen, sich gut durch uns versorgt und beschützt wissen. 

Sein grösster Feind aber ist und bleibt die Angst. Sie hebelt leise und unbemerkt wichtige Stoffwechsel- und Immunprozesse aus. 

Ich wünsche uns, dass der Frieden in uns wieder einzieht und wir uns in Liebe verbinden. 
Egal wo wir leben.

CORONA darf nicht, wie KREBS zum 2. Schreckenswort erkürt werden.  
Wir Menschen machen diese Krankheiten zu dem, was sie nie sind. 
Wir Menschen allein. 
Weil wir nicht verstehen, wie kostbar und verletzbar Leben ist. Und dass sich Gesundheit, wie auch Krankheit immer an Voraussetzungen in uns binden, sowohl physische als auch psychische.

Wir sollen derzeit glauben, dass die Natur uns Böses will. 
Das glaubt nicht einmal ein Kind.

Dr. Petra Wiechel